Willst Du das Leben unbedingt verstehen, Dann gestalte bewusst, besonnen und auch fest. Lass niemals nur den Tag geschehen. Halt inne und bleib manchmal stehen, vergiss jedoch nicht das Weitergehen! Denn Verstehen Dir Einsicht schenken lässt. (JWB )
Es war einmal ein Leben, eingebunden in die Natur in Schweden. Anhaltend die – wie mit Puderzucker eingehüllte – Einsamkeit, und dennoch jederzeit leicht zu ertragen, weil das Licht – erhabend wirkend – jede Schmerzlichkeit umschmeichelnd linderte.
Und so fiel es leicht, das Leben zu gestalten und zu feiern!
Was auch geschehen mag – gib´ niemals auf! Das Leben wird trotz Blitzschlag weitergehen. Natur-Ereignisse verändern das Leben in Raum und Zeit. Mut und Gestaltungskraft lassen das nachfolgende Leben gelingend gestalten!
Es war einmal I …. so fangen meistens Märchen an!
Es war einmal… diesen Anfang lieben Kinder und er ist das Signal fürs Vorlesen und Zuhören, wenn die Großeltern/Eltern am Abend Märchen erzählen. Die Länge der Andersen Märchen ist für das Vorlesen am Abend geeignet, weil kurz genug, um bis zur Schlafenszeit erzählt zu werden.
Die Dramaturgie der Märchen ist – zumindest bestimmten Jahrgängen unter uns – noch bekannt. Die Helden bekämpfen die Bösen, am Ende steht das Happyend; es wird geheiratet, Kinder bereichern das Familienleben, die gefundenen Schätze lassen auf eine Versorgung im Alter hoffen, ohne den Rentenbeginn auf das 67. Lebensjahr oder darüber hinaus hochzuschrauben.
Kurz gesagt, dem o.g. Anfangssignal gesellt sich ein Endsignal zu: und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.
Es war einmal II … (Wiedereinstellung eines Textes aus 2010)
Es war einmal ein „Kronortorp“, auch um sein Überleben kämpften Alltagshelden, leider stand aber schon nach kurzer Zeit fest: es ist gestorben und überlebte nicht!
„Ein Haus stand in Flammen. Der Blitz war eingeschlagen!“ – lautete die Titelzeile der Zeitung!
Vor mehr als 16 Jahren, am 10. August 2009 erreicht mich ein Anruf von meinem besten Freund in Schweden, einer meiner Heimatorte. „ Johannes, hej, hur mar du ?“ –“ Johannes, wie geht es dir?“ Es folgen 1-2 Minuten fröhlicher Antwort meinerseits, bis mein Freund Jan aus Schweden mich unterbricht: „Ursäkta, men jag ringer för att berätta att ditt hus har brunnit ner“. – „Sorry, ich telefoniere, weil dein Haus niedergebrannt ist.“
Kein Happy-End – aber das Ende eines persönlichen Märchens. Und die Welt drehte sich weiter.
12. Juni 2026
von JvHS Kommentare deaktiviert für Demokratie bedeutet, Brücken zu bauen und gemeinsam zu nutzen! Rechtsextremismus á la AfD ist antidemokratisch!
Demokratie bedeutet, Brücken zu bauen und gemeinsam zu nutzen zur Überwindung von Widerständen und Hindernissen…
Das Gegenteil wollen undemokratische und extremistische Figuren wie: Markus Frohnmaier, Bundesvorsitzender der Jungen Alternative (JA) im Jahr 2017 bis Febr. 2018 (Stand heute, 12.06.2026: seit 2017 Bundestagsabgeordneter der AfD)
„Ich sage diesen linken Gesinnungsterroristen, diesem Parteienfilz ganz klar: Wenn wir kommen, dann wird aufgeräumt, dann wird ausgemistet, dann wird wieder Politik für das Volk und nur für das Volk gemacht – denn wir sind das Volk, liebe Freunde.“
Wessen Gesinnung dieser Phrasendrescher ist, kann an der Wortwahl und an seinen Aussagen abgelesen werden. Und nein, ihr Wähler und Parteimitglieder der AfD, ihr seid nicht das Volk, sondern eher die „Armseligkeit für Deutschland“. Ihr seid ein kleinerer Teil der Gesellschaft, die es euch gestattet, unerträgliche, menschenfeindliche und verfasssungsgefährdende Meinungen wie diese zu äußern, weil wir eine demokratische Gesellschaft sind, wir als Demokraten aber eine Bedrohung unserer Demokratie nicht hinnehmen werden!
Die indirekte Terrorandrohung verdient die Aufmerksamkeit von BKA und Verfassungsschutz. Aussagen wie diese sind den Unterstützern der „AfD“ – und nein, mit dieser Gesinnung ist diese Sammlungsbewegung keine Alternative – als Spiegel vorzuhalten. Es sind klar neofaschistische und neonazistische Gedanken, und soweit sie im pseudo-intellektuellen Milieu sich bewegen, sind sie Vertreter und Anhänger autoritärer Staatsmodelle, die nur Unfreiheit und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit praktizieren!
(Exemplarisches Beispiel für die antidemokratische und menschenfeindliche Zielsetzung sind Einrichtungen wie: Das „Institut für Staatspolitik“ >2000-2024: aufgelöst<, welches nach eigenem Selbstverständnis eine Vordenkerfunktion habe. Gründer: Götz Kubitschek und Karlheinz Weißmann, sind regelmäßige Autoren und Gesprächspartner in der Jungen Freiheit – eine Kampfschrift der Neuen Rechten.) {(1)}
Wir brauchen kein weiteres „tausendjähriges Reich“, in dem Ausgrenzung und Genozid zum Handlungsrepertoire gehörten. An der Sprache ist Gesinnung, Haltung und Ideologie zu erkennen: es ist der Jargon der rechtsextremistischen Nazis und Menschenfeinde! Und Nazis muss man Nazis nennen. Und Rassisten eben Rassisten.
