Blick auf die Welt

Sehen und Erkennen / Bildsprache – Wortsprache

18. Juni 2026
von JvHS
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Verteidigung der Demokratie und Abwehr der Feinde der offenen Gesellschaft

So wirkmächtig angeblich die Philosophie-Größen wie der kürzlich verstorbene Jürgen Habermas für die Entwicklung der demokratischen Republik Deutschland gewesen seien und ihre Kritik an den Bundesregierungen der letzten Jahrzehnte in Teilen der Bevölkerung wahrgenommen und bejaht wurde, sie haben nicht verhindern können, dass in den letzten 14 Jahren der Rechtsruck bis hin zum Rechtsextremismus die autoritären System-Ansätze  wieder etabliert und das Denken und Handeln  der Nazis und Faschisten in Form der AfD gewaltigen Zulauf bekommen haben.

Das Prinzip der medialen Präsenz dieser Koryphäen in Presse und TV, um über diese Form der Einflussnahme das Gewissen der Politik zu aktivieren,  hat heutzutage kaum mehr Wirkung.

Wenn jedoch das Beharrungskorsett in der Politik – die eigenen Pläne gegen jegliche Vernunft und Alternativen stur durchzusetzen –  weiterhin bestehen bleibt, dann ist es nicht verwunderlich, dass der Respekt für die Regierungsmitglieder abnimmt und das Vertrauen in die Politik gegen Null geht.

Selbst Jürgen Habermas sei es schwer gefallen, hoffnungsvoll zu bleiben, weil die Verhältnisse immer dunkler wurden und sein geografischer Bezugspunkt, die USA, so ruinös die eigene US-Demokratie zerstört hatte (Trump als Präsident), wie Axel Honneth, Professor der Kritischen Theorie und ehemals Assistent von Habermas, in einem Interview anmerkte.

Wenn also die ehemaligen „Leuchttürme“ der Republik heute nur noch schwer die Richtung weisen können, ja zum Teil nicht einmal mehr wahrgenommen werden, welche Wege bleiben dann noch, die Demokratie zu verteidigen nicht von den „Feinden der offenen Gesellschaft“ zerstören zu lassen?

Ein Ansatz wurde schon genannt: Die Zivilgesellschaft zu aktivieren und Gruppierungen zu unterstützen, denen der Erhalt der Demokratie am Herzen liegt.

re:publica 2026 – Stärkung der Zivilgesellschaft als Gegenmacht zur konservativ-antidemokratischen Wende

Obwohl die rechtskonservativen und neoliberal agierenden Teile der CDU/CSU gerade diese in Vereinen und NGOs organsierten Verteidiger der Demokratie das Wasser abzugraben versuchen, weil die Fördergelder für die Verteidigung der Demokratie eingefroren, eingeschränkt und verweigert werden, sind gerade diese aktiven Gruppen deutlich wirksamer mit ihren Projekten als die einzelnen „Lichtkegeln des intellektuellen Mahnertums“ á la Habermas.

Zu diesen aktiven zivilgesellschaftlichen Gruppierungen, welche die Grundwerte der Demokratie (Freiheit, Gleichheit, Solidarität) verteidigen,  gehören FragDenStaat, Re:Publica, Finanzwende  (Cum Cum + Cum-Ex) und viele mehr.

Unabhängiger Journalismus, wie er durch das Krautreporter-Magazin und seine Mitarbeiter umgesetzt wird, ist ein weiterer Baustein,  um die Demokratie zu erhalten.

Sie alle tragen bei zu einer deliberativen Qualität im Gesellschaftsvertrag durch Aufklärung, Informationsfreiheit und Stärkung der Demokratie in vielen Lebensbereichen. Die deliberative Demokratie betont die Notwendigkeit der öffentlichen Diskurse, die Teilnahme an Entscheidungen der Bürger durch direkte Demokratie und Elemente der Mitbestimmung.

Das Gegenteil wird praktiziert in den  vertraulichen und vor der Öffentlichkeit verborgenen Treffen der Demokratie-Ablehner (wie den Investor Peter Thiel – Entwickler der Überwachungssoftware Palantir ), an denen ausgewählte Personen  nach Einladung durch Thiel teilnehmen. Dazu gehört auch seit Jahren der aktuelle Fraktionsvorsitzende der CDU/CSU Bundestagfraktion, Jens Spahn. Er war auch zum Zeitpunkt Teilnehmer des Treffens,  in dem er als verantwortlicher Gesundheitsminister der Republik den Mrd. – Schaden durch den Corona-Masken-Skandal bescherte!

Und aktuell sind wieder fast 350 Mill. Euro dazu gekommen, die durch Spahns Fehlverhalten Deutschland bezahlen muss, weil die bestellten Masken bisher nicht bezahlt wurden! Aber dafür  gehört der Herr Spahn  zu einem Netzwerk, den der Investor Thiel geknüpft hat, der öffentlich verkündete:

„Freiheit (gemeint ist die unternehmerische Freiheit, alles zu tun, was die Gewinnmarge steigert und sichert, und wo der Staat keine Einflussnahme nehmen soll!) und Demokratie sind nicht vereinbar.“ 

Das lässt die Schlussfolgerung zu, dass jegliche staatliche Einflussnahme unterlassen werden soll. Das gelingt am besten in Autokratien, in den die Zivilgesellschaft nichts zu sagen hat. Notfalls soll diese Vorgabe mit autoritären Mitteln durchgesetzt werden.

Wer wie Jens Spahn erkennen lässt, dass diese Weltsicht möglicherweise auch die seinige ist, der hat in Funktionen mit Macht in einer Demokratie nichts zu suchen. Eine Entlassung und Entfernung aus seiner Position als Teil der Legislative im Bundestag ist eine notwendige Maßnahme!

18. Juni 2026
von JvHS
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Die Demokratie-Gefährdung und Aufweichung des Rechtsstaates beginnt mit der Ignorierung des Völkerrechts und der Menschenrechte

Wenn das Elend einer Figur, ausgestattet mit emotionaler Ungezügeltheit, unkontrollierten Impulsen und Gewaltmöglichkeit aufgrund seiner Funktion (Präsident), dann ist Donald Trump ein Paradebeispiel für die Notwendigkeit zu definieren: Was ist der Mensch- und zwar in seiner jeweiligen epochalen Ausgestaltung?

Was ist der Mensch? Ein Frage, an deren Beantwortung Immanuel Kant sich schon versuchte. Seine Annäherung an die grundsätzliche Antwort im Rahmen des Erkenntnisstandes seiner Epoche gründete Kant auf die Erforschung der Teilfragen: Was kann ich wissen? (Erkenntnistheorie – „Kritik der reinen Vernunft“). Was soll ich tun? (Ethik – „Kritik der praktischen Vernunft“). Sowie: Was darf ich hoffen? (Ästhetik – „Kritik der Urteilskraft“).

Unter welchen Bedingungen ist also Erkenntnis überhaupt möglich? Oder – wie Kant es formuliert –: Was sind die Bedingungen der Möglichkeit von Erkenntnis?

Nach Kant erkennt der Mensch zwar aufgrund seiner eigenen persönlichen Erkenntnisfähigkeit, weiß zugleich nicht, ob seine Vorstellung von Erkenntnis tatsächlich eine Entsprechung in der Außenwelt hat.

Zitat: Die Außenwelt, wenn wir sie als die Gesamtheit der Erscheinungen verstehen, ist dabei bereits eine „subjektive“ Vorstellung. Solche aus einzelnen Elementen zusammengesetzten empirischen Anschauungen nennt Kant Empfindungen. (versus Wahrnehmung) Raum und Zeit aber werden als reine Formen der sinnlichen Anschauung den Empfindungen (der Materie) hinzugefügt. Sie sind reine Formen der menschlichen Anschauung und gelten nicht für Gegenstände an sich. Dies bedeutet, dass Erkenntnis immer vom Subjekt abhängig ist. Unsere Realität sind die Erscheinungen, d. h. alles was für uns in Raum und Zeit ist.“ Quelle: Kant)

Das zu ignorieren, das ist ein Anzeichen von Unmündigkeit, wenn das offensichtliche Fehl-Verhalten von Figuren wie Donald Trump nicht kritisiert, sondern ignoriert und ihm zugestimmt wird.

Zitat: „Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Anleitung eines anderen zu bedienen. Selbst verschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Muthes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Sapere aude [wage es verständig zu sein]! Habe Muth, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! ist also der Wahlspruch der Aufklärung.“ Zitatende (Immanuel Kant)

Unterscheidungen: Wahrnehmungen 

Psychologisch: Gemäß dieser Definition sind also nicht alle Sinnesreize Wahrnehmungen, sondern nur diejenigen, die kognitiv verarbeitet werden und der Orientierung eines Subjekts dienen. Wahrnehmung ermöglicht sinnvolles Handeln und, bei höheren Lebewesen, den Aufbau von mentalen Modellen der Welt und dadurch antizipatorisches und planerisches Denken. Wahrnehmung ist eine Grundlage von Lernprozessen.

Biologisch: Wahrnehmung ist enger gefasst und bezeichnet die Fähigkeit eines Organismus, mit seinen Sinnesorganen Informationen aufzusuchen, aufzunehmen und zu verarbeiten.

Philosophisch: Die Begriffe kommen aus dem Verstand, der diese spontan durch die produktive Einbildungskraft nach Regeln bildet. Hierzu bedarf es des transzendentalen Selbstbewusstseins als Grundlage allen Denkens. Das reine, d. h. von allen sinnlichen Anschauungen abstrahierte Bewusstsein des „Ich denke“, das man auch als die Selbstzuschreibung des Mentalen bezeichnen kann, ist der Angelpunkt der Kantischen Erkenntnistheorie. Dieses Selbstbewusstsein ist der Ursprung reiner Verstandesbegriffe, der Kategorien. Quantität, Qualität, Relation und Modalität sind die vier Funktionen des Verstandes, nach denen Kategorien gebildet werden. (Quelle!)

Zurück zu Trump und Konsorten: Wo politische oder wirtschaftliche Macht aufgrund von Funktionen enorme Auswirkungen haben, ist grundsätzlich der „Denk- und Handlungs-Kompass“ wichtig, welcher die Machtausübung steuert! Dabei ist der persönliche respektive individuelle Handlungsimpuls dem grundsätzlichen Denk- und Handlungsimpuls zu unterwerfen, welche durch die Kategorien „Demokratie + Rechtsstaat“ getragen werden. Ein Selbstverständnis, das – wie bei Trump – mit seinem Auftritt beim G7-Treffen nicht mit einem „Guten Tag“, sondern mit „Ich bin der Boss“ zum Ausdruck gebracht wird, disqualifiziert diese Figur für jede Führungsposition.

