
Leo Windeln in seinem Atelier und Ausstellungsraum vor seinem Bild „Kitscher Bruch“
„Aber hat Natur uns viel entzogen, war die Kunst uns freundlich doch gewogen, unser Herz erwärmt an ihrem Licht.“ – Friedrich Schiller“
Leo Windeln ist Konstrukteur im Hauptberuf. Nicht weniger wichtig ist ihm die Landschaftsmalerei. Sein Vater war ihm als Kind schon Vorbild und vermittelte ihm die Wertschätzung für diesen kreativen Vorgang. Seine erste Ausstellung hatte er schon 1980 als Jugendlicher. Den Kunstinteressenten empfängt Leo Windeln in einem großzügigen Raum, in dem er eine Auswahl seiner Werke zeigt.

„Ihre Bilder sind Balsam für die Seele“, habe einmal eine Besucherin seine Exponate beschrieben. Sowohl seine Bilder wie der gesamte Raum strahlen eine Ruhe aus, die sich nicht zuletzt aus der sorgsam komponierten Form- und Farbgestaltung seiner Motive speist.
Sie zeigen oft Landschaften aus der Heimat, die so detailgenaue Ausschnitte wiedergeben, dass der Betrachter den Ort wiedererkennt. Und dennoch haben sie weit über ihren Realismus hinaus eine innere Leuchtkraft, auch weil das heimliche und eigentliche Motiv seiner Landschaftsbilder die unterschiedlichen Lichtsituationen sind. „Das Licht einzufangen ist eine Leidenschaft“, bekennt Windeln und fügt an, dass William Turner und Caspar David Friedrich zu seinen Vorbildern gehören.
An der Technik seiner in Öl gemalten Bilder arbeitet er ständig. Die Liebe zum Detail und die notwendige Geduld beim Aufbringen der Farbschichten mit der „Nass-in-Nass-Technik“ bringe er gerne auf, betont er im Gespräch. Das Malen auf Leinwand sei für ihn auch der Gegenpol zur Hektik in seinem Arbeitsleben als Konstrukteur. Die Ölfarben mischt er selber aus der ganzen Farbpalette, nur Schwarz habe er bewusst daraus verbannt.

„An dem Bild aus dem Kitscher Bruch zwischen Karken und Haaren habe ich rund 150 Stunden gearbeitet“, betont Windeln. Das fast nur aus Grüntönen bestehende Bild fasziniert durch seine Lichtstimmungen und die meditative Wirkung für den Betrachter. Es sei an einen Kunstsammler nach Hongkong verkauft, verrät er nicht ganz ohne Stolz. Die Nähe zu den englischen Landschaftsmalern wie John Constable ist Windeln wohl selber nicht bewusst.

Winterliche Rur
Auch seine anderen Motive wie der Blick auf den Lago Laprello oder auf die winterliche Rur oder eine Wiesenlandschaft zeigen die innewohnende Leuchtkraft seiner Bilder. Die Liebe zum Detail, sei es die Ausgestaltung einer Brennnessel oder das sich verfärbende Blatt an einem Strauch, gehört ebenso zu seinen Bildern wie das Einfangen der Lichtstimmungen. Das Streben nach der Perfektion, wie bei seinen künstlerischen Vorbildern, wird nachvollziehbar und macht den Charme seiner Malerei aus.

Wiesenlandschaft

Blick auf den Lago Laprello – Heinsberg
Kontakt zum Künstler und erste Eindrücke sind über das Internet „www.leo-windeln.de“(*) möglich. Am 05. und 06. Mai 2018 ist die Ausstellung für alle Interessierten während der Kunsttour – Tag der offenen Ateliers und Galerien im Kreis Heinsberg – geöffnet. (jwb)
(*) Verweise auf Presse-Berichte

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Version vom 08. Mai 2018 – wieder eingestellt nach Serverumzug