Das Zulassen und Schüren von Vorurteilen – auch das mit rhetorischen Mitteln verdeckte Anstacheln und Gutheißen rassistischer Haltung – trägt zum Anwachsen des gewalttätigen Verhaltens bei. Aus dieser Verantwortung kann sich Herr Gauland (Stand: 2017 Vorsitzender der AfD) nicht wegstehlen.
10. Juni 2026
von JvHS Kommentare deaktiviert für Zivilgesellschaft als Verteidigung der Demokratie – Vereine und ihre Satzungen verändern – direkte Demokratie
Dass politische Parteien um Einfluss und Macht ringen, ist keine neue Erkenntnis. Doch die parlamentarische Demokratie wandelte sich im Laufe der letzten Jahrzehnte immer mehr in eine Parteien-Demokratie, in der die Parteiführungen die Richtung vorgab.
In seinem Buch „Eine (parlamentarische) Demokratie haben wir schon lange nicht mehr“ beschreibt der Diplom Politologe, Journalist und Autor Wolfgang J. Koschnick die Umwandlung der parlamentarischen Demokratie in eine Funktionärs-Autokratie, in der die Parteifunktionäre (Generalsekretäre der Parteien) nach Vorgabe der Entscheidungsträger (Vorstand und Vorsitz) die politische Richtung. Im Parlament sind die gewählten Abgeordneten der verlängerte Arm der Parteifunktionäre. Die jeweilige Fraktionsführung sorgt für die notwendigen Geschlossenheit und Disziplin und die Umsetzung der gesinnungsformulierten Ziele. Obwohl die gewählten Abgeordneten nur ihrem eigenen Gewissen und ihrer Wählerschaft verpflichtet sind, wird allem Anschein nach die Vorgabe für politische Ziele durch Abnicken bei den Abstimmungen ermöglicht.
Damit wird die Grundstruktur der parlamentarischen Demokratie verändert und in eine Parteien-Demokratie umgewandelt.
Der gelernte Volkswirt und Politikwissenschaftler Wolfgang J. Koschnick war enger Mitarbeiter der Leiterin des Allensbacher Institut für Demoskopie, Elisabeth Noelle-Neumann Noelle. Er nimmt in seinem Buch kein Blatt vor den Mund!
Auszüge und Zitate aus dem Buch von Wolfgang J- Koschnick:
„Die Herrschaft von Berufspolitikern, die in politischen Parteien organisiert sind und ihre Macht mit ihrer Hilfe gewinnen und erhalten, über der Bevölkerung verfestigt hat. Es ist eine politische Kaste mit eigenen Gewohnheiten, Ressourcen, Interessen und klarer Abgrenzung vom Rest der Gesellschaft. Sie dient auch nicht der Mehrheit der Bevölkerung, sondern außer sich selbst nur der verschwindend kleinen Minderheit der Reichen und Superreichen. Sie sind die willigen Helfer und Helfershelfer des Kapitals.“
„Über Parlamentarier, die komfortable Diäten und sonstige Vergünstigungen kassieren, Plenarsitzungen schwänzen, mit den Lobbyisten kungeln und sich nebenher zusätzliche Geldquellen auftun, denken die Bürger nichts Gutes.“
„Das politische System ist so weit erstarrt, dass die von der Bevölkerung losgelösten Berufspolitiker noch nicht einmal mehr so zu tun brauchen, als verträten sie das Gemeinwohl. Sie leben in ihrer eigenen Welt und sind eine Kaste für sich, die sich weitgehend von der breiten Bevölkerung losgelöst hat.“
„Bis vor kurzem, noch in die 1980er Jahre hinein, schien es so, als könnte die Demokratie tatsächlich ein gewisses Maß an echter sozialer Gerechtigkeit gewährleisten.“
>>Neoliberale Kapitalisten hatten genug Zeit, um zu lernen, wie man sie untergräbt. Sie verstehen sich meisterlich in der Technik, die Instrumente der Demokratie zu infiltrieren – die >unabhängige< Justiz, die >freie< Presse, das Parlament – und sie zu ihren Zwecken umzuformen.«
„Die Völker der demokratischen Staaten sehen sich von Oligarchien beherrscht, die ihre eigenen, höchst eigennützigen Interessen verfolgen und sich nicht mehr um die wirtschaftlichen, sozialen, politischen und kulturellen Interessen der Menschen scheren, die sie eigentlich vertreten sollen. Die Wirtschafts- und Sozialpolitik aller entwickelten Demokratien geht seit Jahrzehnten in stets wachsendem Maße an den Bedürfnissen und Interessen der Bevölkerungsmehrheit vorbei und richtet sich zunehmend gegen die eigene Bevölkerung.“
Oligarchen und Egomanen als Präsidenten á la Trump missbrauchen ihre Macht und agieren mit Willkür und an den Parlamenten und der Verfassung vorbei mittels Dekrete! Das ist eine Methode, welche die rechts- und linksextremistische Parteien im Nationalsozialismus der Hitler-Diktatur und des DDR-Terrorsystems anwendeten.
Mit der AfD ist eine pseudo-demokratische Partei entstanden, welche die Tradition des rechtsextremistischen Unterdrückungs- und Terrorsystems wieder aufleben lässt. Dabei spielt sie das „Lied der Volksnähe“ und lockt mit populistischen Vorurteilen und propagiert menschenfeindliche Vorgehensweisen als Weg die Andersdenkenden als Feinde auszuschließen.
Das Sündenbock-System hat wieder Konjunktur und willige Helferlein praktizieren die gewaltbereite „Entfernung“ der unerwünschten Konkurrenz. Trumps Vorgehensweise steht dafür Pate.
Ein weiterer Angriff auf die schon geschwächte Demokratie steht in Deutschland bei den nächsten Landtagswahlen in den östlichen Bundesländern bevor. Die Parteien-Demokratie sieht diesem Treiben zu.