So ist es nicht verwunderlich, dass er völlig ohne Impulskontrolle und Verstand ein Abkommen unterzeichnet, zu dem er absolut nicht berechtigt ist.

Diese Handlungen entsprechen weder der Rechtsstaatlichkeit in den USA, noch der Verfassung der USA. Sie sind Beleg für Trumps Selbstverständnis und seinen illegalen Angriff auf die US-Demokratie und den Wechsel hin zur Dekret-Diktatur.

Die Auswirkungen dieser egomanisch-destruktiven und menschenfeindlichen Handlungen Trumps, die von seinen Kumpanen in den Ämtern der legislativen, der exekutiven bis hin zu den judikativen Positionen mitgetragen werden, ist mit der Abkehr vom Völkerrecht und der Missachtung der Menschen eine weltweite politische und gesellschaftliche Vergewaltigung der Menschen und ihrer Demokratien durch die Figur Donald Trump.

Demokratische Gesellschaften sind dann gefährdet, wenn Populismus und politisch-egoistische Ziele mit ihren Affekten und Emotionen Aufklärung ersetzen und Vernunft unterdrücken.

So wie Gauner als Gauner zu bezeichnen sind, so ist Missbrauch im Amt als Missbrauch aufzudecken. Egal, ob der Funktionsinhaber Präsident eines Staates ist, der Verfassungsbruch begeht, oder ob es ein Minister im Amt des Innenministers ist, der gegen geltendes und übergeordnetes  EU-Recht verstößt, wie es Alexander Dobrindt mit seiner Überwachung der Bevölkerung gegen jeglichen Wissens praktiziert.

Der verstorbene Philosoph Jürgen Habermas hat in seinen Werken „Erkenntnis und Interesse“, „Theorie des kommunikativen Handelns“, „Faktizität und Geltung“ sowie „Strukturwandel der Öffentlichkeit“ auf den Missbrauch von Macht und den möglichen Motiven von aktuellen Amtsinhabern der politischen und wirtschaftlichen Positionen dazu hingewiesen.

16. Juni 2026
von JvHS
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Von den gegensätzlichen Positionen der Nonkonformisten und der Mitläufer der faschistischen Despotie

„Nein“ zu sagen im Sinne von Widerspruch respektive Einspruch bedeutet, lebendige Demokratie zu praktizieren. Widerspruch und Einspruch sind immer begründet und basieren auf Argumente und Fakten. Wer den Einspruch wagt, handelt dann positiv, wenn seine Einwände konstruktiv, mitmenschlich geprägt und frei von ausgrenzenden, verfolgenden, unterdrückenden, rachsüchtigen und übervorteilenden Absichten sind. Ein Einspruch erfolgt dann zu recht, wenn despotische Ziele, verfassungsignorierende und die Gewaltenteilung umgehende Absichten erkennbar sind.

Mitläuferpositionen verwandeln ihre Ablehnung – aufgrund der Übernahme von Papageien-Nach-Geplappere der gesellschaftlichen Brandstifter – in die Verfolgung der Einspruch-Akteure mit ihrer berechtigten Kritik. Sie nutzen Unterdrückung, Hass und Gewalt als Mittel der Zielerreichung. Mitläufer praktizieren damit lediglich blindes und gedankenloses Befolgen. 

Ein solches Verhalten – leider viel zu oft vorzufinden in weltweit vorhandenen Gesellschaften – ist das Gegenteil von Nonkonformismus im Sinne von selbstbestimmten Denken und Handeln. Populistische Machtinhaber lehnen den Diskurs und Dialog ab, weil sie ihre Absicht realisieren wollen, nicht die beste Lösung für Probleme finden zu wollen, sondern lediglich ihre Ideologie durchsetzen wollen. Das „selbst- und fremdtäuschende Verhalten“ gibt vor, diese Ziele seien der richtige Weg! Real wird allerdings die Demokratie geschwächt und ihrer  Essenz von Freiheit, Gleichheit und Solidarität beraubt! Die Zerstörung der Demokratie und die Einführung einer autoritären Staatsform sind das „Endziel“ der „ selbsternannten Patrioten“!

Mit dem Strom der Rechtsextremisten und Faschisten zu schwimmen, ist aktuell „en Vogue“! Es vermittelt ein trügerisches Gefühl von Macht, von dem die Mitläufer selbst betrügerisch glauben, davon zu profitieren. Real aber liefern diese Menschen sich einer manipulierten und von Despoten gelenkten Wirklichkeit aus. Das Selbstdenken wird verlernt. Die Übernahme des Vor- und Fremd-Gedachten wird zur „Normalität“ und erfolgt bald nur noch als Reflex – suchtmäßig bedingt durch die Flut der TikTok, WhatsApp und Co.-Sprachfetzen. Das „Schubladen“-Denken und Ordnen hat wieder Konjunktur. Darin passen aber nur die „Ergebnisse“ von Vorurteilen, Ressentiments und Hetze, die ohne Reflexion produziert werden und schablonenhaft dem feindlichen Anderen übergestülpt werden. Die Eindimensionalität hält wieder Einzug im Umgang mit den „Neinsagern“. Nur die Vorstellungen der Machtinhaber werden durchgesetzt. 

