Blick auf die Welt

Sehen und Erkennen / Bildsprache – Wortsprache

8. Dezember 2025
von JvHS
Kommentare deaktiviert für Hört auf, von „Rebellen“ zu faseln, die nur eine Demokratie gefährdende 18ner-Gruppe mit lobbyistischer Agenda ist!

Hört auf, von „Rebellen“ zu faseln, die nur eine Demokratie gefährdende 18ner-Gruppe mit lobbyistischer Agenda ist!

Cirrus Wolken – synonym für die zerfledderte Republik stehend

Wo bleibt der berechtigte Hinweis auf die Verantwortungslosigkeit der kleinen 18köpfigen Gruppe selbstüberschätzender Vabanque-Spieler im Bundestag und die transparente Aufklärung darüber, dass  dieses Grüppchen die Interessen weniger Privilegierter rücksichtslos vertretend sich verpflichtet sahen und bereit waren, die Demokratie zu gefährden und ihre Aufgabe als Abgeordneten ignorierten, Schaden vom Land und Volk abzuwenden. Sie  als „Rebellen“ im Kampf für Rentengerechtigkeit zu erhöhen, kommt nicht einmal in die Nähe einer faktenbezogenen Wahrheit!

Zur Transparenz gehört, ihr Gefährdungspotenzial und  ihre fremd- und selbsttäuschende Agenda zu benennen.

  1. Es ist schon eine Anmaßung, sich als die Vertretung der nachkommenden Generation zu bezeichnen und daraus abzuleiten, dass alle zwischen 20 und 40 ihnen für ihr Verhalten zustimmend einen Freibrief ausgestellt hätten.
  2. Es gibt keine Belege dafür, dass diese 18 Personen mit ihrer Agenda tatsächlich die „einzige und wahre Generationengerechtigkeit“ vertreten würden.
  3. Ihre Behauptung, das Rentenniveau über 2031 hinaus zu halten, sei zu teuer, ist faktisch unrichtig. Die alternativen und real auch durchsetzbaren Möglichkeiten des Einbezugs weiterer Einzahler in die Rentenkassen wurden nicht in Augenschein genommen. Stattdessen wurde unter der Decke gehalten, dass Kürzungen der Renten ohne die zusätzlichen Einzahler geplant sein würden, also auch der zukünftigen Renten der Generation, die sie sich anmaßten zu vertreten.
  4. Unberücksichtigt bleiben auch bei den – nunmehr gescheiterten – Blockierer, dass der Rentenbeitrag seit 2018 seit 8 Jahren bei 18,6 % liegt! Sowohl 1998 (bei 20,3 % unter Kohl (CDU) wie auch im Zeitraum 2007-2011 (bei 19,9 % unter dem Eindruck der Banken- und Finanzkrise). Langfristig sind also bis heute – trotz des steigenden Anteils der Altersrenten – die Rentenbeiträge stabil geblieben.
  5. Das Rentenniveau in Deutschland, besonders für die vielen Geringverdiener, liegt zudem weit unter dem Niveau vieler EU-Staaten. Damit haben wir in Deutschland ein äußerst unausgewogenes Rentensystem, auch weil Unternehmer, Freiberufler und Vermögende keine Einzahlungen in die Rentenkasse leisten!
  6. „Die Frage, die jetzt von der neuen Rentenkommission zu bearbeiten ist, kann daher unmöglich von einer weiteren Senkung der Leistungen handeln. Sie muss davon handeln, wie mit den bevorstehenden Veränderungen am Arbeitsmarkt so umzugehen ist, dass das System gerechter wird und Lasten gleichmäßiger verteilt werden!“(Quelle: TAZ)
  7. Vor allem muss der zu erwartende Anteil weiterer Arbeitnehmer-Ausfallzahlen durch KI- und Robotik und deren sozialversicherungspflichtige Zahlungen in die Sozialversicherungssysteme mit bedacht werden! Auch dieses Belastungsmerkmal tauchte in der Agenda der 18 JU-Verweigerer nicht auf!
  8. Zudem blinkten aus allen Lücken ihrer Argumentation die tatsächlichen Pläne hervor: in Zukunft die so entstehenden Lücken der Rentenkürzung nach dem alten Muster des Neoliberalismus zu schließen: private Vorsorge zu leisten. Dass diese nur oberhalb einer bestimmten Einkommensebene überhaupt möglich ist, dürfte mittlerweile selbst Viertklässler einsichtig sein.
  9. Die erkennbaren Ziele dieser schon selbst als Privilegierte und Nutznießer staatlich finanzierter Einkommen (Diäten… etc.) lassen ihre Rolle als Vertreter der Arbeitgeberinteressen ersichtlich werden!
  10. Gleichzeitig machen sie die Erbärmlichkeit der Führungsschwäche von Kanzler Merz und Fraktionsvorsitzender Jens Spahn sichtbar! Wohlwollend könnte man bei diesen Beiden ihr Versagen als verfehlte und fehlende Kommunikation in der eigenen Fraktion und Partei deuten.
  11. Kommt auf die so beschädigte Partei und das verantwortungslose egoistische Verhalten und die Anbiederung der 18 Personen an die Unternehmerinteressen eine Schadensverantwortlichkeit zu, die nicht ohne Konsequenzen bleiben wird. Einerseits für das Ansehen der Regierung und den dadurch verursachten Vertrauensverlust, andererseits aber auch für die steigenden Zahlen auf Seiten der rechtsextremistisch und anti-demokratischen AfD.
  12. So perfide wie auch erbärmlich ist zugleich der Versuch der Unions-Parteien (CDU/CSU), in der Arbeits- und Sozialministerin Bärbel Bas (SPD) den „Sündenbock“ zu installieren!
  13. „Die drittgrößte Exportnation müsste dann allerdings dafür sorgen, dass Bildung und Ausbildung auch so funktionieren, dass ebenso qualifizierte Facharbeiter-Innen nachkommen, wie jetzt bald gehen. (Bezugs-Quelle: TAZ)
  14. Sie (Die aktuelle Mehrheitsfraktion…)müsste sich eingestehen, dass das bisherige deutsche Erfolgsmodell – grob zusammengefasst: unter dem Schutz der USA, mit russischem Gas die Verbrenner-Autos für China bauen – jetzt am Ende ist. Es braucht neue, bessere Ideen für ein nachhaltiges und selbstverantwortliches und auf die EU bezogenes Wirtschaften. Dazu hört man von der Unternehmer-/Arbeitgeberseite leider ebenso wenig wie von der Jungen Union. Sie beherrschen nur den alten Song vom teuren Sozialstaat.“ (Bezugs-Quelle: TAZ)

