
Im Saale-Orla-Kreis bahnt sich die nächste Verantwortungslosigkeit der AfD-Wähler an, den AfD-Landratskandidaten zum Landrat zu wählen. Eine Stichwahl zwischen Uwe Thrum (AfD) – im ersten Wahlgang 45,7 % Zustimmung!) und dem CDU-Kandidaten Christian Herrgott (33,3 % Zustimmung) entscheidet, ob die AfD in Thüringen weitere politische Ämter vereinnahmen kann!
Thrum ist nachweislich nicht nur ein Unterstützer von Björn Höcke (AfD), dem rechtsextremistischen AfD-Fraktionsvorsitzenden im Thüringischen Landtag, sondern auch ein Sympathisant der „Reichsbürger-Anti-Demokraten“ und des mittlerweile inhaftierten „Reichsbürger Heinrich XIII. Prinz Reuß“ und seiner Umstürzler-Gruppe. Was kann diesen anti-demokratischen Landtagskandidaten Thrum noch stoppen? Hier sind alle Wähler aufgefordert, die nicht Thurm im ersten Wahlgang gewählt haben, ihre Stimme dem CD-Kandidaten Herrgott zu geben!
Wie im Bericht zum ersten Wahlgang aufgeführt, nimmt Thrum (AfD) es mit der Wahrheit bei seinen Aussagen nicht so ernst, wie es das Amt eines Landrats verlangt. Die Frage, die sich angesichts seiner anti-demokratischen Gesinnung stellt, lautet doch, warum Uwe Thrum stellen Sie sich zur Wahl, wenn Sie die Demokratie und ein Amt beschädigen wollen, welche die Aufgabe haben, die Demokratie zu bewahren, Sie aber das Gegenteil wollen?
Und an die Wähler dieser Person ist die Frage zu stellen: warum Sie einen nach den Kriterien des Grundgesetzes nicht geeigneten Kandidaten in diese Machtposition hieven wollen?
Für alle Parteien in den Ländern und im Bund – außer der AfD – ist die Auseinandersetzung und die Bedeutung zum Thema zu beachten:
Wer vom Faschismus und dem wachsenden Einfluss der völkisch-rechtsextremistischen und antidemokratischen Partei AfD reden will, der muss auch vom Neoliberalismus und seinen Wirkungen hinsichtlich der wachsenden Spaltung der Gesellschaft, der Ungerechtigkeit und der Ausgrenzung großer Teile der Gesellschaft an der Teilnahme eines zufriedenstellenden Lebens reden!
Max Horkheimer formulierte zum gleichen Diskurs-Gegenstand den nachfolgenden Satz, auch um es den bürgerlichen Parteien ins Programmheft zu schreiben:
„Wer aber vom Kapitalismus nicht reden will, sollte auch vom Faschismus schweigen.“ – (Die Juden und Europa. In: Studies in Philosophy and Social Science, Band 8. The Institute of social research, New York 1939, S. 115.)
