21. Januar 2026
von JvHS Kommentare deaktiviert für Regelbrüche á la Trump durch Missachtung von Verfassung und Nichteinhaltung von Verträgen ist mit Widerstand zu begegnen!
Umbau der US- Demokratie führt zur weltweiten Kernschmelze von Freiheit und Sicherheit
Das Einhalten von Regeln, eine notwendige Grundlage für das Zusammenleben der Menschen im Zivil- wie im Forschungs- und Wirtschaftsbereich, wird von Gruppierungen und einzelnen Personen – die politische oder finanzielle Macht erlangen – immer häufiger missachtet und gebrochen. Die regelbasierten Vereinbarungen – wie sie die UNO oder die WHO vertraglich festgehalten haben für die Ebene des zwischenstaatlichen Umgangs miteinander und die Lösung entstehender und entstandener Konflikte auf dem Weg der Diplomatie und nicht der Kriege zu finden – werden systematisch durch Typen wie Trump, Putin, Xi Jinping und andere egomanische Figuren zerstört!
Die so entstehenden Vorgehensweisen bringen Unterdrückung, Leid und Verluste in die Welt, töten Millionen Menschen durch Kriege und begehen Menschenrechtsverletzung, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit.
Die Motivation und Haltung für diese Handlungen sind Machtgewinn und Machterhalt in Form von Finanzmacht und politischer Macht. Dabei werden die Regeln (Verfassungen, Menschenrechte, Verträge zwischen den Staaten und Verbünde) missachtet und der Rechtsstaat – gekennzeichnete durch die demokratische Gewaltenteilung – ersetzt durch Diktaturen! Die Durchsetzung des Unrechts erfolgt durch militärische oder wirtschaftliche Gewalt. Sie dient zur Umstrukturierung der Einflussbereiche und nimmt weltweit keinerlei Rücksicht auf Natur und Menschen.
Diese Umwandlung der Welt ist in vollem Gange. Es hinterlässt Spuren in jeder Gesellschaft. Der Vertrauensverlust breitet sich aus, die Unsicherheit bei den Menschen wächst, die Bereitschaft zum kulturfernen, barbarischen Verhalten des „Unrecht des Stärkeren“ nimmt zu, Angst und Orientierungslosigkeit greifen um sich. Gewissheiten die bisher „Frieden in Sicherheit“ brachte, sind der Willkür und der Ausbereitung von Chaos ausgesetzt. Die bisherige Zivilisation wird verändert.
Wenn im Kolonisieren die Ausbeutung der Menschen das zentrale Ziel ist, verweben sich damit in den aktuellen Umbruchszeiten Rassismus, Antisemitismus, Faschismus und Rechtsextremismus. Zugleich werden die Gesellschaften in dem immer mehr entstehenden, irrlichtenden Chaos an Weltanschauungen und Lebensweisen gespalten. Die sozialen Medien wirken als Katalysator und verstärken die Orientierungslosigkeit der Menschen, die das eigene Denken und Handeln aufgegeben haben. Gesucht werden Halt und Orientierung in diesem Konglomerat aus Unvernunft und Irrsinn innerhalb der Influencer-Szene, die wie Pilze aus dem Boden gewachsen sind.
Selbst pseudo-religiöse Themen der christlichen oder islamischen Influencer bedienen sich dieses Mediums zur methodischen Informationsbeeinflussung. Rückwärtsgewandte und extreme konservative Ausgrenzungstendenzen á la evangelikaler-reaktionärer Weltbilder sind Inhalte der Influencer-Propaganda, und findet großen Zuspruch unter den Trump-und MAGA-Begeisterten. Die Vorgehensweise fundamentalistischer Extremisten findet auch in Deutschland statt. Dabei wird ohne Skrupel die Ästhetik der Poster- Girls und Influencer kopiert, die gekennzeichnet ist als: jung, stylisch, vorurteilsbehaftet und engstirnig, aber radikal und mit Affinität zur rechtsextremistischen AfD, die Anklang bei der nachfolgenden Generation privilegierter Kreise findet.
Toleranz ist nicht mehr hipp, stattdessen aber das Mobbing der Mitmenschen und die Verfolgung und Ausgrenzung der andersdenkenden. Das Sündenbockprinzip hat wieder Konjunktur und bestimmt verstärkt das Handeln der „Feinde der offenen und demokratischen Gesellschaft“! Die Flucht in die pseudo-metaphysischen Angebote ist zugleich Nährboden wie auch Folge der Verhaltensweisen, sich den Figuren um Trump und Co. zu unterwerfen. Mit dem St. Floriansprinzip, uns/mich soll es nicht treffen und jeder ist sich selbst der Nächste, wird der Angriff auf die Freiheit aller nicht abgewehrt. Und das Mitläufertum – welche sich in Form der dynamischen, neoliberalen Ausbeutung der sogenannten Leistungsträger und ihrer Selbstausbeutung in der Freizeit widerspiegelt – wird nichts an dem Missbrauch der egomanischen Machtinhaber ändern!
