Bargeld – in Münzen oder in Scheinen gehört zum Alltag der Menschen. Mit der Einführung des Euro als offizielles Zahlungsmittel war die Grenze zum Nachbarsland bei vielen Ländern im Euro-Raum keine Barriere mehr, weil die gemeinsame Währung keinen Umtausch mehr verlangte. Mal eben beim Bäcker (bakker in den Niederlande, bageren in Dänemark, boulanger in Belgien oder Frankreich, fornaio in Italien) ein Brot, Gebäck oder eine Torte zu kaufen und mit Bargeld zu bezahlen, wird zukünftig nicht mehr möglich sein, wenn die EU-Kommission sich mit ihren Plänen durchsetzen kann, Bargeld abzuschaffen und durch virtuelles E-Geld auszutauschen. Was bequem ist, lässt Befürchtungen schnell zur Realität werden, dass im Gegenzug im Krisenfall diese Technologie zur Falle werden kann.
Bargeld – Petition unterschreiben!
Beim Nachdenken über diesen Plan, das Bargeld abzuschaffen, wird der Eindruck immer zutreffender, dass bestimmte Gruppierungen die Weichen so setzen wollen, dass einerseits die Kontrolle der Menschen und die Einflussnahme auf Geldflüsse im Falle einer Finanzkrise leichter möglich sein soll und – in Erinnerung an Griechenlands Staatsschuldenkrise mit drohendem Bankrott des Staates – lässt sich die Umverteilung und der Abgang großer Summen zum Vorteil der institutionellen Anleger noch besser realisieren und zugleich die Lasten auf die Mehrheit der Bevölkerung verteilen, die -wie 2010/2011 in Griechenland – temporär keinen Zugriff auf ihre Konten hatten. Wer Bargeld in Reserve hatte, war zumindest in der Lage, die alltäglichen Notwendigen einkaufen zu können!
Und wenn die Großeltern zu Besuch kommen, dann ist die Aufbesserung des Taschengeldes der Enkeln leicht zu realisieren mit einem 5-Euro-Schein oder ein paar Euro-Münzen fürs „Sparschwein“.
Bedenken gegen Bargeld als gesetzliches Zahlungsmittel bestehen, wenn durch Schwarzarbeit dem Staat Steuereinnahmen und Beiträge der Sozialabgaben vorenthalten werden. Dem ist nichts entgegen zu setzen und dieses Schlupfloch zu schließen, ist berechtigt. Es bleiben aber Fragen übrig, wieso der Staat dann einer bestimmten Gesellschaftsschicht nicht mit gleicher Entschiedenheit entgegentritt und Vermögenssteuern erhebt, oder eine gerechtere Erbschaftsbesteuerung durchführt? Mit der gesetzlichen Regelung, Schwarzgeldzahlungen zu unterbinden, bedeutet der Verzicht auf Vermögenssteuern eine deutliche Ungleichbehandlung!
Was für den Normalbürger zum Nachteil gerät, kommt den Einsparungen für die Bargeldverwaltung im Finanzsektor den Banken und Unternehmen zum Vorteil. Die Geschäftsmodell krimineller Täter im Umfeld von Bargeldgeschäften würde einschneidenden Veränderungen erfahren, sofern das Bargeld verschwindet. Zugleich geraten ab die Befürworter des Bargeld in Generalverdacht, weil sie mit den Machenschaften der organisierten Kriminalität in einen Korb gesteckt werden! Wer sich der Einschränkung erwehren will, hat die Möglichkeit, sicher an einer Petition gegen die Pläne EU-Kommission zu beteiligen und zu widersprechen: