Blick auf die Welt

Sehen und Erkennen / Bildsprache – Wortsprache

Rückblick auf den am 14. März 2026 verstorbenen Philosophen Jürgen Habermas – Nachrufe

„Die kognitive Kraft der gesellschaftlichen Arbeit [fungiert] als … Wurzel von Bildungsprozessen“

Bildung als Erfahrung

„Habermas verwies in seinem Essay auf seinen Kollegen und Freund Oskar Negt, der „als Lehrer seinen Zuhörern und Lesern  „beibringen“ wollte, nämlich: was es heißt, einen Bildungsprozess ebenso zu „erfahren“ wie zu „erarbeiten“. Bildung verändert das eigene Selbstverständnis mit dem Ergebnis, sich als ein Wesen zu verstehen, das von seiner vernünftigen Freiheit Gebrauch machen soll.“

Für Habermas verschiebt sich bei Oskar Negt der Begriff der Bildung  „… einerseits von Bereichen der Kultur zu denen der Gesellschaft und andererseits von den individuellen Lebensgeschichten zur sozialen Evolution.“ 

Bildungsvermittlung bleibt das zentrale Problem – auch der Lehrenden-  für die Schaffung einer freien, unmanipulierten und kritikstarken Gesellschaft, die sich von keinem der agierenden Gesellschaftsteilnehmern (Politik, Wirtschaft, Ideologen) ein X für ein U verkaufen lässt.

Auf dem sozialwissenschaftlichen Nachrichtenportal „Soziopolis“ wird ein Dossiers zum Tod von Habermas zur Verfügung gestellt. 

Axel Honneth

Roman Yos

Lutz Wingert

Sebastian Huhnholz

Version vom 16. April 2026 – reloaded

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