Philipp Amthor – im Denken und Agieren als ultrakonservativer Bundestagsabgeordneter der CDU zu verorten – wurde 2025 zum dritten Mal in den Bundestag gewählt. (2017 Direktmandat; 2021 und 2025 über die Landesliste Mecklenburg-Vorpommern)
Seit 06. Mai 2025 ist Amthor Parlamentarischen Staatssekretär bei dem Bundesminister für Digitales und Staatsmodernisierung, Karsten Wildberger!
Ein Momentum zum Nachdenken, wessen Geistes-Kind Amthor ist und was für ihn konservatives Denken und Handeln sei, lässt sich in Amthors Text in der Sonderausgabe 36 des Philosophie Magazins nachvollziehen: „Konservatismus bedeutet… Gegenwart und Zukunft im Wissen um Traditionen, kulturelle Prägung und Erfahrung zu denken.“ Das ermögliche „eine Grundhaltung, das Bewährte zu bewahren, ohne zu erstarren – und die Zukunft zu gestalten, ohne übereilt dem Zeitgeist zu folgen“.
„Schöne und geheimnisvolle Sätze“, die der Interpretation bedürfen.
Als Mitgestalter der CDU-Grundsatzprogrammkommission bedeute für ihn Konservatismus: „Nicht das Bestehende trage die Begründungslast für das Fortbestehen, sondern das Neue müsse seine behauptete Überlegenheit gegenüber dem Bestehenden erweisen.“
Übersetzt heißt diese Aussage, dass die Umkehrung der Beweislast ganz im Sinne des US-Verständnisses beim unternehmerischen Handeln, solange etwas zu tun, bis die Schädigung von Umwelt und Menschen bewiesen werden kann. Amthor möchte dieses Verständnis auch auf das politische Handeln transformiert wissen: Das Handeln der Politiker in Form von Klientelpolitik und Lobbyverzahnung á la Wirtschaftsrat der CDU e.V., persönliche Vorteilsnahme durch Interessensvertretung mit Aufsichtsratspositionen bei Unternehmen oder Schaden für die Bundesrepublik durch bewusste Verstöße (Andreas Scheuer – Maut/ Jens Spahn Masken-Skandal) müssen solange erlaubt sein, bis dies strafrechtlich verurteilt wird.
Mit dieser Formulierung wird verständlich, warum Amthor kräftig daran arbeitet, dass das Auskunftsrecht, wie es im Informationsfreiheitsgesetz (IFG) verankert ist und Amthors Lobbyarbeit (Aufsichtsratsposten mit Entgeltbelohnung) für das IT-Unternehmen Augustus Intelligence ( * ) aufgedeckt hat, unbedingt wieder abgeschafft werden soll!
(Karl Poppers Aussage: „„Denn es gibt keine Freiheit, wenn sie nicht vom Staat geschützt wird; und umgekehrt: nur ein Staat, der von freien Bürgern überwacht wird, kann diesen überhaupt ein vernünftiges Ausmaß an Sicherheit gewähren.“… ist Amthor wohl ein Dorn im Auge!)
„Ein so verstandener Konservatismus speise sich dabei nicht nur aus Angst vor Chaos, sondern auch aus Demut vor geschichtlich Gewachsenem.“ (Da drängt sich der Gedanke auf, dass die seit Adenauer Zeiten gewachsene Klientelpolitik der CDU mit der engen Verzahnung lobbyistischer Vorteile für Politik und Wirtschaft ein exemplarisches Beispiel für „geschichtlich Gewachsenem“ sein soll!)
„Er – der Konservatismus nach Amthor Provenienz – ermöglicht und fundiert dabei zugleich einen positiven Begriff von Autorität als ordnungspolitische Leistung für die Demokratie…(Für diese legomäßig zusammengeschusterte Gummi-Definition beruft sich Amthor auf Hannah Arendt –ein Sakrileg!) … und ein Verständnis von Institutionen als Ermöglichungsordnungen“. Als ergänzende Zutat mixt er mal eben noch eine Prise Arnold Gehlen dazu! Es liegt die Mutmaßung nahe, dass bei diesem Wortdurchfall eine KI kräftig mit halluziniert hat!
( * ) Quelle: Wikipedia für nachfolgenden Auszug
Zitat: Amthors politische Karriere stockte, weil er ab Mai 2019 beim IT-Unternehmen Augustus Intelligence einen Aufsichtsratsposten innehatte. Er besaß Aktienoptionen (bewertet bis zu 250.000 Dollar) [35] des Unternehmens, ließ sich Reisen nach New York, Korsika und St. Moritz[36] finanzieren und betrieb für das Unternehmen Lobbyarbeit[36][37] – dies im Oktober 2018 auch auf offiziellem Briefpapier des Bundestages in einem Schreiben an Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier,[36][38] das per Informationsfreiheitsgesetz (IFG) öffentlich wurde.
Die Generalstaatsanwaltschaft Berlin teilte im Juli 2020 unter Bezug auf eine Strafanzeige gegen Amthor wegen Bestechlichkeit eines Mandatsträgers und Annahme geldwerter Zuwendungen mit, dass sich aus ihrer Prüfung kein Anfangsverdacht ergeben habe und deshalb das Verfahren ohne Ermittlungen eingestellt wurde.[56]
Bei den Koalitionsverhandlungen zwischen Union und SPD im Nachgang der Bundestagswahl 2025 warb Amthor für die Streichung des IFG, das zur Enthüllung der Vorgänge um seine Lobbyarbeit beigetragen hatte! Zitatende