Eine Politik der konservativen Kräfte á la Merz CDU und Söder CSU propagiert weiterhin, dass die Menschen in Deutschland wieder länger und mehr Arbeiten müssen. Lohnarbeit sei die erste Pflicht des Bürgers und der Sinn des Lebens. Und mit dem Umbau der Philosophie der Jobcenter-Vorgaben, durch Druck und Bestrafung werden die Menschen in ein Abwärtsspirale gedrängt. Dabei steigt die Arbeitslosigkeit, weil die Wirtschaft Arbeitsplätze abbaut. Diesem Widerspruch von Realität und Management der Arbeitsverwaltung weiß die verantwortliche Regierung nichts Angemessenes entgegen zu setzen. Dass durch KI (Künstliche Intelligenz) ein noch dynamischeres Wachstum der Arbeitslosigkeit droht, wird allem Anschein nach von der Politik verdrängt.
Dabei sind die Fragen, wie kann und muss Arbeit neu bewertet und gestaltet werden, nur gesamtgesellschaftlich und unter Beteiligung der Betroffenen gelöst werden. Welche Modelle an Verteilung und angemessener Beteiligung der Kosten dieser notwendigen Veränderungen sind vorzubereiten, z.B. in Form der Besteuerung der Produktivität und der Mehrwertschöpfung durch KI! Und als Zwischenschritt ist auch die Erbschaftssteuer-Reform, die Erhebung der Transaktionssteuern an den Börsen und die Wiedereinführung der Vermögenssteuern zu realisieren und nicht zu blockieren!
Politik und die politischen Akteure auf den verschiedensten Realisierungsebenen in unserer Demokratie – das heißt, dass Landesregierungen und Bundesregierung nicht mehr in einer parlamentarischen, sondern in einer Parteien dominierten Demokratie agieren! Auf der Grundlage des Grundgesetzes in einem Rechtsstaat werden sie zeitlich begrenzt vom Souverän (dem Volk) beauftragt, die Rahmenbedingungen in Form von Gesetzen zu sichern. Sie haben die Aufgabe und den Auftrag, das in der Verfassung (= Grundgesetzt) formulierte Zusammenleben für die Wirtschaft und die Zivilgesellschaft in Beachtung der Würde des Menschen und der Einhaltung der Menschenrechte zu organisieren, ohne dass Schieflagen in der Aufgabenerfüllung – Daseinsvorsorge, gerechte Verteilung von Belastungen (Sozialstaat stärken), Gemeinschaft, Solidarität und Teilhabe an der Lebensqualität in Freiheit und Frieden – erfolgen!
Die Aufgabenerfüllung durch die politischen Akteure (Parlamente und Regierungen) scheint offenbar -und evident belegbar- nicht mehr zu gelingen. Ablesbar kann das Versagen dieser – zur Parteien-Demokratie reduzierten Staatsform – an der schleichenden Spaltung in der Gesellschaft, der Ungerechtigkeit der Belastungsverteilung und der dafür verantwortlichen Klientelpolitik der Parteien nachvollzogen werden! Hinzu kommt eine Entwicklung der Abkopplung der Politiker und Funktionsträger von den Bedürfnissen und Lebensbedingungen der Mehrheit der Menschen. Stattdessen agieren die in den politischen Ämtern vernetzten Personen mit privilegierten Gruppen und unterstützen deren und diametral dem Volk entgegengesetzten Interessen. Nicht selten zum Schaden Deutschlands und der Mehrheit der Bevölkerung.
Ausgangspunkt für diese zerstörerische Realität ist vor allem auch die fehlende Bereitschaft der Politiker und Parlamentarier zur Transparenz und zur Zusammenarbeit mit kritischen Experten, die einer bestimmten Gesinnung und Bevorzugung widersprechen. So wird der Inkonsequenz Tür und Tor geöffnet und die Parteien (á la AfD), die der Demokratie schaden oder sie abschaffen wollen und sich als Feinde der offenen und freien Gesellschaft erwiesen haben, keine Grenzen gesetzt werden. (Notfalls auch durch den Gang zum Verfassungsgericht zu realisieren!)
Notwendige Korrekturen am Kontrollsystem der Arbeit von Parteien und Politikern – wie z.B. die Untersuchungsausschüsse mit zufällig ausgewählten Experten zu besetzen anstatt mit Parlamentarier aus dem eigenen Umfeld; oder die Erhöhung der Diäten (Einkommen der Parlamentarier) durch unabhängige Experten festzulegen, sowie die Öffnung der Gesetzgebung durch Bürgerräte – werden bewusst blockiert!
Nicht zuletzt bewirken die zuvor genannten Verhaltensweisen, dass Umwälzungen und Gefahren durch technologische Entwicklungen und deren Folgen für Deutschland nicht erkannt oder durch Nichtreagieren begegnet werden.
Entweder sind die politisch Verantwortlichen unfähig zu erkennen, welche dramatischen Folgen für die demokratische Gesellschaft in Deutschland zu erwarten sind, oder es ist Gleichgültigkeit bei den Landes- und Bundesparlamentarier zum Thema „Gefährdung durch Künstliche Intelligenz (KI/AI)“ zu konstatieren!