Zitat aus Koschnicks Buch:
„Die Superreichen des Geldadels arbeiten nicht und sie leisten nichts. Sie lassen ihr Kapital arbeiten. Sie sind keine Unternehmensgründer und auch keine Unternehmenslenker. Sie sind Anleger und verwalten das Vermögen, das ihre Väter und Großväter geschaffen haben.
Doch Geldvermehrung durch Vermögensverwaltung ist keine Leistung. Die Geldelite ist auch keine Leistungselite. Die demokratische Politik hat diese gigantische Umverteilung von unten nach oben auf jeden Fall nicht verhindert. Im Gegenteil, sie hat nach Kräften mitgeholfen, sie wachsen und gedeihen zu lassen.
Die entwickelten Demokratien sind keine Leistungsgesellschaften mehr. Sie haben sich selbst von Leistungsgesellschaften zu ergebenen Dienern und Handlangern des Kapitals gewandelt. Wer mit seinem Vermögen Geld verdient, zahlt pauschal 25 Prozent Kapitalertragssteuer. Wer sein Einkommen durch Arbeit erzielt, zahlt hingegen bis zu 45 Prozent.“
Ist Direkte Demokratie – die Lösung aller Probleme? Zumindest sollte die Zivilgesellschaft (Vereine, NGOs und Vereinigungen der offenen Gesellschaft) ihren Feinden und ihre Gefährdung der Demokratien Gegenwehr entgegenbringen.
Vereine gehören zur Zivilgesellschaft und haben die Möglichkeit in ihren Satzungen rechtsextremistisch Agierende und ihre menschenfeindliche Intoleranz auszuschließen. Es sollten alle Vereine, die zur Verteidigung der Demokratie bereit sind, ihre Satzungen überarbeiten und Ergänzungen einfügen, um die Feinde der Demokratie abzuwehren. Was sie dürfen, das wird im Ratgeber „Umgang mit Rechtsextreme á la AfD“ der Bundeszentrale für politische Bild (bpb) aufgeführt.
Der Autor Arne Semsrott – stellt in seinem Buch „Gegenmacht“ – eine Möglichkeit vor, den Weg der in Teilen rechtsextremistischen Partei AfD und ihr Ziel, die Autokratie für Deutschland einzuführen, zu verhindern, in dem die Zivilgesellschaft gestärkt wird.
Zitat Semsrott: „Menschen im Stich zu lassen, ist keine Option. Außerdem ist nichts entschieden – es gibt keinen Automatismus in eine Richtung. Die Geschichte zeigt, dass die extreme Rechte gewinnt, wenn andere nachgeben.“
taz: Was also tun?
Semsrott: „Umso wichtiger ist das Engagement – und das Schöne dabei ist: In dem Moment, wo man gemeinsam etwas tut, wird die Ohnmacht durch Hoffnung ersetzt.“
10. Juni 2026
von JvHS Kommentare deaktiviert für An die Parlamentarier im Bundestag – die Art und Weise des eigenen Sterbens ist privat oder Sache der Volksabstimmung – reloaded Text
Teil 1 des Rückgriffs auf einen Blog-Text aus dem Jahr 2015!
Da beschließen die Mitglieder des Bundestages, dass Deutschland sich am Kriegseinsatz eines Angriffskrieges in Syrien beteiligen wird.
Sind diese Parlamentarier von allen guten Geistern verlassen?
Welche Verantwortungslosigkeit offenbart sich denn da?
Ist das ein rein mechanisches Funktionieren im Verbund der Fraktionen?
„Cheffe“ mach` vor, wir machen nach?
Was war da noch eingeschaltet? Nur das Mobilphone, nicht jedoch der Verstand?
So manches Interview dieser Platzinhaber des Parlaments lässt den Verdacht aufkommen, dass nicht mal rudimentäre Kenntnisse des Grundgesetzes vorhanden sind!
Viele dieser sogenannten Volksvertreter haben noch vor kurzem einem Gesetzentwurf zugestimmt, dass die geschäftsmäßige Sterbehilfe verboten wird und straffällig ist! Das haben diese „Volksvertreter“ ohne eine Volksabstimmung dem Volk aufgezwungen, ohne dass sie dafür ein Mandat hatten.
Zitat: Thomas Fischer, Vorsitzender Richter am Bundesgerichtshof, formulierte zu Recht:
„Aber Sie haben, bei aller Theorie zu Artikel 38 Grundgesetz, kein Mandat, über die Existenz des Menschen und über den Inhalt der Menschenwürde zu entscheiden. Lassen Sie die Bürger in Ruhe, was den Tod betrifft, und kümmern Sie sich um Ihren eigenen. Sie machen sich lächerlich, wenn Sie das Gegenteil versuchen. Da mögen Sie in Ihren Entwürfen und „Todesgutachten“ kramen, so lang und aufgeregt und wichtig auch immer Sie wollen – das Leben selbst und der Tod lassen Sie immer extrem klein zurück.“ Zitatende (Quelle: hier!)
Einschub aus aktuellen Gründen, um die Gefährdung der Menschen durch Entwicklungen zu menschenfeindlichen Verhalten zu betonen.
Angriffskriege sind keine Option, auch nicht mit sogenannten Verbündeten, die ihr eigenes Süppchen des Todes und der Vernichtung kochen wollen. Exemplarische Beispiele sind Putin, Trump und Konsorten.
Verteidigung gegen die Angreifer ist dagegen Pflicht, auch und besonders, weil die Freiheit nicht ohne die Freiheit des Mitmenschen mitzudenken möglich sein kann. Widerstand gegen jede Okkupation und Unterdrückung ist als Schutz gegen die drohende Unfreiheit und aus Verantwortung für sich und die Mitmenschen berechtigt und moralisch-ethisch ein notwendiges Handeln – egal, welches Motiv der Angreifer vorgibt.