Allem Anschein nach scheint Geschichte sich doch zu wiederholen. Die Spaltung der politischen Realität der Weimarer Republik  aus den 1930er Jahre blinkt in das Mecklenburg-Vorpommern der Gegenwart herüber. Das Zurück in die Herrenzimmer-Weltsicht und die Rigorosität der Anhänger des Konservatismus in Ökonomie und Politik hat wieder Oberwasser erhalten. Dabei wird jegliche Moral in Arroganz ertränkt. Und die Kultur der Toleranz wird gleich mit fortgeschwemmt! Das Personal der Mehrheitsfraktion CDU/CSU in der Regierung leistet durch ihre Gesinnung die Vorarbeit für die Antidemokraten der AfD. 

Neue Umfragen zeigen auch, dass politische Bewegungen wie das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) Chancen haben, in den Landtag einzuziehen. Die politische Landschaft wird zunehmend fragmentiert, was die Bildung stabiler Regierungskoalitionen erschwert. Experten erwarten, dass die kommenden Jahre von schwierigen Verhandlungen geprägt sein werden, um tragfähige Bündnisse zu schmieden.“, lautete ein Beitrag am 25. September 2025, ansässig auf Cypern und als KI-Portal erkennbar. Dass die Führung dieser Partei auch nicht davor zurückschreckt, die AfD im Falle eines Wahlsieges zu tolerieren und zu unterstützen, ist nicht nur ein besonders schändliches Vorhaben, sondern verortet diese Partei sehr nahe an antidemokratische Ziele.

Wer auch immer sich hinter dem KI-Portal versteckt, begleitet wird der zuvor benannte Artikel durch einen Beitrag aus dem Dunstkreis der fließenden Grenze von nationalkonservativ-neoliberalen Umfeld zum Rechtsextremismus in der Wochenzeitschrift „Junge Freiheit“, einem Sprachrohr der „Neuen Rechten“, ebenfalls vom 25. September 2025

In rund 4 Monaten droht bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern 2026 die Übernahme der politischen Macht – eventuell in Form eine absoluten Mehrheit – durch die AfD. Günter Grass würde sich im Grab rumdrehen, wenn er die Entwicklung des heutigen Deutschlands wahrnehmen würde. Wo bleiben die literarisch verpackten Erkenntnisse des Hineinschlitterns in die Zerstörung der ersten deutschen Demokratie und in das Elend der Hitler- und Nazi-Diktatur, von Grass eindringlich erzählt in seinem Roman „Blechtrommel“ . Oder auch die schleichende Entwicklung des Mitläufertums in Zeiten einer despotischen Entwicklung der deutschen Gesellschaft, ebenso eindringlich erzählt von Siegfried Lenz in seinem Roman „Deutschstunde

Es fehlen die „Nein-Sager“ in diesem Land, die aus den leidvollen Erlebnissen des Hitler- und Nazi-Regimes eine anderen Sicht auf die heutigen fatalen gesellschaftlichen Veränderungen entwickelt haben, um dem weiteren Erstarken der despotisch rechtsextremistischen Weltsicht einer AfD und der egomanischen Mittäterschaft neoliberaler Unternehmer-Netzwerke Widerstand entgegenbringen zu können.
Die Regierungs-Koalition aus CDU/CSU-Union und SPD hat eine Schlagseiten-Realität eingenommen, die Freiheit, Gleichheit und soziale Verantwortung gefährden. Nicht zuletzt, weil sie Personen in Positionen gebracht haben, die das Wohl der Mehrheit der
Menschen in unserem Land aus den Augen verloren haben. 

Und immer wieder leitet die Sorge um unser Land seit rund 180 Jahren viele nachdenklichen Menschen dazu, Heinrich Heine zu zitieren: „Denk ich an Deutschland in der Nacht, bin ich um den Schlaf gebracht…Heines Vers-Epos zum Zustand Deutschlands. 

 Und noch ist nicht Frühling, der Winter hat noch nicht ausgedient. So mag auch der Gedanke an Heines „Deutschland- Ein Wintermärchen“ naheliegend sein. Heines „Nein sagen“ zum Zustand des Deutschland in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. 

Ein Auszug aus dem Vers-Epos:
Sie sang vom irdischen Jammertal,
Von Freuden, die bald zerronnen,
Vom Jenseits, wo die Seele schwelgt
Verklärt in ew’gen Wonnen.

Sie sang das alte Entsagungslied,
Das Eiapopeia vom Himmel,
Womit man einlullt, wenn es greint,
Das Volk, den großen Lümmel.

Ich kenne die Weise, ich kenne den Text,
Ich kenn auch die Herren Verfasser;
Ich weiß, sie tranken heimlich Wein
Und predigten öffentlich Wasser.

Ein neues Lied, ein besseres Lied,
O Freunde, will ich euch dichten!
Wir wollen hier auf Erden schon
Das Himmelreich errichten.

Verse, die dazu auffordern, die Demokratie gegen die Feinde der offenen Gesellschaft zu verteidigen und die Wahl der rechtsextremistisch affinen AfD in den Landtagswahlen diesen Jahres zu unterlassen!

re:publica 2026 – Stärkung der Zivilgesellschaft als Gegenmacht zur konservativ-antidemokratischen Wende

Text vom 12. März 2026 – wieder eingestellt nach Serverumzug!

15. Juni 2026
von JvHS
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re:publica 2026 – Stärkung der Zivilgesellschaft als Gegenmacht zur konservativ-antidemokratischen Wende

Bildzitat: Arne Semsrott auf der re:publica26 und das YouTube-Video.