„Die gegenwärtige historische Phase markiert eine Zäsur, die in ihrer Tragweite mit der neolithischen oder der industriellen Revolution vergleichbar ist, sich jedoch in ihrer Geschwindigkeit und ihrem Angriffspunkt fundamental unterscheidet. Während frühere Umwälzungen primär die physische Interaktion des Menschen mit seiner Umwelt mechanisierten, zielt die aktuelle Revolution der Künstlichen Intelligenz (KI) auf das kognitive Monopol des Menschen.“
„Wir befinden uns am Eintritt in ein Zeitalter der „Arbeitsinflation“, in dem kognitive Dienstleistungen – vom Schreiben eines juristischen Vertrags bis zur Programmierung komplexer Software – durch generative KI-Systeme (GenAI) radikal entwertet werden, da ihre Grenzkosten gegen null tendieren.“ (Ausschnitt einer KI generierte Bewertung des Essays von Stefan Borst „Nach der Arbeit“)
Im zweiten Teil der Beschäftigung mit dem Essay von Stefan Borst und seinen Analysen und den Lösungsvorschlägen, wird beschrieben, wie sich diese Entwicklung konkret auf die westlichen Führungsnationen, insbesondere Deutschland und den europäischen Wirtschaftsraum, auswirkt.
Das Ergebnis (teils KI-erstellt) der Analyse des Essays lautet wie folgt: eine Diskrepanz ergibt sich zwischen den Möglichkeiten der KI Unternehmen (Google, Amazon, Microsoft), den Mehrwert durch den KI-Einsatz einerseits abzuschöpfen, ohne die üblichen Steuerzahlungen zu leisten! Andererseits entgleiten den Staaten (vor allem der EU) die Kontrollmöglichkeiten aufgrund des Machtzuwachses der wenigen KI-Monopolisten, die Kosten des gesellschaftlichen Zusammenlebens durch Steuer- und Sozialeinnahmen auf die Produktivität der KI einzufordern.
Zudem ermöglichen Staaten wie die MAGA-USA unter Trump den unkontrollierten unbegrenzten Vermögenszuwachs der KI-Monopolisten, indem sogar Versuche der Regulierung seitens der EU durch willkürliche Dekrete (Straf-Zollbelastungen zu verhängen) verhindert werden. Das hat die weltweit steigende Abwertung menschlicher Arbeitskraft aufgrund der Global Player und Tech-Brothers eingesetzten Modelle zur Folge. Anhand der Analyse wird der Verteilungskampf zwischen Arbeit und Kapital sichtbar, der neue gesellschaftliche Verträge und individuelle Anpassungsstrategien notwendig macht.
Wie schon in Teil I aufgeführt, beschreibt Stefan Borst den weltweit aktuellen Prozess des sozioökonomischen Niedergangs in drei Phasen:
Optimierung, Konzentration und Desintegration
Die Optimierungsphase ist in vollem Gange. Sie ist der Versuch von Unternehmen, nur selten KI als Unterstützung zur Innovation einzusetzen, sondern überwiegend zur Personalkosten-Reduzierung und Effizienzsteigerung. Diese Vorgehensweise bedroht unmittelbar die Arbeitsplätze, die bisher als sicher galten.
Empirischen Untersuchungen und Daten weisen dabei auf Berufe mit einem hohen Anteil an Routine und gelerntem Wissen durch Ausbildung wie in den Berufsfeldern – Buchhaltung, Sachbearbeitung, einfache Programmierung – hin, die davon in naher Zukunft (1-2 Jahre) betroffen sein werden.
Eine Studie der Stanford University belegt den Rückgang der Nachfrage von Software-Entwickler-Arbeit, da da KI-gestützte Coding-Assistenten wie GitHub, Copilot oder ChatGPT die Code-Generierung effizienter übernehmen können! In diesem Berufsfeld sind nicht nur angestellte Mitarbeiter bei den Unternehmen betroffen, sondern auch Selbständige und Freelancer.
In der Konzentrationsphase wird zu erwarten sein, dass vor allem die wenigen Konzerne, die Cloud-Technologie anbieten, diese Infrastruktur schon jetzt überwiegend bestimmen. Sowohl die Wirtschaftsunternehmen – von Mittelstandsunternehmen, den Konzerne des Maschinenbaus, der Automobilindustrie bis zu den Transportunternehmen, sowie auch die Verwaltungen der Exekutive, der Legislative und Jurisprudenz unterwerfen sich den Monopolisten!
Um wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen und wollen sie KI nutzen, können diese aber nicht selbst entwickeln. Sie werden zu Vasallen, die eine dauerhafte „Cloud-Rente“ an die US-Tech-Giganten entrichten müssen, auch weil Politik und Regierungen in Deutschland und der EU nicht willens oder unfähig sind, über den Tellerrand hinauszuschauen und eine Gegenmacht auf zu bauen!
Sie machen sich damit mitschuldig daran, dass die Möglichkeit, KI durch kostenlosen Zugang für die gesamte Menschheit nutzbar zu machen (so wie das Projekt „Wikipedia“) nicht realisiert wird, weil die vorherrschende Gesinnung dazu neigt – auch bei den Parteien in Deutschland – im Zweifel die Profitinteressen der Infrastruktureigner (KI-Monopolisten und der Erpressung durch „falsche Freunde á la Trump-USA“) zu vertreten!
