Blick auf die Welt

Sehen und Erkennen / Bildsprache – Wortsprache

Homo homini Lupus – Der Mensch in Machtpositionen ist den Mitmenschen ein Wolf

Ein Artikel auf der Seite „Krautreporter“ ist bemerkenswert, weil dieser eine zeitgeistige Entwicklung beschreibt, die im Zusammenspiel der gesellschaftlichen Entwicklungen wichtige Elemente benennt. Die vorgesehenen Reformen (Rente, Gesundheit, Arbeitsmarkt) der Regierungskoalition sind weder ausgewogen, noch menschenorientierte Lösungen. Sie sind Ergebnisse einer eindimensionalen, ideologischen und klientelorientierten Machtausübung, die zynischer die Unfähigkeit dieser Personen in Funktionen (Kanzler, Minister) nicht dokumentieren kann.

„Homo homini Lupus“ 

Da ist der Verlust der Solidarität, mit der Auswirkung, dass die Fähigkeit verloren geht, gemeinsam an Lösungen zu arbeiten. Stattdessen wird der Weg eingeschlagen, „Kommissionen“ einzusetzen, die zu Reformvorschlägen kommt, welche die Spaltung der Gesellschaft noch verstärkt. Die privilegierte Minderheit wird verschont, in dem Investments, Vermögen und Eigentum (auch wenn diese zur Not der Menschen beitragen) geschützt werden, die Mehrheit aber mit den Kosten und den Einschränkungen und Erschwernissen belastet wird. Zudem weisen die Reformen die Tendenz auf, dass nicht das Gemeinwohl als Baustein des Sozialstaates im Zentrum steht. Stattdessen wird über die Konzentration auf den Einzelnen, der in die Mühlen der Verwaltung geraten soll, der Individualismus als zeitgeistiger Identitätskern bestärkt. Damit wird unter anderem die Position des Arbeitgebers gestärkt, dass nicht mehr der Tarifvertrag die Grundlage fürs Arbeitsrecht gelten soll, sondern jeder soll selber als Einzelner seinen Arbeitsvertrag mit dem Arbeitgeber aushandeln.

„Friss oder stirb“ ist das neue Motto der Koalition unter Merz. Damit erfolgt eine Zuspitzung und die Salonfähigkeit eines Verhaltens, das unter dem Begriff:  „Homo homini Lupus“  –  „Der Mensch in Machtpositionen ist immer mehr dem Menschen ein Wolf“ – bekannt ist!

Mit dem Zugriff auf KI wird zudem eine Pseudo-Lösung der gesellschaftlichen Probleme vorgegaukelt, mit dem Effekt, dass die Vereinzelung der Menschen (Ausweitung der Vereinsamung) noch wachsen wird. Die Folge ist, dass gerade in der Suche nach einem guten Rat bei der KI eine fast suchtartige Abhängigkeit entsteht. Das sei ganz im Sinne der Tech-Unternehmen der Geschäftsidee und der KI als Umsatzträger, argumentiert die Autorin des Krautreporter Artikels.

Allem Anschein nach beschreibt der Artikel  die miteinander wirkenden Verhalten, Vorgehensweisen und gesetzlichen Rahmensetzungen  zutreffend in den  Auswirkungen auf den einzelnen Menschen und  die Gesellschaft .

Hier ist der Link zum Text!

 

Kommentare sind geschlossen.