Die re:publica 2026 – 18.-20. Mai 2026-  ist vor wenigen Wochen zu Ende gegangen. Auf der jährlichen Konferenz seit 2011 bilden Vertreter*innen aus Wissenschaft, Politik, Unternehmen, Hackerkulturen, NGOs, Medien und Marketing sowie Blogger*innen, Aktivist*innen, Künstler*innen und Social Media-Expert*innen mit ihren Beiträgen einen Querschnitt unserer Gesellschaft ab, die oft Themen aus dem Bereich der digitalen Realität behandeln, diese aber aus einem anderen Blickwinkel betrachten, als sie von der politisch-ökonomischen Weltsicht dargestellt werden.

In der Konferenz 2026 standen die Zivilgesellschaft und ihr Zustand im Mittelpunkt der Beiträge.  Der Schwerpunkt der Themen lautete zu Recht, wie die Gefährdung der Demokratie durch die konservative Wende der Mehrheitspartei CDU/CSU in der Regierung begrenzt und die Aufweichung der Abwehr des Einflusses der in Teilen rechtsextremistischen und antidemokratischen AfD erfolgen kann. Konsequent auch deshalb das Motto der Konferenz: „„#NeverGonnaGiveYouUp“.

Der Autor  Arne Semsrott – stellt in seinem Buch „Gegenmacht“ – eine Möglichkeit vor, den Weg der in Teilen rechtsextremistischen Partei AfD und ihr Ziel, die Autokratie für Deutschland einzuführen,  zu verhindern, in dem die Zivilgesellschaft gestärkt wird.

Semsrott Rede-Beitrag auf der re:publica26 umfasst die Beschreibung des Zustandes der Republik unter der CDU/CSU und SPD – Koalition. Semsrott beschreibt Wege, wie die Zivilgesellschaft der Demokratie-Gefährdung entgegen treten kann und das Gefühl der Ohnmacht aufgrund der unfassbaren Fehlleistungen durch CDU/CSU abgelöst werden kann durch die Stärkung der Zivilgesellschaft und direkte Demokratie.

Wie schon in seinem Buch „Gegenmacht“ betont Semsrott, dass der Schlüssel liegt in der Zivilgesellschaft. Es gehe darum, was funktioniert: Begeisterungsfähigkeit, Vertrauen, Materialität,  Sorgearbeit, Volksgesetzgebung, Demokratisierung der Wirtschaft, gerechte Verwaltung, zivilgesellschaftliche Krisenvorbereitung, Rechtskämpfe, neue Räume und Medien, Humor, Glück.

Zitat: „Ich spreche darüber, wie Organizing in Gewerkschaften siegreich sein kann, wie effektive Kampagnen der direkten Demokratie aussehen, warum die Demokratie-Proteste 2024 ein großer Erfolg waren und warum Transparenz auch in der autoritären Wende essentiell bleibt.“ Zitatende

Der Schwerpunkt von Semrotts-Redebeitrag zum Thema „Zivilgesellschaft als Gegenmacht“  ist ein unterhaltsames YouTube-Video mit konkreten Beispielen und mit der Botschaft einer offenkundig berechtigten Hoffnung, dass die Zivilgesellschaft als Gegenmacht politisch wahlwirksam sein kann!

Zivilgesellschaft als Verteidigung der Demokratie – Vereine und ihre Satzungen verändern – direkte Demokratie

 

14. Juni 2026
von JvHS
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Belgisches Veedel – Kölns Graffiti-Viertel als beliebter Lifestyle-Ort?

St. Michael am Brüsseler Platz im „Belgischen Viertel“ von Köln

Zwischen Hohenzollernring, Aachener Straße, Zeughausstraße und der Bahnlinie liegt das „Belgische Viertel“ in der Stadt Köln. Die meisten Straßennamen im Viertel weisen auf die geografische Herkunft und Belgien hin: Flandrische Straße, Lütticher Straße, Antwerpener Straße, Brüsseler Straße, Brüsseler Platz, Brabanter Straße und Genter Straße sind Argumente wie Belege für die Bezeichnung des „Veedels“. Ein Stadtviertel, das zum linksrheinischen Innenstadtbereich gehört.

Arbeitsplatz verlagert auf den Brüsseler Platz an St. Michael im Belgischen Viertel in Köln

Rund um die Kirche St. Michael und den Brüsseler Platz gehören Graffitis zum Viertel

Am Brüsseler Platz findet der Besucher des Stadtviertels die Kirche St. Michael. Ein deutlich sichtbares Orientierungsmerkmal. Auffallend sind die vielen Graffitis im „Veedel“. Neben der gelungenen Fassadenrenovierung der Gründerzeit Hausreihen findet der Spaziergänger Graffitis von der kreativen Hausbemalung und ästhetischen Ergänzung bei der Gestaltung vieler Motive auf den Hauswänden bis zur wenig geliebten Verunstaltung vor.

In den meisten Straßen des Viertels begegnen den Menschen die „Bilderzählungen“ in mehr oder minder gelungenen „Verschönerungen“. Nicht jeder Anwohner erfreut sich dieser Inbesitznahme der eigenen Immobilie als „steinerne Leinwand.“

Daneben allerdings sind der Wildwuchs der Aufkleber sowie die chaotischen bis disharmonischen Graffitis auf jeder freien und noch so kleinen Fläche nicht zu übersehen.
Das sorgt für gespaltene Einschätzung bei den Bewohnern im Viertel, weil der „Schmuddel-Effekt- Eindruck“ von „Graffiti- Schmierereien“ auch beim Besucher des Veedels an einigen Stellen nicht ausbleibt.