Um den klassischen Kartellschutz zu umgehen, werden „Basis KI-Modelle“ kostenlos angeboten. Sie sind aber real den professionellen Modellen komplett unterlegen. Die Einschränkungen der Basis-Modelle beim Zugriff auf Datenbänke und die Begrenzung auf die Analyse-Tiefe und Quellenzugriff belegen diesen Nachteil! Sie dienen lediglich als „Pseudo-Offenheit“ zur Umgehung des Kartellrechts.
Die dritte Phase, die „Desintegration“, ist die logische Konsequenz der ersten beiden. Wenn Arbeit als Verteilungsmechanismus für Wohlstand ausfällt und sich Kapital bei wenigen anhäuft, wird der gesellschaftliche Zusammenhalt zerstört respektive zugleich den autoritären, demokratieablehnenden und menschenfeindlichen Parteien á la AfD und Gruppierungen Tür und Tor geöffnet. Sie nutzen vor allem die sozialen Medien und die auch dort genutzten KI-Modelle zur Verbreitung von falschen geschichtlichen Informationen, um die offene Gesellschaft zu manipulieren und zu verunsichern. Die Desintegration betrifft auch die Wahrheitsfindung. KI ermöglicht die Erstellung von Desinformation und Deepfakes in industriellem Maßstab zu minimalen Kosten.
Wenn die gemeinsame Faktenbasis einer Gesellschaft zerfällt und der öffentliche Diskurs durch Bots und Algorithmen manipuliert wird, verliert die Demokratie ihre Funktionsfähigkeit. Dies ist keine Schwachstelle des Systems, gegen das nichts getan werden könnte, sondern eine direkte Folge eines Geschäftsmodells der Plattformen der sozialen Medien (X/Twitter von Elon Musk, TikTok u.a.) das Sensationslust, Empörung und Hass-Verhalten über Wahrheit stellt.
Auf der einen Seite steht eine kleine privilegierte Gruppe von Kapitalbesitzern und KI-Experten, auf der anderen Seite eine wachsende Mehrheit an Arbeitslosen und Absteigern, die als Alternative nur entweder in schlecht bezahlten physischen Dienstleistungen (Lieferdiensten, einfache Pflege) arbeitet oder durch algorithmisches Management („Ghost Work“) kontrolliert wird. Die Mehrheit in der Mittelschicht, irrtümlich als der Garant für politische Stabilität in Deutschland vor allem von den konservativen Parteien CDU/CSU propagiert, schrumpft, da ihre administrativen und organisatorischen Funktionen automatisiert werden!
Zudem wird im Konsumbereich (Online-Handel) wie auch bei den Dienstleistungs-Anbietern in allen Lebensbereichen der „Kundendienst“ durch KI abgehandelt, mit den Folgen, dass die Erreichbarkeit und das Recht der Kunden, Garantie und Gewährleistung einfordern zu können, stark eingeschränkt wird.
Konzepte wie „Universal Basic Compute“ – ein Anteil an der Rechenleistung für jeden Bürger – werden als zukünftige Sozialmodelle ins Spiel gebracht. Diese Narrative erfüllen eine strategische Funktion: Sie dienen als Rechtfertigung für die massive Konzentration von Macht und Ressourcen heute, indem sie eine utopische Kompensation in der Zukunft versprechen. Sie lenken davon ab, dass die aktuellen Gewinne privatisiert, die Risiken (Arbeitsplatzverluste, Desinformation) jedoch sozialisiert werden.
Die tatsächlichen Geschäftsmodelle basieren auf Mechanismen des Überwachungskapitalismus (Shoshana Zuboff):
● Daten-Extraktion: KI-Modelle werden mit riesigen Mengen an öffentlichen und privaten Daten trainiert, oft ohne Zustimmung oder Kompensation der Urheber (Künstler, Autoren, Coder). Dies stellt eine massive Enteignung der kollektiven menschlichen Intelligenz dar, die dann als proprietäres Produkt zurück verkauft wird.
● Ökosystem-Kontrolle: Ziel ist es, Nutzer und Unternehmen so tief in das eigene Ökosystem zu integrieren (z.B. Microsoft 365 Copilot), dass ein Wechsel technisch und ökonomisch unmöglich wird („Vendor Lock-in“). Teilweise erfolgt diese Vorgang durch Zwang!
● Shadow Work und Ausbeutung: Hinter der glänzenden Fassade der KI steht oft unsichtbare menschliche Arbeit. Millionen von „Ghost Workers“ in Niedriglohnländern (oder über Plattformen wie Clickworker in Deutschland) trainieren die Algorithmen, labeln
Daten und filtern toxische Inhalte, oft unter prekären Bedingungen und ohne soziale Absicherung. Diese Arbeit ist essenziell für die KI während des Aufbaus, wird aber systematisch unsichtbar gemacht und entwertet.
Die Gefährdung des deutschen Wirtschafts-Modells: „Hidden Champions“ und die Schwächen auch der EU
Das deutsche Wirtschaftsmodell, basierend auf hochspezialisiertem Ingenieurs-Wissen und inkrementeller Innovation („Mittelstand“), ist besonders gefährdet. Zwar bietet KI enorme Chancen für Effizienzsteigerungen in der Produktion (Industrie 4.0), doch fehlt oft die Dateninfrastruktur, um diese Potenziale zu nutzen.
