Im ablaufenden Jahr 2025 feierte das Unternehmen Leica Camera AG den Beginn ihres 100 Jahre dauernden Erfolges seit der 1925 produzierten Leica I, der ersten seriengefertigten Kleinbildkamera der Welt! Die Leica III f und die Leica III g sind die letzten Leicas mit Schraubgewinde. (Die jeweils mit weniger Ausstattungsmerkmale verbundenen Version II und I f respektive IIg und Ig sind dabei eingeschlossen!) Übersicht: Schraubleicas
Innovationen führten jeweils zu neuen Erfolgen. 1954 wurde mit der M3 der Bajonett-Anschluss eingeführt, welcher einen schnelleren Objektiv-Wechsel ermöglichte. Zum technologischen Fortschritt dieser M-Modellreihe gehörte auch die Einführung eines integrierten Messsuchers, der mittels wechselnder Rahmen im Sucher die vom jeweiligen Objektiv erfassten Bereiche kennzeichnete. Die M6 ist die letzte analoge Mess-Sucherkamera (Kleinbildfilm), bei der manuell die Belichtungsparameter (Blende/Zeiten) eingestellt werden müssen, die auch bis heute – in einer neuen Auflage – produziert wird. Die nachfolgende analoge M7 belichtete mit einer elektronischen Automatik. Übersicht: M-Bajonett – Varianten
Das System der Spiegelreflexkameras boten die Leitz-Werke deutlich später an als die Konkurrenz. Die Eigenlösungen aus Leicaflex (ohne TTL-Lichtmessung 1964) und die Weiterentwicklungen der Leicaflex SL 1968 und Leicaflex SL2 1974 mit Belichtungsmessung durch das Objektiv (TTL), jedoch komplett mit mechanischem Aufbau waren exzellente Produkte der feinmechanischen Kompetenz.
Die technischen Entwicklungen der Leica-Modelle sind der eine Teil der Geschichte, gleichzeitig ermöglichten die Leica-Kameras (von den Schraubmodellen bis zur heutigen digitalen Fotografie) jeweils auch den Aufstieg der Printmedien durch immer bessere Kameras. Berühmte Fotografen wie Henri Cartier-Bresson, Ara Güler oder Joel Meyerowitz, die ihre Leica-Schraubgewinde-Kameras nutzten, um neue Sehweisen einzuführen und Fotos machten, die als Ikonen des Zeitgeistes schon in den dreißiger und vierziger Jahre des letzten Jahrhunderts galten.
Das setzte sich in den Nachkriegszeiten fort mit Fotografinnen und Fotografen wie Barbara Klemm oder Thomas Hoepker, die mit ihren Leicas (von den M-Modellen bis zu den Leicaflex-Modellen) Reportagen über den Vietnamkrieg produzierten, sowie über Demonstrationen gegen den Vietnamkrieg berichteten und mit eindrucksvollen Fotos ihre Artikel ergänzten. Weitere Themen wie die aufkommenden Proteste gegen die Atommüll-Fahrten durch Deutschland dokumentierten die zeitgeistigen Veränderungen in der Gesellschaft. Portraits mit der Leica zu machen über außergewöhnliche Menschen wie Muhammad Ali als überragenden Boxer Mitte der 1960er Jahre ermöglichten besondere Bilder, ebenso wie die Fotos über die Freilassung von Nelson Mandela oder vom gewaltlosen Widerstand gegen Unterdrückung und Armut als Bestandteil der Befreiungsanstrengungen von Erzbischof Desmond Tuto in Südafrika gegen das Apartheit-System.
Leicas der M-Modell von der Leica M4 bis zur Leica M6 waren zuverlässige Arbeitsmittel. Sie begleiteten die Arbeit der Fotografen, die in den 1960er, -70er und -80er Jahre die Pop-Kultur von Andy Warhol oder Keith Haring fotografisch festhielten.
Den Einstieg in die digitale Fotografie verpasste Leica gegenüber den Wettbewerbern ein weiteres Mal wie schon bei den verspätet entwickelten Spiegelreflex-Reflex-Modellen der Leicaflex-Modellreihe. So kam erst 2006 mit der Leica M8 das erste digitale M-Modell auf den Markt!
Wie der Fortschritt in diesem Segment sich bei Leica entwickelte, das lässt sich im Beitrag „Leica Zeitreise durch ein Jahrhundert“ verfolgen.
Die Leica Camera AG stellt zum Ende des Jahres 2025 mit einer gelungene Mischung aus Firmen-Zeitgeschichte und technischem Fortschritt nicht nur einen unterhaltsamen Einblick in die letzten 100 Jahre von der Leica I (1924) bis zur digitalen Leica M11 dar, sondern verknüpft gesellschaftlich-politische Zeit- und Kulturgeschichte des gleichen Zeitraums miteinander und ermöglicht einen lehrreichen Einblick in die letzten 100 Jahre mit ihrem Beitrag: Eine „Leica Zeitreise durch ein Jahrhundert“ ! Ein vergnüglicher Blick in die menschliche Geschichte ,mit dem Fokus auf Fotografie und ein positiver Rückblick in das Jahr 2025.
Zum Neuen Jahr
Will das Glück nach seinem Sinn
Dir was Gutes schenken,
Sage Dank und nimm es hin
Ohne viel Bedenken.
Jede Gabe sei begrüßt,
Doch vor allen Dingen:
Das, worum du dich bemühst,
Möge dir gelingen.
Wilhelm Busch
In diesem Sinne: Rückwärts die Geschichte analysieren und vorwärts mit diesen Erkenntnissen das Jahr gestalten! Dann wird´s auch was mit der wehrhaften Demokratie und mit der Abwehr der Anti-Demokraten der AfD!