Insgesamt bleibt ein Gefühl des LÉGÈREN und der Lockerheit als Hauptmerkmale der Atmosphäre des Veedels für den Besucher bestehen. Große Hektik kommt eher nicht auf. So passt denn auch der fahrradbetriebene Amazon-Lieferant gut ins Gesamtbild. Und am Rand des Viertels ist der Blick auf den Dom ein Beleg dafür, dass der Weg zu Fuß dorthin recht wenig Zeit in Anspruch nimmt. Ein „Veedel“ (Stadtviertel), das Gelassenheit in der Großstadt ermöglicht und durch kleine charmante Lokale ein mediterranes Flair versprüht. Kein Wunder, dass dieses Viertel  zu den beliebtesten und teuersten Wohngegenden der Stadt gehört.

 

12. Juni 2026
von JvHS
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Ein jedes Leben ehren und gestalten (lassen)! Es war einmal in Schweden… ein Feuer!

Willst Du das Leben unbedingt verstehen,
Dann gestalte bewusst, besonnen und auch fest.
Lass niemals nur den Tag geschehen.
Halt inne und bleib manchmal stehen,
vergiss jedoch nicht das Weitergehen!
Denn Verstehen Dir Einsicht schenken lässt.   (JWB

Es war einmal ein Leben, eingebunden in die Natur in Schweden. Anhaltend die – wie mit Puderzucker eingehüllte – Einsamkeit, und dennoch jederzeit leicht zu ertragen, weil das Licht – erhabend wirkend – jede Schmerzlichkeit umschmeichelnd linderte.

Und so fiel es leicht, das Leben zu gestalten und zu feiern!

Was auch geschehen mag – gib´ niemals auf!  Das Leben wird trotz Blitzschlag weitergehen. Natur-Ereignisse verändern das Leben in Raum und Zeit. Mut und Gestaltungskraft lassen das nachfolgende Leben gelingend gestalten!

Es war einmal I ….  so fangen meistens Märchen an!

Es war einmal… diesen Anfang lieben Kinder und er ist das Signal fürs Vorlesen und Zuhören, wenn die Großeltern/Eltern am Abend Märchen erzählen. Die Länge der Andersen Märchen ist für das Vorlesen am Abend geeignet, weil kurz genug, um bis zur Schlafenszeit erzählt zu werden.

Die Dramaturgie der Märchen ist – zumindest bestimmten Jahrgängen unter uns – noch bekannt. Die Helden bekämpfen die Bösen, am Ende steht das Happyend; es wird geheiratet, Kinder bereichern das Familienleben, die gefundenen Schätze lassen auf eine Versorgung im Alter hoffen, ohne den Rentenbeginn auf das 67. Lebensjahr oder darüber hinaus hochzuschrauben.

Kurz gesagt, dem o.g. Anfangssignal gesellt sich ein Endsignal zu: und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.

Es war einmal II … (Wiedereinstellung eines Textes aus 2010)

Es war einmal ein „Kronortorp“, auch um sein Überleben kämpften Alltagshelden, leider stand aber schon nach kurzer Zeit fest:
es ist gestorben und überlebte nicht! 

Ein Haus stand in Flammen. Der Blitz war eingeschlagen!“ – lautete die Titelzeile der Zeitung!

Vor mehr als 16 Jahren, am 10. August 2009 erreicht mich ein Anruf von meinem besten Freund in Schweden, einer meiner Heimatorte. „ Johannes, hej, hur mar du ?“ –“ Johannes, wie geht es dir?“ Es folgen 1-2 Minuten fröhlicher Antwort meinerseits, bis mein Freund Jan aus Schweden mich unterbricht: „Ursäkta, men jag ringer för att berätta att ditt hus har brunnit ner“. – „Sorry, ich telefoniere, weil dein Haus niedergebrannt ist.“

Kein Happy-End – aber das Ende eines persönlichen Märchens. Und die Welt drehte sich weiter.

 

12. Juni 2026
von JvHS
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Demokratie bedeutet, Brücken zu bauen und gemeinsam zu nutzen! Rechtsextremismus á la AfD ist antidemokratisch!

Demokratie bedeutet, Brücken zu bauen und gemeinsam zu nutzen zur Überwindung von Widerständen und Hindernissen…

Das Gegenteil wollen undemokratische und extremistische Figuren wie:
Markus Frohnmaier, Bundesvorsitzender der Jungen Alternative (JA) im Jahr 2017 bis Febr. 2018 (Stand heute, 12.06.2026: seit 2017 Bundestagsabgeordneter der AfD)

„Ich sage diesen linken Gesinnungsterroristen, diesem Parteienfilz ganz klar: Wenn wir kommen, dann wird aufgeräumt, dann wird ausgemistet, dann wird wieder Politik für das Volk und nur für das Volk gemacht – denn wir sind das Volk, liebe Freunde.“

Wessen Gesinnung dieser Phrasendrescher ist, kann an der Wortwahl und an seinen Aussagen abgelesen werden. Und nein, ihr Wähler und Parteimitglieder der AfD, ihr seid nicht das Volk, sondern eher die „Armseligkeit für Deutschland“. Ihr seid ein kleinerer Teil der Gesellschaft, die es euch gestattet, unerträgliche, menschenfeindliche und verfasssungsgefährdende Meinungen wie diese zu äußern, weil wir eine demokratische Gesellschaft sind, wir als Demokraten aber eine Bedrohung unserer Demokratie nicht hinnehmen werden!