Datenabfluss: Es besteht die Gefahr, dass deutsche Industrieunternehmen ihre
wertvollen Prozessdaten an US-Plattformen übermitteln müssen, um deren KI-Dienste zu
nutzen. Damit wandert die Wertschöpfung von der Hardware (Maschine) zur Software
(Vorhersagemodell) und damit in die USA ab.
● Fachkräftemangel vs. Automatisierung: Paradoxerweise könnte KI den
Fachkräftemangel lindern, indem sie administrative Aufgaben übernimmt. Doch die
Automatisierung trifft oft nicht dort, wo der Mangel am größten ist (Pflege, Handwerk),
sondern dort, wo Deutschland traditionell stark war (Verwaltung, Planung, Konstruktion).
Die Europäische Union versucht mit demAI Act und dem Data Act, einen globalen Standard für „vertrauenswürdige KI“ zu setzen.
● Der AI Act verfolgt einen risikobasierten Ansatz, der Anwendungen wie Social Scoring verbietet und hohe Transparenzanforderungen an Hochrisiko-KI stellt. Dies schützt Bürgerrechte, verlangt aber eine andere staatliche Förderung der europäische Start-ups gegenüber US-Konkurrenten, die in einem deregulierten Umfeld agieren! Die Benachteiligung erfolgt auch durch einen falschen Ansatz der Jobcenter: stattdessen werden Barrieren durch extreme Vorschriften und Verwaltungsabläufe, die nicht stringent genug miteinander vernetzt sind, sondern wo die „linke Hand nicht weiß, was die rechte Hand tut!
● Digitale Souveränität: Initiativen wie Gaia-X oder die neu gegründeten AI Factories und Digital Commons EDICs (European Digital Infrastructure Consortium) sind Versuche, eine eigene Infrastruktur aufzubauen. Open Source als Alternative von der Abhängigkeit scheint dabei ein realistischerer Ansatz zu sein.
Der Erfolg dieser Maßnahmen ist jedoch fraglich, da die Investitionssummen im Vergleich zu den Budgets von Microsoft oder Google verschwindend gering sind. Europa droht, ein „Regulierungsmarkt“ zu werden, der zwar die Regeln bestimmen möchte, aber technologisch vollständig abhängig bleibt, sowie von Autokratien mit willkürlichen Entscheidungen á la Trump erpressbar ist.
16. Januar 2026
von JvHS Kommentare deaktiviert für KI-Realität – Auswirkungen auf: Arbeit, Sozialstaat, Wohlstand und Demokratie! Oder das Prinzip Hoffnung!
Veränderungen haben das Leben der Menschen schon immer Anpassungsdruck beschert. Veränderungen, wie die der KI-Entwicklung, welche tiefgreifenden Einfluss auf den einzelnen Menschen wie auf die Form des Zusammenlebens genommen haben. Die Menschen, die in Deutschland und in der EU in den letzten acht Jahrzehnten zusammen wohnten und arbeiteten, gemeinsam feierten und durch ihr Engagement die Gesellschaft mitgestalteten, konnten dies in langen Jahrzehnten des Friedens tun.
Das Arbeitsleben war in diesem Zeitraum eingebettet in einer Industrie- und Dienstleistungsgesellschaft. Für Deutschland erlebten die Menschen im Zeitraum von rund 40 Jahren nach dem zweiten Weltkrieg getrennte Wirtschaftssysteme – Westdeutschland in kapitalistisch-neoliberaler und Ostdeutschland (DDR) in zentralwirtschaftlicher Ordnung. Der Sozialstaat heutiger Provenienz durchlebte in beiden Teilen und erst recht nach der Vereinigung stets Schwierigkeiten, seinem Anspruch gerecht zu werden. In beiden Teile galt stets: die Menschen überlebten, in dem sie gezwungen waren, Arbeit gegen Lebensunterhalt anzubieten.
Die Ungleichheit hatte wie immer schon Bestand und war durch die vorherrschenden Rahmenbedingungen beeinflusst. Im Westen – und später nach dem Zusammenschluss und Wiedervereinigung auch für den Osten – hatte der durch Arbeit erzielte Mehrwert und die Verteilung dieses Wertes keine adäquate Aufteilung. Wer das Eigentum an den Produktionsmitteln oder den immateriellen Werten (Wissen und Patente) hatte, konnte den größten Anteil des Mehrwertes für sich in Anspruch nehmen. Auch wenn diese Werte durch die Arbeitnehmer geschaffen wurden, ließ das System diese Ungleichheit zu. In Wellenbewegungen schwankten dabei die Nachfrage oder das Angebot von Arbeit im Arbeitsmarkt. Das war auf dem Industrie- und Dienstleistungsmarkt vergleichbar. Tarifvertragspartnerschaften waren über die ersten Jahrzehnte nach dem zweiten Weltkrieg ein probates Mittel, einen Ordnungsrahmen zu erstellen, der ein Mindestmaß an Wohlstandsteilnahme für die Mehrheit der Menschen am Arbeitsmarkt ermöglichte. Die Demokratie als Staatsform hatte damit eine Basis.
