Die Aggressionen und die Arroganz á la Trump, der Jargon der Doppelzüngigkeit á la Schäuble, die Unfähigkeit zur Empathie – wir erleben es täglich. Da mag das Geschwätz der Heimatideologen á la Reichsbürger und „Gauländer-AfD“ belächelt werden, die Ruchlosigkeit weitet sich aus und der Hass überschreitet jede rote Linie.
Da mag die Kinderhymne Bertold Brechts doch nochmals in Erinnerung gerufen werden:
Anmut sparet nicht noch Mühe
Leidenschaft nicht noch Verstand
Daß ein gutes Deutschland blühe
Wie ein andres gutes Land.
Daß die Völker nicht erbleichen
Wie vor einer Räuberin
Sondern ihre Hände reichen
Uns wie andern Völkern hin.
Und nicht über und nicht unter
Andern Völkern wolln wir sein
Von der See bis zu den Alpen
Von der Oder bis zum Rhein.
Und weil wir dies Land verbessern
Lieben und beschirmen wir’s
Und das Liebsten mag’s uns scheinen
So wie andern Völkern ihrs.
Bertolt Brecht