Die indirekte Terrorandrohung verdient die Aufmerksamkeit von BKA und Verfassungsschutz. Aussagen wie diese sind den Unterstützern der „AfD“ – und nein, mit dieser Gesinnung ist diese Sammlungsbewegung keine Alternative – als Spiegel vorzuhalten. Es sind klar neofaschistische und neonazistische Gedanken, und soweit sie im pseudo-intellektuellen Milieu sich bewegen, sind sie Vertreter und Anhänger autoritärer Staatsmodelle, die nur Unfreiheit und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit praktizieren! 

(Exemplarisches Beispiel für die antidemokratische und menschenfeindliche Zielsetzung sind Einrichtungen wie: Das „Institut für Staatspolitik“        >2000-2024: aufgelöst<, welches nach eigenem Selbstverständnis eine Vordenkerfunktion habe.  Gründer: Götz Kubitschek und Karlheinz Weißmann, sind regelmäßige Autoren und Gesprächspartner in der Jungen Freiheit – eine Kampfschrift der Neuen Rechten.) {(1)}

Wir brauchen kein weiteres „tausendjähriges Reich“, in dem Ausgrenzung und Genozid zum Handlungsrepertoire gehörten. An der Sprache ist Gesinnung, Haltung und Ideologie zu erkennen: es ist der Jargon der rechtsextremistischen Nazis und Menschenfeinde!
Und Nazis muss man Nazis nennen.
Und Rassisten eben Rassisten.

Das Zulassen und Schüren von Vorurteilen – auch das mit rhetorischen Mitteln verdeckte Anstacheln und Gutheißen rassistischer Haltung – trägt zum Anwachsen des gewalttätigen Verhaltens bei. Aus dieser Verantwortung kann sich Herr Gauland (Stand: 2017 Vorsitzender der AfD) nicht wegstehlen. 

(1) Weitere Infos bei der Bundeszentrale für politische Bildung. ( bpb intellektueller Rechtsextremismus Beitrag aus 2017)

Ergänzung vom 12.06.2026

Dossier zum Rechtsextremismus (Bundeszentrale für politische Bildung – bpb)

10. Juni 2026
von JvHS
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Zivilgesellschaft als Verteidigung der Demokratie – Vereine und ihre Satzungen verändern – direkte Demokratie

Dass politische Parteien um Einfluss und Macht ringen, ist keine neue Erkenntnis. Doch die parlamentarische Demokratie wandelte sich im Laufe der letzten Jahrzehnte immer mehr in eine Parteien-Demokratie, in der die Parteiführungen die Richtung vorgab.

In seinem Buch „Eine (parlamentarische) Demokratie haben wir schon lange nicht mehr beschreibt der Diplom Politologe, Journalist und Autor Wolfgang J. Koschnick die Umwandlung der parlamentarischen Demokratie in eine Funktionärs-Autokratie, in der die Parteifunktionäre (Generalsekretäre der Parteien) nach Vorgabe der Entscheidungsträger (Vorstand und Vorsitz) die politische Richtung. Im Parlament sind die gewählten Abgeordneten der verlängerte Arm der Parteifunktionäre. Die jeweilige Fraktionsführung sorgt für die notwendigen Geschlossenheit und Disziplin und die Umsetzung der gesinnungsformulierten Ziele. Obwohl die gewählten Abgeordneten nur ihrem eigenen Gewissen und ihrer Wählerschaft verpflichtet sind, wird allem Anschein nach die Vorgabe für politische Ziele durch Abnicken bei den Abstimmungen ermöglicht.

Damit wird die Grundstruktur der parlamentarischen Demokratie verändert und in eine Parteien-Demokratie umgewandelt.

Der gelernte Volkswirt und Politikwissenschaftler Wolfgang J. Koschnick war enger Mitarbeiter der Leiterin des Allensbacher Institut für Demoskopie, Elisabeth Noelle-Neumann Noelle. Er nimmt in seinem Buch kein Blatt vor den Mund!

Auszüge und Zitate aus dem Buch von Wolfgang J- Koschnick:

Die Herrschaft von Berufspolitikern, die in politischen Parteien organisiert sind und ihre Macht mit ihrer Hilfe gewinnen und erhalten, über der Bevölkerung verfestigt hat. Es ist eine politische Kaste mit eigenen Gewohnheiten, Ressourcen, Interessen und klarer Abgrenzung vom Rest der Gesellschaft. Sie dient auch nicht der Mehrheit der Bevölkerung, sondern außer sich selbst nur der verschwindend kleinen Minderheit der Reichen und Superreichen. Sie sind die willigen Helfer und Helfershelfer des Kapitals.“

„Über Parlamentarier, die komfortable Diäten und sonstige Vergünstigungen kassieren, Plenarsitzungen schwänzen, mit den Lobbyisten kungeln und sich nebenher zusätzliche Geldquellen  auftun, denken die Bürger nichts Gutes.“ 