Die ersten Erschütterungen dieser sich langsam festigenden Staatsform „Demokratie“ in Deutschland erfolgten durch die Konzepte des Neoliberalismus Ende der 1970er Jahre und Anfang der 1980er Jahre. Beginnend in den USA durch die „Chicago Boys“, schwappte die Gewinnmaximierungswelle nach England unter Thatcher über. In Westdeutschland etablierte ab 1982 Kohl als Kanzler mit seiner „geistig-moralischen Wende“ den Kern der Gewinnmaximierung: die Privatisierung aller Lebensbereiche – von der Infrastruktur des Verkehrs- und Kommunikationssystems, über das Gesundheitswesen, den Abbau und die Schwächungsversuche des solidarisch-gesetzlichen Rentensystems bis zur Einflussnahme auf Bildung und Hochschule.
Die Entwicklung der IT-Technologie (Digitalisierung und Algorithmisierung) und der Robotik in der Produktion und vor allem der technologische Fortschritt der Künstlichen Intelligenz (KI/AI) begründen den radikalsten Schnitt an der bisherigen Formel: Arbeit gegen Lebensunterhalt einzutauschen als Basis für die Existenz-Sicherung.
Die bisherige Form der Wirkmacht „Existenzsicherung für den Tausch von Arbeitskraft gegen Einkommen“ zu realisieren, funktioniert zukünftig nicht mehr. KI/AI entwertet die menschliche Arbeitskraft, weil KI und Robotik keine Müdigkeit kennt, nicht krank wird (technische Probleme zukünftig durch automatisierte Reparatur-Einheiten behoben werden), Personalkosten gegen Null verschiebt und die Sozialsysteme aushöhlt! Der Überschuss an menschlicher Arbeitskraft vermindert den Wert menschlicher Arbeitskraft enorm. Institutionen wie der Internationale Währungsfonds, sowie Studien der Gewerkschaften und der Finanz-Unternehmen beziffern die durch KI betroffenen Berufsbereiche auf 40 – 60 % aller Arbeitsplätze weltweit! Übrig bleiben Beschäftigungsbereiche, die wenig Qualität und noch weniger Stundenlohn und Selbständigkeit ausmachen.
Vor allem aber implodieren die Sozialsysteme (Altersrenten, Gesundheitssysteme, staatliche Daseinsvorsorgebereiche etc.) des Sozialstaates, wenn nicht durch Politik aktive Gegensteuerung stattfindet, in dem die durch KI gesteuerte Produktivität sowohl besteuert wie auch bei KI-Wertschöpfungen äquivalente Sozialabgaben eingezogen werden. Parallel dazu sind die ungehemmten Ausdehnungen der wenigen globalen KI-Unternehmen zu regulieren und der Trend zur Monopolisierung zu stoppen.
Menschen müssen erkennen und zum Ausdruck bringen, dass so schnell wie möglich Regierungen mit Personal entstehen, die daran gemessen werden, ob sie die Würde des Menschen, die Sicherheit der Bevölkerung und den Sinn des gesellschaftlichen Lebens in einer KI-geformten Welt ohne die Kopplung an Erwerbsarbeit (Tausch der menschlichen Arbeitskraft gegen geringes Einkommen) garantieren kann!
Einschätzungen aufgrund von Studien durch Experten sehen eine dynamische Entwicklung der KI in drei Stufen:
Zurzeit findet – von wenigen großen Playern aus der KI-Tech-Branche realisiert – die Phase der Optimierung (*) der KI-Systeme statt. Die bisherige grenzenlose und unkontrollierte Sammlung von Daten und der Zugriff auf diese Ressourcen – ohne dafür die Wertschöpfung zu teilen – und die nur zur Steigerung der unermesslichen Vermögen für wenige Privilegierte verwendet wird, ist zu stoppen. Diese Systematik ist schon in dieser Phase nicht akzeptabel.
Es wird die Phase der Konzentration (*) folgen, die durch die Monopolisten mit ihrer Marktmacht und dem stetig steigenden Vermögenspotenzial jeglichen Wettbewerb verhindern werden. Die Abschottung dieses neuen KI-Ökonomie-Systems wird dazu führen, dass die Abhängigkeit der Staaten und ihrer Regierungen von den wenigen Konzernen total sein wird. Viele Berufsgruppen und Sektoren der bisherigen Wirtschaft werden in die Abhängigkeit der KI-Plattformen rutschen und werden zu einem Anhängsel der KI-Konzerne. Damit werden sie der Willkür der KI-Plattform-Konzerne ausgesetzt sein.
In der letzten Phase der Desintegration (*) wird die Ungleichheit und die Handlungsunfähigkeit festgeschrieben, nur zu diesem Zeitpunkt dann in einem ungleich höheren prozentualen Anteil als dies im neoliberalen Wirtschaftssystem und des Finanz-und Vermögenskapitalismus schon der Fall ist. (* Quelle: Essay von Stefan Borst in Philomag 2/26)
Die Demokratie als Gesellschaftsform wird nicht überleben. Die Selbstbestimmung und Blochs Vorstellung von erwünschter Realität… :
„Die Wurzel der Geschichte aber ist der arbeitende, schaffende, die Gegebenheiten umbildende und überholende Mensch. Hat er sich erfasst und das Seine ohne Entäußerung und Entfremdung in realer Demokratie begründet, so entsteht in der Welt etwas, das allen in die Kindheit scheint und worin noch niemand war: Heimat.“ ( Ernst Bloch – Prinzip Hoffnung)
… wird sich nicht mehr erfüllen können, wenn nicht die Menschen in den jeweiligen Staaten sich den Fragen stellen, was können wir tun, wenn die KI-Realität die menschliche Arbeit nicht länger mehr als Grundlage von selbstbestimmten Sinn und Freiheit in der Demokratie zulassen wird?