Und dennoch bezeugen alle Generationen, die einen Krieg abwenden mussten, um nicht in Terrorsysteme zu landen, dass das Töten und erst recht die Kriegsverbrechen folgenreich über lange Jahre für alle Beteiligte waren und sein werden. Deshalb ist es ebenfalls sinnvoll, vernünftig und notwendig, Entwicklungen der Machtübernahme durch Personen und Gruppierungen, die als Egomanen eine Autokratie oder Diktatur errichten wollen, zu verhindern. Nie wieder Krieg setzt genau diese Abwehr der Machtkonzentration – egal, ob politisch, religiös oder ökonomisch ausgerichtet – voraus!
Der nachfolgende Text stammt aus dem Jahr 2015 und ist die Fortsetzung und Teil2 des Rückgriffs auf den damaligen Blog-Text mit dem Schwerpunkt – Sterbehilfe und Kriegsbeteiligung!
Nun entscheiden diese gleichen Abgeordneten, einer potentiell ungleich höheren Wirksamkeit von „geschäftsmäßiger Sterbehilfe“ – dem Krieg – mit wehenden Fahnen eines falsch verstandenen Bündnisses mehrheitlich zuzustimmen und beteiligen Deutschland
an einen Angriffs-Krieg gegen Syrien. Da mögen die Parlamentarier der Parteien mit den „C“ im Namen doch unbedingt daran erinnert werden und sich fragen lassen: „Wie werden Sie Ihrem Gott am Tag des Jüngsten Gerichts alle diese Kriege, denen Sie zugestimmt haben, erklären und begründen? Wie rechtfertigen Sie Ihrem Gott all das Leid, das Sie damit noch forciert haben?“
Es steht außer Zweifel, dass den Mordbanden, die sich auf einen nicht vorhanden „Islamischen Staat“ berufen, Einhalt geboten werden muss! Das aber kann auf vielerlei Wegen außerhalb eines Krieges erfolgen.
Zum Beispiel, in dem die Geschäfte der IS-Mörderbanden lahmgelegt werden. Die Handelspartner in den Nachbarstaaten sanktioniert werden. Die Geldströme ausgetrocknet werden. Waffenlieferungen verhindert werden und Waffenhändler festgesetzt werden. Aber noch viel dringender ist, dass die finanzielle Stärkung der gesellschaftlichen Gruppen vorgenommen werden, denen man in den zerstörten Regionen die Lebensgrundlage entzogen hat und die Milliarden Euro, die für den Krieg gedacht sind, für den Neuaufbau vorzusehen. Jedoch nicht im Stil von Donald Trump, dass ganze Regionen als „Spielwiese für das Vergnügen der Milliardäre“ neu gebaut werden, sondern dass den Geschädigten und den redlichen Menschen, denen durch die Zerstörung ihrer Wohnungen und Arbeitsplätze die Lebensgrundlage entzogen wurden, finanzielle Entschädigungen gezahlt werden! Die Basis für den Wiederaufbau ihrer Heimat.
Zudem ist die Ausdehnung von Machtansprüchen und Sicherung der Einflusssphären des Finanzkapitalismus neoliberaler Provenienz zu Lasten der Völker zu verhindern. Verträge zwischen den fremdgesteuerten religiösen und politischen Blöcken müssen geschlossen werden und alle „Think-Tanks“ mit ihrem Denk- und Planungspotenzial einzusetzen, um Lösungen zu erarbeiten, friedliche Wege zu gehen!
Das Modell der parlamentarischen Demokratie muss die Parteien-Demokratie wieder ersetzen. Ergänzt durch demokratische Mitbeteiligung durch Bürgerräte und Volksabstimmungen, die das Geflecht der Lobbyisten und der Klientel-Politik mit affiner Gefährdung der Parlamente durch Korruption durchbrechen und zukünftig unterbinden. Bekämpfen Sie die Armut, verhindern Sie Rahmenbedingungen á la TTIP-Freihandelsverträge und legen Sie den Fokus wieder auf die Menschenrechte. Und wirken Sie auf gerechte und würdevolle Anteilnahme an einem menschenwürdigen Leben hin. (*)
Uns, dem Volk vorzuschreiben, welche Freiheiten und Hilfen wir im Falle eines selbstbestimmten Todes haben sollen, das maßen Sie sich an, obwohl Sie dazu nie und nimmer ein Mandat hatten!
Sie maßen sich aber noch viel zynischer an, Menschen einen fremdbestimmten Tod durch Beteiligung an Angriffs-Kriege zu bringen, obwohl genau dies die Bürger eines Landes nicht wollen. Dazu haben Sie noch viel weniger ein Mandat!
(**) Update vom 10.12.2015
Die Regierung handelt kopflos – das ist gefährlich! schreibt Arno Luik im Stern. (Quelle; abgerufen am 10.12.15)
(*) Update 08.12.2015
Die Konstruktion der EU ist zum Nachteil der EU-Bevölkerung gebaut. Daran haben die nationalen wie die EU-Parlamentarier großen Anteil. Wenn Staaten sich für eine Aufnahme in die EU bemühen, ist es ein leichtes Unterfangen, diese auf ethische Grundsätze zu verpflichten. Beispielsweise dafür, dass diese Staaten keine Steueroasen bilden und sich nach der Aufnahme nur ihren nationalistischen Tendenzen widmen. Ungarn, Polen als exemplarische Beispiele bauen ihren Staat unter Ausbeutung der EU-Fördergelder zu einer Diktatur um, verstoßen gegen Verträge (z.B. in der Asylpolitik) und zerstören die notwendigen Elemente einer demokratischen Grundlage (Abbau der Pressefreiheit)(Einfügung: Status 2015!).
Andere Staaten wie Malta, Litauen, Niederlande und insbesondere Luxemburg errichten Steueroasen inmitten der EU-Gemeinschaft. Sie entziehen der gesamten EU und insbesondere den Nachbarstaaten notwendige Steuereinnahmen. Vergleichbar einem parasitären Aussaugen, verschaffen diese Staaten auf Kosten der Mitgliedstaaten ihrer Nation Einnahmen. Es fehlen die notwendigen Sanktionsmaßnahmen wie Stopp der EU-Zahlungen, Ausschluss und Strafzahlungen!