„Das politische System ist so weit erstarrt, dass die von der Bevölkerung losgelösten Berufspolitiker noch nicht einmal mehr so zu tun brauchen, als verträten sie das Gemeinwohl. Sie leben in ihrer eigenen Welt und sind eine Kaste für sich, die sich weitgehend von der breiten Bevölkerung losgelöst hat.“ 

„Bis vor kurzem, noch in die 1980er Jahre hinein, schien es so, als könnte die Demokratie tatsächlich ein gewisses Maß an echter sozialer Gerechtigkeit gewährleisten.“

>>Neoliberale Kapitalisten hatten genug Zeit, um zu lernen, wie man sie untergräbt. Sie verstehen sich meisterlich in der Technik, die Instrumente der Demokratie zu infiltrieren – die  >unabhängige< Justiz, die >freie< Presse, das Parlament – und sie zu ihren Zwecken umzuformen.«  

„Die Völker der demokratischen Staaten sehen sich von Oligarchien beherrscht, die ihre eigenen, höchst eigennützigen Interessen verfolgen und sich nicht mehr um die wirtschaftlichen, sozialen, politischen und kulturellen Interessen der Menschen scheren, die sie eigentlich vertreten sollen. Die Wirtschafts- und Sozialpolitik aller entwickelten Demokratien geht seit Jahrzehnten in stets wachsendem Maße an den Bedürfnissen und Interessen der Bevölkerungsmehrheit vorbei und richtet sich zunehmend gegen die eigene Bevölkerung.“

Oligarchen und Egomanen als Präsidenten á la Trump missbrauchen ihre Macht und agieren mit Willkür und an den Parlamenten und der Verfassung vorbei mittels Dekrete! Das ist eine Methode, welche die rechts- und linksextremistische Parteien im Nationalsozialismus der Hitler-Diktatur und des DDR-Terrorsystems anwendeten.

Mit der AfD ist eine pseudo-demokratische Partei entstanden, welche die Tradition des rechtsextremistischen Unterdrückungs- und Terrorsystems wieder aufleben lässt. Dabei spielt sie das „Lied der Volksnähe“ und lockt mit populistischen Vorurteilen und propagiert menschenfeindliche Vorgehensweisen als Weg die  Andersdenkenden als Feinde auszuschließen.

Das Sündenbock-System hat wieder Konjunktur und willige Helferlein praktizieren die gewaltbereite „Entfernung“ der unerwünschten Konkurrenz.  Trumps Vorgehensweise steht dafür Pate.

Ein weiterer Angriff auf die schon geschwächte Demokratie steht in Deutschland bei den nächsten Landtagswahlen in den östlichen Bundesländern bevor. Die Parteien-Demokratie sieht diesem Treiben zu.

Zitat aus Koschnicks Buch:

„Die Superreichen des Geldadels arbeiten nicht und sie leisten nichts. Sie lassen ihr Kapital arbeiten. Sie sind keine Unternehmensgründer und auch keine Unternehmenslenker. Sie sind Anleger und  verwalten das Vermögen, das ihre Väter und Großväter geschaffen haben.
Doch Geldvermehrung durch Vermögensverwaltung ist keine Leistung. Die Geldelite ist auch keine Leistungselite. Die demokratische Politik hat diese gigantische Umverteilung von unten nach oben auf jeden Fall nicht verhindert. Im Gegenteil, sie hat nach Kräften mitgeholfen, sie wachsen und  gedeihen zu lassen.

Die entwickelten Demokratien sind keine Leistungsgesellschaften mehr. Sie haben sich selbst von Leistungsgesellschaften zu ergebenen Dienern und Handlangern des Kapitals gewandelt. Wer mit seinem Vermögen Geld verdient, zahlt pauschal 25 Prozent Kapitalertragssteuer. Wer sein Einkommen durch Arbeit erzielt, zahlt hingegen bis zu 45 Prozent.“

Ist Direkte Demokratie – die Lösung aller Probleme? Zumindest sollte die Zivilgesellschaft (Vereine, NGOs und Vereinigungen der offenen Gesellschaft) ihren Feinden und ihre Gefährdung der Demokratien Gegenwehr entgegenbringen.

Vereine gehören zur Zivilgesellschaft und haben die Möglichkeit in ihren Satzungen rechtsextremistisch Agierende und ihre menschenfeindliche Intoleranz auszuschließen. Es sollten alle Vereine, die zur Verteidigung der Demokratie bereit sind, ihre Satzungen überarbeiten und Ergänzungen einfügen, um die Feinde der Demokratie abzuwehren. Was sie dürfen, das wird im Ratgeber „Umgang mit Rechtsextreme á la AfD“ der Bundeszentrale für politische Bild (bpb) aufgeführt.

Der Autor  Arne Semsrott – stellt in seinem Buch „Gegenmacht“ – eine Möglichkeit vor, den Weg der in Teilen rechtsextremistischen Partei AfD und ihr Ziel, die Autokratie für Deutschland einzuführen,  zu verhindern, in dem die Zivilgesellschaft gestärkt wird.

Zitat Semsrott: „Menschen im Stich zu lassen, ist keine Option. Außerdem ist nichts entschieden – es gibt keinen Automatismus in eine Richtung. Die Geschichte zeigt, dass die extreme Rechte gewinnt, wenn andere nachgeben.“

taz: Was also tun?

Semsrott: „Umso wichtiger ist das Engagement – und das Schöne dabei ist: In dem Moment, wo man gemeinsam etwas tut, wird die Ohnmacht durch Hoffnung ersetzt.“