Eine Lösung – die diskutabel sein dürfte- lautet:
Produktivitäts-Besteuerung und Sozialabgaben äquivalent der menschlichen Arbeit staatlich einziehen! Damit werden der Verfall des gesellschaftlichen Zusammenhalts (Spaltung der Gesellschaft) und der Abbau von Solidarität verhindert!
Das bestehende Verständnis von Eigentum und dessen System gesetzlich verändern und die Produktionsmittel (Daten, Algorithmen, Server-Farmen, Plattformen der sozialen Medien und die KI-Programmier-Patente) dem Privateigentum entziehen und als Gemeingut rechtskräftig deklarieren.
KI gesteuerte Aneignung von Kompetenz (Wissen, Forschungsergebnisse und Erkenntnisse) ist ebenso zu verhindern und dem Zugriff der Geld-und Vermögensökonomie zu entziehen.
Eine begleitende Ethik zur KI-Ökonomie, die eine Verständnisverschiebung von Privateigentum hin zum Gemeingut betont und das Recht auf Allgemeingut über das des Privateigentums der Geldökonomie stellt, soll als gesetzliches Grundrecht definiert werden! Dieses neu formulierte Grundrecht ist eine notwendige Grundlage und Zielformulierung für den Erhalt der Demokratie.
Die Transformation der KI-Potenziale weg vom überholten Arbeitsbegriff hin zu einem Erhalt der Grundlagen des Lebens und dem Verständnis vom Sinn des menschlichen Lebens, welches im Hüten und Behüten der Demokratie und des Gleichgewichts von Ökologie und Ökonomie liegt, wäre eine Anpassungsleistung, die Blochs „Prinzip Hoffnung“ in eine neue – dem Wachstum der Geldökonomie entgegengesetzte – Richtung leiten würde.
Blochs Aphorismus würde dann – transformiert und unter Berücksichtigung der Punkte 1-5 und ihrer Bedeutungsänderungen – weiterhin lauten:
„Die Wurzel der Geschichte aber ist der arbeitende, schaffende, die Gegebenheiten umbildende und überholende Mensch. Hat er sich erfasst und das Seine ohne Entäußerung und Entfremdung in realer Demokratie begründet, so entsteht in der Welt etwas, das allen in die Kindheit scheint und worin noch niemand war: Heimat.“ ( Ernst Bloch – Prinzip Hoffnung)
Die Definition „der arbeitende, schaffende Mensch“ bedeutet dann: Wenn menschliche Würde und Wohlstand einst an Arbeit gebunden waren, müssen sie künftig an „Teilhabe, Kreativität, Fürsorge, Solidarität, Verteidigung und Behütung der Demokratie“ gebunden sein!
Und die Definition von „ die Gegebenheiten umbildende und überholende Mensch“ bedeutet dann: Arbeit gegen Einkommen verliert seine Berechtigung und wird ersetzt durch „KI-Wertschöpfung wird zum Gemeingut, welches der demokratischen Kontrolle unterliegt“ und die Monopolisten und deren Privateigentum an der Produktivität werden abgeschafft.
Und die Definition von „Hat er sich erfasst und das Seine ohne Entäußerung und Entfremdung in realer Demokratie begründet“ bedeutet: rechtsstaatlich gesichert ein Recht auf kostenlosen Zugang zu den KI-Potenzialen verankern, sowie den KI-geschaffenen Mehrwert als Gemeingut verwenden ! Und das in einem Staat, in dem die aufgeklärten Bürger mit einer überwachten Regierung harmonieren und nach den Regeln Karl Poppers agieren:
„Denn es gibt keine Freiheit, wenn sie nicht vom Staat geschützt wird; und umgekehrt: nur ein Staat, der von freien Bürgern überwacht wird, kann diesen überhaupt ein vernünftiges Ausmaß an Sicherheit gewähren.“ – Karl Popper
Statt Weitsicht – Bretter vor den Köpfen: Willkür-Realitäten unter Trump und Putin
„… immer war die Willkür fürchterlich.“ – Friedrich Schiller
„Die höchsten Güter der Menschheit sind menschlicher Willkür entzogen.“ – Seneca
In Memoriam: Robert Gernhardt
USA
„Es gibt kein gefährlicheres Beispiel, als wenn egomanische Figuren ihre Weltsicht mittels Willkür und Gewalt einführen.“ JWB
Trump sprach zu seinen Eleven:
Ihr seid alle dabei gewesen!
Trump droht allen fremden Wesen:
Haut ab, lernt erstmal lesen.
Trump verspricht den Europäern:
Merkt es euch, ich werde mich nicht ändern.
