Blick auf die Welt

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Sterben die Bienen, stirbt dann auch der Mensch?

„Fleißige Bestäuber unterwegs…“ – Tim Kochs, Autor des Buches: Herr Bien und seine Feinde (Westend Verlag) beschäftigte sich mit der Symbiose von Mensch und Bienen/Hummeln als Bestäuber der Fürchte und Blumen (hier Saugrüssel einer Hummel im Flug zu sehen!)

Heute am 20. Mai 2026 ist „Weltbienentag“- Anlass für den Verweis auf Tim Koch und sein Buch, das beim Westend Verlag noch als E-Book erhältlich ist. (Anmerkung: Ich, der Autor dieses Textes stehe in keiner Beziehung zum Verlag!)

Tim Koch kommentiert in seinem Blog die weiter schleichende Verschlechterung der Existenzbedingungen der so wichtigen Lebewesen aus die Insektenwelt für die Menschen. Zur Produktinformation seines Buches formulierte der Verlag (Erscheinungsstart: 01.03.2018) vor acht Jahren:

Seit über 100 Millionen Jahren prägt der Bien – also das Bienenvolk mit seinem Stock – das Leben auf unserer Erde, weil er einer riesigen Pflanzengruppe als Bestäuber dient. Ohne Biene keine Äpfel – wenn es nach dem Willen der Agrochemie-Konzerne geht, soll dies jedoch anders werden. Ihnen schwebt eine Zukunft der Roboterbienen vor. Bestäubt wird nur noch, was Kasse bringt. Willkommen in einem der folgenschwersten Auswüchse des menschengemachten Ökozids. Timm Koch führt uns in seinem Buch in die wundersame Welt der Bienen und zeigt: Noch funktioniert die Mensch-Bien-Symbiose, noch stemmt sich die Herrschaft des Biens gegen die vollkommen ungezügelte Vergiftung unserer Landschaften durch Bayer, Monsanto und Co. Aber wir sind in einer kritischen Phase angelangt.“ 

In seinem Kommentar knüpft Tim Koch an diese Aussage wieder an und aktualisiert seine Sicht auf die Natur zum Weltbienentag wie folgt am 17.05.2026: Sterben die Bienen, sterben die Menschen!

Zitat “ Ich schließe mich denen an, die Jean-Jacques Rousseaus Wahlspruch »Zurück zur Natur!« ernstnehmen. Ich möchte ihn sogar ein wenig weiterdenken. …Viele betrachten nun die Natur als ein Ding, das der Mensch »schützen« sollte. Ganz im Sinne des Bürokratismus wurde hierfür in Deutschland das Amt für Naturschutz geschaffen.

Warum aber geht es der Natur trotzdem immer schlechter? Warum sterben die Arten aus? Warum verschwinden die Regenwälder? Warum sind die Ozeane voller Plastik, die Äcker voller Gift? Die Antwort ist simpel: Der Mensch will nicht begreifen, dass Naturschutz Selbstschutz bedeutet. … Wer die Natur zerstört, zerstört damit am Ende sich selbst.

Wer die Natur schützt, betreibt Selbstschutz. Trotz aller zivilisatorischen Errungenschaften bleibt der Mensch ein Teil der Natur. Egal, ob er in den Hochhausschluchten Tokios oder im schrumpfenden Amazonas-Regenwald lebt: Der Mensch ist Natur! …

Was essen wir? …Also essen wir vor allem die Vertreter der Tier- und Pflanzenarten, mit denen wir in Symbiose leben, beziehungsweise deren Produkte. Einer der Höhepunkte in der Geschichte der Zivilisierung des Säugetiers Mensch war sicherlich der Zeitpunkt, als er sich auf eine Symbiose mit dem Bien einließ.  … Nun wird diese Symbiose vom Menschen in Frage gestellt. Gigantische Chemiekonzerne bestimmen, was in der Landwirtschaft geschieht. “ (Quelle: Tim Koch

Sterben die Bienen, stirbt dann auch der Mensch? Dieser These steht Tim Koch nahe. Durch die globalisierte Ökonomie verändern sich auch Bedingungen des symbiotischen Zusammenlebens.  Die Gefährdung der Bienen (Imker und Wildbienen) und weiterer Bestäuber (Hummeln) erfolgt  auf vielfältige Weise: Varroamilbe  bedingt Erkrankungen und breitet sich ebenso aus, wie Bienenvölker aus Afrika (aggressiver als europäische Bienen) oder die asiatische Hornisse, die als invasive Art den Imkerbienen zu schaffen macht.

Pestizide schwächen und töten die Bestäuber, ebenso wie Spinnen, die als ganz normale und natürliche Gefährdung der Bienen und Hummeln vorhanden sind.

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