Ein weiteres Beispiel für dieses Verhalten ist in diesem Bericht zu finden
Dieses geschilderte Verhalten führt allein zum Vorteil der international agierenden Wirtschaft, die ihren steuerlichen Verpflichtungen nicht nachkommen. Die Pseudo-Rechtsstaatlichkeit einzelner Staaten dient nur zur Umgehung der EU-weiten Gesamtvereinbarungen. Grundlage für diese Fehlverhalten einzelner Staaten ist die bisherige Konstruktion der EU.
Nur Formen einer Direkten Demokratie kann diese Entwicklung noch aufhalten! (So lautete die Hoffnung im Jahr 2015!)
Bis heute hat sich nichts verändert. Im Gegenteil ist der Egoismus der Egomanen mittlerweile in großen Teilen der Gesellschaft angekommen – und allen Anschein nach – zum Allgemeingut geworden. Quer durch alle Gesellschaftsschichten und in allen Generationen von jung bis alt vorzufinden. Regeln werden bewusst durchbrochen und gelten nur für den anderen. Die aber werden noch für ihr regelbasiertes und verantwortungsethisches Denken und Handeln als „Loser“ bezeichnet.
Vielleicht ist der Ansatz des Autors Arne Semsrott – in seinem Buch „Gegenmacht“ – eine Möglichkeit, den Weg der in Teilen rechtsextremistischen Partei AfD in die Autokratie für Deutschland zu verhindern, in dem die Zivilgesellschaft gestärkt wird.
Zitat Semsrott:Menschen im Stich zu lassen, ist keine Option. Außerdem ist nichts entschieden – es gibt keinen Automatismus in eine Richtung. Die Geschichte zeigt, dass die extreme Rechte gewinnt, wenn andere nachgeben.
taz: Was also tun?
Semsrott:Umso wichtiger ist das Engagement – und das Schöne dabei ist: In dem Moment, wo man gemeinsam etwas tut, wird die Ohnmacht durch Hoffnung ersetzt.
Version vom 10.06.2026 / 09:45 Uhr
9. Juni 2026
von JvHS Kommentare deaktiviert für Diätenerhöhung für die Bundestagsabgeordneten – wird der Automatismus unterbrochen?
Es wäre instinktlos, wenn in diesen Zeiten gestiegener, nicht selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit und Kürzungen des ALG II als Sanktionsmittel durch die Jobcenter die Abgeordneten sich eine Erhöhung der Diäten (welche Sprachwitz, eine Vermehrung als Diät zu bezeichnen!) genehmigen würden.
Laut Spiegel-Bericht soll in einem Gesetzentwurf, der noch eingebracht und im Parlament verabschiedet werden muss, auf die diesjährige Erhöhung verzichtet werden.
Im anderen Fall wäre der Verweis auf Heinrich Heines lyrische Kritik am staatlichen Handel wie in seinem Versepos „Deutschland – ein Wintermärchen“ zutreffend gewesen:
Deutschland – immer wieder mal ein politisches Wintermärchen
CAPUT I – Heinrich Heine (Auszug)
Sie sang das alte Entsagungslied,
Das Eiapopeia vom Himmel,
Womit man einlullt, wenn es greint,
Das Volk, den großen Lümmel.
Ich kenne die Weise, ich kenne den Text,
Ich kenn auch die Herren Verfasser;
Ich weiß, sie tranken heimlich Wein
Und predigten öffentlich Wasser.
Ein neues Lied, ein besseres Lied,
O Freunde, will ich euch dichten!
Wir wollen hier auf Erden schon
Das Himmelreich errichten.
Wir wollen auf Erden glücklich sein,
Und wollen nicht mehr darben;
Verschlemmen soll nicht der faule Bauch,
Was fleißige Hände erwarben.
Es wächst hienieden Brot genug
Für alle Menschenkinder,
Auch Rosen und Myrten, Schönheit und Lust,
Und Zuckererbsen nicht minder.
Ja, Zuckererbsen für jedermann,
Sobald die Schoten platzen!
Den Himmel überlassen wir
Den Engeln und den Spatzen
Wassenberg. Die Räume des Bergfrieds in Wassenberg waren wieder Ort einer außergewöhnlichen Ausstellung. Der Fotograf Willi Palm präsentierte seine Schwarz-Weiß-Fotografien, bei denen das Hinschauen lohnenswert war, weil auch den Details Raum gegeben wurde. Mit gleichermaßen sensiblem wie genauem Hinsehen nahm er den Kulturraum Schwarzwald in den Blick.
Das Ergebnis sind Bilder über Natur, Landschaft, Menschen und Vergänglichkeit, die im Betrachter Gefühle der Sehnsucht und Heimat auslösen.
Dem Zeitgeist nachgespürt
Seit Jahren reise er in den südlichen Schwarzwald, immer an die gleichen Orte, verriet Willi Palm im Gespräch. „Schwarzwald 1901“ habe er seine Ausstellung genannt, weil er dem Zeitgeist der damaligen Jahrhundertwende gerne nachspüre. Die Schwarzwaldhäuser übten eine Faszination auf ihn aus, so dass er auch jeweils in einem dieser Häuser wohne, wenn er sich in der Region aufhalte. Viele seien jedoch leerstehend und würden verfallen. Die Vergänglichkeit des Lebens spiegele sich in diesen Häusern wider. Auch wenn die Faszination für die schindelgedeckten Schwarzwaldhäuser an den baumbestückten Hängen sich in vielen Fotos widerspiegele, so sei das Gespräch mit den Menschen, die in diesem vergehenden Kultur- und Naturkreis ihre Heimat hatten, ebenso wichtig für ihn, betonte Willi Palm. Zwei eindrucksvolle Porträts belegen den Respekt vor den Menschen und ihre Verbundenheit zu ihrer Heimat.
Mit einer kurzen Beschreibung seines fotografischen Wirkens und dass „die Ursprünglichkeit der Orte und Landschaften“ im Mittelpunkt seiner Interessen stehen, ließ Willi Palm lieber seine Bilder sprechen. Ergänzend betonte er, mit der bewussten Entscheidung für Schwarz-Weiß-Fotografien wolle er einen Gegenpol zu den Hochglanzprospekten setzen.
In einem kurzen Dialog mit Bürgermeister Manfred Winkens erläuterte Palm exemplarisch seine Werke. „Im Bergfried, der guten Stube Wassenbergs, ist immer etwas los“, formulierte Winkens seine besondere Freude, dass wieder jemand ausstelle.
Der gelernte Fotograf nutzt die Schwarz-Weiß-Fotos als Abstraktionsmittel und druckt diese auf Barytpapier aus, was die Darstellung der gesamten Bandbreite der grauen, schwarzen und weißen Töne ermöglicht. So arbeitet Willi Palm mit brillantem Weiß, welches aus den Grau- und Schwarztönen herausleuchtet, das Geheimnisvolle der Landschaft heraus.
Relikte
Neben den Fotos präsentierte Palm in einer Collage ergänzend die Relikte der Schwarzwaldheimat. Heimat, ein Begriff, der in allen Beträgen aufgegriffen wurde und von dem der Philosoph Ernst Bloch formulierte, als würde er sich auf Palms Bilder beziehen:
„Die Wurzel der Geschichte aber ist der arbeitende, schaffende, die Gegebenheiten umbildende und überholende Mensch. Hat er sich erfasst und das Seine ohne Entäußerung und Entfremdung in realer Demokratie begründet, so entsteht in der Welt etwas, das allen in die Kindheit scheint und worin noch niemand war: Heimat.“
„Schwarzwald 1901“: Geheimnisse der Landschaft im Fokus
Version vom 26.04.2017 – wieder eingestellt nach Serverumzug
5. Juni 2026
von JvHS Kommentare deaktiviert für Besinnung aufs Wesentliche II
In den Aphorismen der Philosophen sind Erkenntnisse kondensiert, welche die aktuelle politische Großwetterlage treffend bezeichnen: Wie Erdogan und seine Eleven sich gebärden; wie sie mit der Konzentration der Macht und den versuchten Personenkult faschistoide Strukturen im eigenen Land aufbauen; was die autokratischen Installationen in den Ländern Türkei, USA bewirken, wenn Pressefreiheit verloren geht, wenn Opposition ohne rechtsstaatliche Mittel weggesperrt werden. Bezeichnend bleibt, dass in den genannten Ländern eine jubelnde Masse ihre eigene Freiheit und Selbstbestimmung an die aktuell herrschenden Präsidenten Erdogan und Trump abgibt.
Wenn du wissen willst, wer dich beherrscht, mußt du nur herausfinden, wen du nicht kritisieren darfst. (Voltaire)
Es ist kein Zeichen von Gesundheit, an eine von Grund auf kranke Gesellschaft gut angepasst zu sein. (Jiddu Krishnamurti, indischer Philosoph und Theosoph)
Beleidigungen sind die Argumente jener, die über keine Argumente verfügen. (Jean-Jacques Rousseau)
Der Wert eines Dialogs hängt vor allem von der Vielfalt der konkurrierenden Meinungen ab. (Karl Popper)
Es ist gefährlich Recht zu haben, wenn die Regierung falsch liegt. (Voltaire)
Wenn das Individuum nicht die Masse tyrannisieren darf, so darf die Masse ihrerseits nicht das Individuum erdrücken. (Antoine de Saint-Exupéry)
4. Juni 2026
von JvHS Kommentare deaktiviert für Ästhetik – Besinnung aufs Wesentliche
Zusammenhalt als Mittel der Gestaltung menschlich bedingter Ästhetik
Natur bedingte Ästhetik
Ästhetik als Mittel wie auch als Ort der Artikulation des zeitgeistigen menschlichen Selbstverständnisses.
Zwei der auch philosophischen Menschheitsfragen haben ihren Ort seither immer wieder auf dem Boden der Ästhetik gehabt: die Frage nach dem Anteil der Sinnlichkeit innerhalb unseren Erfahrungen aller Art, die sich auf die ästhetische Wahrnehmung richtet, und die gleichermaßen praktische Frage nach dem Status und Wert des von Menschen Gestalteten in der Welt der Kunst, Musik und Architektur.
Zugleich erfolgt die Definition des Begriffs „Ästhetik“ im Spannungsfeld von „Ästhetik als Theorie der ästhetischen Erfahrung „und „Ästhetik als Bestandteil der Theorie der Kunst“.
„Die Aufklärung steht im Wechselverhältnis mit der Bewegung, in der die Künste, insbes. Literatur und Musik, sich von den Normen der traditionellen Regelwerke emanzipieren und zu jener Autonomie finden, durch die sie dem Selbstbewusstsein des modernen Menschen zur Darstellung verhelfen.“ (Zitat aus Enzyklopädie Philosophie)
Ästhetik und Ethik – Gefühl und Verstand, oder sinnliche Wahrnehmung und bewusstes Denken im Dienste von Mensch und Gesellschaft
Die Entwerfer des modernen Designs halten sich auch an die bei Platon metaphorisch ausgedrückte Einsicht, schöne Eindrücke seien gutes, hässliche Eindrücke dagegen schlechtes Futter für die menschliche Seele. Neben dem Schönen, dessen grundlegende Bedeutung für die ästhetische Erfahrung die Klassiker der modernen Ästhetik bestätigen, spielt bei Schiller wie bei Kant – und generell in der Ästhetik des jeweiligen Zeitgeistigen – der Begriff des Erhabenen bis heute eine wichtige Rolle. Was die Menschen als „erhaben“ empfinden, ist jedoch schnellen zeitgeistigen Wechseln unterworfen.
