Wenn die „reine Lehre“ (Gesetzgebung und Programm der eigenen Partei) nur für die anderen gilt, das echte Leben und die davon abweichenden Wünsche dagegen nur der eigenen Familie eingeräumt werden sollen, dann ist dies nicht nur ein Glaubwürdigkeitsproblem des Egomanen Jens Spahn in politischer Funktion, sondern dann wird die Maske der Arroganz deutlich sichtbar.
Gepaart mit Verächtlichkeit für Regeln kommen Arroganz und Ignoranz á la Trump zum Vorschein. Ein Indiz für die Gleichgültigkeit gegenüber der Bevölkerung und der eigenen Partei wird sichtbar bei der Person Jens Spahn. Verantwortung ist dagegen nicht mehr wahrzunehmen. Insbesondere, wenn Spahn in der Machtfunktion als Fraktionsvorsitzender der Mehrheitsfraktion dieselbe auf Vordermann gebracht werden muss, damit „Reformen“ durchgepeitscht werden können, ohne auf Alternative eingehen zu wollen. Auf die Belastungen dieser „Reformen“ für einen Großteil der Betroffenen wird keine Rücksicht genommen. Dagegen fordert Jens Spahn, Rücksicht auf ihn zu nehmen und nennt schamlos das Argument: Gesetze und Regeln seien nur „Theorie“, die hätte im wirklichen Leben eigentlich nichts zu suchen.
Allem Anschein nach nutzte Spahn seine Machtposition, sich die Freiheit zu nehmen, die mitgestalteten Gesetze und Regeln zu ignorieren und zu umgehen! Mit dem Katholizismus zu argumentieren ist zudem eine Dreistigkeit der besonderen Art. Da hilft dann auch der Versuch nicht, den Charme eines Franz Beckenbauers nachahmend ins Spiel zu bringen mit dem Hinweis auf Beckenbauers Spruch, dass „Der liebe Gott sich über jedes neue Kind freue“, auch wenn es bei einem Seitensprung entstanden sei.
Ein „dummdreister Versuch“ scheint die richtige Einordnung für den Versuch Spahns zu sein, die finanzierte und die deutsche Gesetzgebung ignorierende Leihmutterschaft mit einem Seitensprung auf einer Weihnachtsfeier der FC Bayern-München gleichsetzen zu wollen.
Der Umgang Jens Spahn mit dem Regelverstoß, sowie mit der berechtigten öffentlichen Kritik und den Rücktrittsforderungen lässt den Autor dieses Textes an den Roman „Die Blechtrommel“ von Günter Grass denken. Dort forderte der Sonderling Oskar Matzerath „Jesus“ heraus und stellte ihn aus seinem Blickwinkel auf die Probe!
Oskar hängte der Jesusfigur seine Trommel um den Hals, damit er endlich mal gegen die verrückte Welt trommeln sollte. Sie mit Oskars Trommel aus dem Rhythmus zu bringen, sich über die strengen Regeln kirchlicher Provenienz in Nazi- und Kriegszeiten hinwegzusetzen. Weil nichts geschah, holte sich Oskar Matzerath seine Trommel und Schlagstöcke zurück mit den Worten: »Jesus«, kratzte ich einen Rest Stimme zusammen, »so haben wir nicht gewettet. Sofort gibst du mir meine Trommel wieder. Du hast dein Kreuz, das sollte dir reichen!«
Als Oskar hastig mit seiner Trommel die Kirche verlassen wollte, ereilte ihn die Stimme Gottes (die Stimme der Moral?) „»Liebst du mich, Oskar?« Ohne mich zu drehen, antwortete ich: »Nicht daß ich wüßte.« Er darauf mit derselben Stimme, ohne jede Steigerung: »Liebst du mich, Oskar?« Unwirsch gab ich zurück: »Bedaure, nicht die Spur!« Da ödete er mich zum drittenmal an: »Oskar, liebst du mich?« Jesus bekam mein Gesicht zu sehen: »Ich hasse dich, Bürschchen, dich und deinen ganzen Klimbim!«
Das „Bürschchen Jens Spahn“ stellt die Gesellschaft und seine Partei nebst Kanzler Merz auf die Probe. Da muss er sich nicht wundern, wenn er mit seinem Verhalten abgelehnt wird und äquivalent zu hören bekommt: „Bürschchen, wir lehnen dich, dein Verhalten und deinen ganzen Klimbim ab!“
Jesus und Jens Spahn sind „Die Bürschchen“ aus dem Blickwinkel von Oskar Matzerath, die beide versagt haben. Der eine, weil er nicht trommeln wollte, der andere, weil er zu viel und falsch trommelt.
„Tritt zurück! Und mach´ dich vom Acker“, so hat es den Anschein, werden wohl die Rufe aus der eigenen Partei und der Gesellschaft immer lauter ertönen! Nun sind die Union und Kanzler Merz gefragt und stehen im Fokus der Öffentlichkeit!
Version vom 18.07.2026 / 10:45 Uhr