Russland
„Der Staat hat ihnen verboten zu schreiben, er verbietet, die Wahrheit zu sagen, das ist Willkür, aber sie sprechen anläßlich dieser Willkür unbekümmert von den Rechten und Prärogativen des Staates – und es will einem einfach nicht in den Kopf.“ – Anton Tschechow
Putin fordert in seinen Datschen:
Ihr sollt nach meinen Reden klatschen!
Putin warnte den Iran (*):
Trump verspreche, ihr seid bald dran!
Putin lamentiert im Irgendwo:
Blinis isst man nicht mit Majo!
(*) Trump zu den Vorgängen im Iran – oder die Ironie nach dem Motto: Das gleiche Versagen im Umgang mit der eigenen Bevölkerung ist längst nicht das Gleiche!
Version vom 13.01.2026 / 19:25 Uhr
10. Januar 2026
von JvHS Kommentare deaktiviert für María Corina Machados Irrweg und Irrsinn, ihren Friedensnobelpreis an Trump weitergeben zu wollen!
„Es ist eine uralte List der Despotie, ihre Opfer zu schmähen und zu erniedrigen und ihre Unterdrückung zu rechtfertigen.“ – Hedwig Dohm (1876 in „Der Frauen Natur und Recht. Zur Frauenfrage.“)
Welches Sakrileg und welche Herabwürdigung die Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado mit ihrer geplanten Übergabe des Friedensnobelpreises begeht, scheint ihr nicht richtig klar zu sein. Leider macht sich die Friedensnobelpreisträgerin 2025 María Corina Machado – Oppositionsführerin in Venezuela mit dem verurteilten Straftäter Trump gemein! Welcher Hohn dieses Vorhaben von ihr enthält, lässt sich erst ermessen, wenn die Begründung für die Ernennung und Preisübergabe in den Fokus gerückt wird:
Zitat:
„Sie erhalte den Preis für ihren „unermüdlichen Einsatz“ für die demokratischen Rechte des venezolanischen Volkes, sagte der Komiteevorsitzende Jorgen Watne Frydnes. Die venezolanische Oppositionsführerin gilt als entschiedene Widersacherin des autoritären Präsidenten Nicolás Maduro. „Als Anführerin der Demokratiebewegung in Venezuela ist Machado eines der außergewöhnlichsten Beispiele zivilen Mutes im Lateinamerika der jüngeren Zeit“, heißt es in der Erklärung des Komitees.
„In einer Zeit, in der die Demokratie bedroht ist, ist es wichtiger denn je, diese Gemeinsamkeit zu verteidigen“, appellierte das Nobelkomitee. Wenn autoritäre Regime die Macht ergreifen, sei es entscheidend, mutige Verteidiger der Freiheit anzuerkennen.“
Zitatende
Es ist der pure Hohn, wenn sie diesen Preis an einen egomanischen Despoten wie Trump übergibt, der die Demokratie in den USA in allen Grundlagen zerstört: die Rechtsstaatlichkeit seiner Kontrolle und Auslegung unterwirft, die demokratische Verfassung umgeht und ersetzt durch willkürliche Dekrete, die Freiheit der Mehrheit der US-Amerikaner bedroht, das Völkerrecht und die Menschenrechte missachtet, die Meinungs- und Pressefreiheit einschränkt und alle, die aus berechtigten Gründen in Opposition zu ihm treten – ob im Inland oder Ausland – verfolgt und bedroht.
„Du angeblicher Hort der Tugend, wo unschuldige Kinder zu ihrer ersten Lüge gefoltert werden, wo die Willenskraft durch Despotie zerbröckelt wird, wo engstirniger Egoismus das Selbstgefühl töten.“ – Johan August Strindberg
Machado macht sich selber klein, wenn sie ihren Friedensnobelpreis an Trump weiterleitet! Wenn sie glaubt, dass sie den Preis nicht verdient habe, sollte sie ihn an das Komitee in Stockholm zurückgeben, einschließlich der damit verbundenen Geldsumme! Das Auswahlkomitee hat ausdrücklich Trump nicht den Preis anerkennen wollen. Was auch immer Machado mit der Weitergabe sich erhofft, ihre geplante Weitergabe ist ein Sakrileg und eine Herabwürdigung der Verdienste aller Preisträger vor ihr! Sie brüskiert zudem das Auswahlkomitee!
„Im Übrigen würde sie damit auch gegen die Statuten des Nobelpreiskomitees verstoßen: »Ein Nobelpreis kann weder aberkannt, geteilt noch an andere übertragen werden. Sobald die Vergabe bekannt gegeben wurde, ist die Entscheidung endgültig«, teilt das Nobelpreiskomitee auf seiner Website mit. Dort heißt es weiter: »Gemäß § 10 der Statuten der Nobelstiftung ›ist gegen die Entscheidung eines Preisverleihungsgremiums hinsichtlich der Vergabe eines Preises kein Rechtsmittel zulässig.‹« Auch habe Alfred Nobels Testament keine solche Möglichkeit erwähnt.“ (Quelle: Spiegel)
Sie stellt mit diesem Vorhaben ein exemplarisches Beispiel dafür dar, dass sich kungeln, unterwerfen und ducken der falsche Ansatz zur Befreiung von Despoten ist. Das müsste sie aus den Erfahrungen mit dem Despoten im eigenen Land doch kennen!