Gefragt wird überall mit zunehmender Eindringlichkeit nach der Rolle der Bedeutung des Sinnlichen anstelle der Vernunft für die Gestaltung eines gelingenden menschlichen Lebens. Ebenso wird die produktive Einbildungskraft geschätzt als Fähigkeit für Schriftsteller wie für Designer von Kleidung oder Möbel. Zur Geltung kommt diese Fähigkeit auch beim Geschmacks-Urteil von Weinen während der Weinverkostung oder bei der Beurteilung der Ergebnisse von Arbeit, um diese als die eines Genies zu bewerten. Doch nur dem Bauchgefühl zu vertrauen, um Schönes und Erhabenes in Natur und Kunst zu verorten und die Vollkommenheit der Gestalt(ung) zu erkennen, ist es stattdessen hilfreicher, der Bedeutung des reflektierten Gefühls mehr Gewicht zu verleihen, um zu einer stabilen Entwicklung eines vernünftigen Selbstverständnisses zu kommen.
In der Ostfriesen Zeitung vom 03. Juni 2026 lautet die Schlagzeile auf Seite 9: Wasser im Zentrum der Aufmerksamkeit.
Wer auf oder an den Deichen steht, erkennt, worum es an den Küstenrändern Ostfrieslands schon seit Jahrhunderten geht: die Regulierung des Meerwassers, welches durch Flut und Ebbe kommt und geht. Und die Menschen in der Region haben dazu ein ambivalentes Verhältnis, weil dieser Wechsel von Flut und Ebbe den Menschen bis heute viel abverlangt. Jenes, was mühsam dem Meer an neuen Landflächen abgerungen wurde, gilt es zu bewahren und zu schützen. Wassermanagement zu betreiben und zu beherrschen, das ist ein wichtiger Baustein der Lebensgrundlagen der hier wohnenden Menschen.
Und so ist es kein Wunder, dass mit dieser Thematik auch der Ortsführer und Kulturvereins-Vorsitzende Johann Pieper seinen Einstieg in die Führung durch seinen Heimatort Werdum vornimmt. In anschaulicher Weise und anhand kleiner geologischer Landschaftskarten erläutert er die Entstehung Werdums. Eine Ortschaft, die seit rund 750 Jahren besteht. Die verschiedenen Verläufe der Küstenlinien lassen sich an den nachfolgenden Karten nachvollziehen.
Foto 1 Harlebucht-Karte Ortsführer Johann Pieper (blaueingefärbte Flächen sind von Flut und Ebbe betroffen!)
Werdum lag auf einer Anhöhe und war zu keinem Zeitpunkt Teil der Harlebucht. Der Fluss Harle entspringt im Moorgebiet im Wittmund und mündet in der Harlebucht. Das bedeutete für die in Werdum siedelnden Anwohner schon vor rund 500 Jahren, die Küstenlinie zu befestigen, den Zufluss und Abfluss des Meerwassers zu überwachen, zu regulieren und zu sichern. Am Deichbau mitzuwirken, war Pflicht für alle Anwohner. Dies gilt bis zum heutigen Tag, auch wenn es schon einige hundert Jahre zurückliegt, dass Werdum mal einen Hafen hatte. Heute wird ein jährlicher Beitrag von jedem Grund- und Bodenbesitzer eingezogen, um das weiterhin notwendige Wassermanagement zu finanzieren.
License: Benutzer: AxelHH -I, the copyright holder of this work, release this work into the public domain. This applies worldwide. Die fotografische Wiedergabe dieser geschützten Arbeit fällt unter den § 59 des deutschen Urheberrechtsgesetzes (UrhG), nach dem es „zulässig ist, Werke, die sich bleibend an öffentlichen Wegen, Straßen oder Plätzen befinden, mit Mitteln der Malerei oder Graphik, durch Lichtbild oder durch Film zu vervielfältigen, zu verbreiten und öffentlich wiederzugeben.
Die Karte zeigt skizzenhaft den Verlauf des Flusses Harle sowie die Harlebucht (blaue Flächen) und ihre Deichverläufe (violette Linien) im Laufe der Jahrhunderte und Jahrzehnte!
Johann Pieper (im 71ten Lebensjahr) lebt seit seiner Geburt in Werdum und weiß bei seinen Kommentaren während der Ortsführung so manches Erlebnis einzubinden, welche die Zuhörer gebannt seinen Erzählungen folgen lässt. Sei es jetzt, wie geheimnisvoll – durch den Gründer stillschweigend bis zum letzten Tag vor der Eröffnung – die erste Bierbrauerei in Werdum um das Jahr 2000 entstand und die Dorfbewohner rätselten, was im ehemaligen Landwirtschaftshof wohl entstehe.
St. Nicolai – Werdum
Oder welche Straßen und Häuser rund um die Kirche, die auf einer Anhöhe errichtet wurde, zum Kern der Ortschaft gehörten und wann sie entstanden sind. Straßennamen (Alter Schulweg) sind nicht zuletzt ein Verweis auf die Funktion von Gebäude, welche längst umgewidmet wurden wie zum Beispiel die Schule.
Daten zur Kirche und wann das Gebäude auf einer Warft errichtet und erstmals erwähnt wurde, waren Bestandteil einer weiteren Erzählung durch Johann Pieper. (Fotos: Kirche und Innenraum)
Kirchen-Innenraum St. Nicolai mit Chor und Altar und links neben der Treppe das Taufbecken!
Weitere Stationen der Ortsführung durch Werdum waren: Burg Edenserloog, die letzte Burg des Harlingerlandes und Sitz des Häuptlings (friesisch: Hovetlinge oder Hovedlinge) in den letzten Jahrhunderten. Johann Pieper erwähnte die Besonderheit dieser Organisationsform des Zusammenlebens, in dem Ostfriesland keiner Lehnsherrschaft unterstand. Johann Pieper betonte die so praktizierte Form der Demokratie, in dem im 12.-14. Jahrhundert jedes Gemeindemitglied prinzipiell gleichberechtigt war.
Dies galt für alle Hofstellen und Feuerstellen (Bauernhof und kleine bedachte Häuschen). Doch auch dieses System (mehr Demokratie praktizieren) und Bestandteil des („friesischen Freiheitskonzeptes) wurde ersetzt, indem die Funktion des „gewählten Häuptlings“ in die dynastische Funktion des „Häuptlings“ als Stand und Standesherrschaft sich wandelte.
Und nicht zuletzt ist die Station „Haustierpark“ (PDF-Datei!) Bestandteil des Rundgangs bei der Ortsführung durch Werdum!
Die Gemeinde Werdum ist Teil der Samtgemeinde Esens im Landkreis Wittmund. (Werdum liegt 6,3 m über Meeresniveau (NN) und befindet sich ungefähr zehn Kilometer in direkter Linie nordwestlich von Wittmund. Die Warfen Siedlung liegt inmitten eines ausgedehnten Knickmarsch-Gebietes mit einer Höhe von 0,5 – bis 1,5 m über NN.) (Quelle: PDF-Datei )
Mit ca. 750 Einwohnern ist Werdum die kleinste Gemeinde der Samtgemeinde Esens. Der Kernortsteil Werdum wurde zum ersten Mal 1327 als „Weerdum“ erwähnt. 1420 erhielt der Ort den heutigen Namen. Werdum wurde abgeleitet von dem Begriff „werthum“, was so viel wie „Geländeerhebung im Feuchtgebiet“ bedeutet!
Der namensführende Ortsteil Werdum liegt 6,3 m über Meeresniveau (NN) und umfasst vor allem die Kirche St. Nicolai mit den direkt anliegenden Gebäuden und Straßen.
Die Reihen-Siedlung Gastriege entstand auf einem Sandrücken und wurde 1670 erstmalig urkundlich genannt. Der Name dieses Ortsteils bedeutet „Reihensiedlung auf dem höher gelegenen Ackerland“.
Der Ortsteil Edenserloog gründet auf der Burg Edenserloog; und wird 1491 als Edelens erwähnt.
Was spricht für den Luftkurort Werdum, um dort Urlaub zu machen? In erster Linie die Menschen, die ihre Unterkünfte als Ferienwohnungen oder Zimmer zur Verfügung stellen und deren Zufriedenheit, Humor und Freundlichkeit die Grundlage für eine entspannte und erholsame Urlaubszeit bilden.
Die Nähe zum ostfriesischen Wattenmeer mit seinen vorgelagerten Inseln bietet spannende und interessante Begegnungen und Erlebnisse. Das „platte Land“ ist ideal fürs Fahrradfahren.
Kulturelle und historische Entdeckungen lassen die Siedlungsgeschichte der Region lebendig werden: Wie wurde wann wo gelebt? Zwischen Marsch und Geest sind die Spuren der Natur- und Landschaftsform bis heute sichtbar. (Museum: Leben am Meer).
Museumswiese mit Erdholländer Mühle, Backhuus (links) und Historische Schmiede (rechts)
Die Infrastruktur für touristische Angebote (Haustierpark, Kneippanlage, Wohnmobilplatz und Werdumer Museumswiese mit Backhuus, Erdholländer Mühle mit Mühlenbesichtigung und Historische Schmiede, in der ein Schmiedemeister seine Handwerksfähigkeiten nutzt und Schmiedearbeiten durchführt) lässt mehr als 20000 Gäste im Jahr in Werdum anreisen.
Haustierpark in Werdum
Werdum ist zudem ein Startpunkt für Besuche:
Inselbesuche von Bensersiel /Esens nach Langeoog
Von Neuharlingersiel nach Spiekeroog
Emden (Kunsthalle mit sehenswerten Ausstellungen),
Die neoliberale Brille hat die Drei-Prozent nicht abgelegt. Die Vorsilbe „Neo-“ diktiert im Sinne von wegradieren jeglicher sozialliberaler Rücksichtnahme im Denken und Handeln weiterhin die Gesinnung dieser Partei. Einer Ansammlung von arroganten Typen á la Trump´scher Provenienz. Doch für eine seriöse Argumentation und eine Verantwortungsethik stehen weder der neu gewählte Vorsitzende Wolfgang Kubicki, noch der libertäre 17jährige Selbstdarsteller Lars Jan Verwaal als Typus der jungliberalen Nachwuchsorganisation der FDP. (Quelle: TAZ)
Sozialisiert durch die neuen Medien und der Selbstdarstellungsdarstellungsgier als Influencer und mit gesinnungsträchtiger Sicht geprägt, sieht dieser Jüngling den neu gewählten Vorsitzenden und Provokateur Kubicki ebenso als Vorbild wie in Elon Musk und Javier Milei.
So wie sein Vorbild Kubicki propagiert er für weniger Inhalte und mehr „Ragebait“ (Provokation)-Aktionen. Dabei ist ihm wie auch Kubicki und seinem ebenso neu gewählten Generalsekretär Martin Hagen, Geschäftsführer der rechtskonservativen „Denkfabrik“ R21, jegliches populistische Getue wichtig. Statt „Mehr Demokratie wagen“ steht die neue Führungsspitze der FDP für „mehr Musk und Milei wagen“, synonym stehend für mehr Egoismus und rigideren Kapitalismus praktizieren!
Wie gespalten die FDP (als neues Kürzel Für Die Provokation“) mit dieser Strategie der Un-Seriosität schon ist, das zeigt sich beim Parteitag. Die Zustimmung zur spontanen Gegenkandidatin Marie-Agnes Strack-Zimmermann von 40 % der Stimmen und der daraus folgenden Zustimmung von nur 59% für Wolfgang Kubicki und seines Generalsekretärs Martin Hagen von 58% lässt tief blicken!
Nein, Deutschland braucht keine weitere Partei, die mit der rechtskonservativen und in Teilen anti-demokratischen AfD zusammenarbeiten will und statt durch Diskurs-Inhalte nur durch Polter-Aktionen notwendige Wähler-Stimmen einfangen will!