Es wird Zeit, dass die Demokratie aktiv verteidigt wird, in dem endlich die gewählten Vertreter ihre Klientel-Scheuklappen ablegen und Politik für die gesamte Gesellschaft macht, entlang der Inhalte des Grundgesetzes und einer Verantwortungsethik, die den lobbyistischen Klüngel abschafft und die Parteien dominierende Demokratie wieder zurück in eine parlamentarische Republik führt, ergänzt durch Bürgerräte und ihre konstruktive Mitarbeit!

5. Dezember 2025
von JvHS
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50ster Todestag Hannah Arndt (gest. 04. Dezember 1975) – Denkwerke zur politischen Theorie

Heute (04. Dezember 2025) jährt sich der Todestag der politischen Denkerin zum 50sten Mal – Hannah Arendt wird unterschiedlich vereinnahmt durch die Presse, je nach Verortung der Medienhäuser.

Bestimmte gesellschaftliche Gruppen sahen und sehen bis heute ihre Welt durch Hannah Arendts Schriften bedroht. Insbesondere jene, die die offene Gesellschaft und die Freiheit des Denkens ablehnen und stattdessen Autokratien und Diktaturen an die Stelle der Demokratie setzen. Denen galt Hannah Arendts Werk „Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft “, in der sie die Feinde der Demokratie analysierte und beschrieb.  In den USA lehrte und schrieb sie seit ihrer Emigration und Flucht vor den Nazischergen und dem Holocaust, beobachtete die Funktionsweise von Lobbyismus, Parteidisziplin und politischer Konformität. Sie sah, dass Selbstschutz der Institutionen häufig Vorrang vor argumentativer Auseinandersetzung gewann– ein Phänomen, das sie in Deutschland wie in den USA als Bedrohung der Freiheit analysierte. Die McCarthy-Zeit des Antikommunismus war eine der extremistischen Aktionen Anfang der 1950er Jahre.

Hannah Arendt formulierte aus ihrer Erkenntnis über Politik, was das Ziel totaler Herrschaft sei: „… die Vernichtung menschlicher Individualität, der Spontanität (als Katalysator für Kreativität) und der Pluralität.“  (Arendt gab damit vorab schon eine Beschreibung, die zielgenau auf die AfD und ihre Gesinnung passt!)

Jene Auswirkungen, die Arendt für den Totalitarismus der Nazi- und Stalin-Diktatur beschrieb, aktuell aber in den geopolitischen Aktionen von Putin, Xi Jinping und anderer Diktatoren ebenso zu finden sind, wie in den ungebremsten Ego-Visionen eines Elon Musk, Jeff Bezos oder eines Larry Fink (CEO BlackRock) und den Investoren in KI.

Heute wird „Cancel culture“ betrieben, von rechts wie links, von konservativ bis kreativ. Wer außerhalb eines temporär populären und propagandistisch gepuschte Konsenses spricht, gilt nicht mehr als Gegenüber, sondern als Gefährder. Und an diesem Punkt angekommen, kann die bürgerlich-populistische der „Gleichmachung“ von Links- und Rechtsextremismus nicht wirklich weiterhelfen.

Hier ist jeder Demokrat an den Punkt angekommen, zu differenzieren, dass Rechtsextremismus daran zu erkennen ist, weil er die Vernichtung der Demokratie auf seine Fahnen geschrieben hat! (Umberto Eco – Ur-Faschismus …) Ihn zu verhindern ist Aufgabe einer wehrhaften Demokratie. Leider zeigt sich, dass Reichtum und Rechtsextremismus oft genug Verbindungen eingehen. Diese Gesinnungsbündnisse transparent aufzuzeigen, ist Bestandteil der Verteidigung der Demokratie.

Denn Verantwortung zu übernehmen in Krisenzeiten, entsteht dann, in dem reflektiert wird über das, was jeder tut und wie er plant zu handeln.

Arendt sah in der Verschiebung der Bedeutung und im Kapern der Begrifflichkeiten (INSM / Wirtschaftsrat der CDU) eine Gefährdung für die Menschen: Vom Streit über Positionen hin zur Kontrolle Informationen selbst. Das ist Realität und wäre Anlass für Hannah Arendt gewesen, auf die Entwicklung einer totalitären Herrschaft – auf politischer wie ökonomischer Ebene – hinzuweisen und zu rufen: „Haltet an, besinnt euch, denkt nach!“

Wenn nicht mehr gestritten, sondern nur noch abgegrenzt wird, wenn Dissens nicht mehr als notwendiges Moment der pluralen Öffentlichkeit begriffen wird, sondern durch Manipulation und Meinungsverbot die ersten schnellen Schritte hin zum Extremismus (á la Trumps-MAGA oder Putins Angriffskrieg) bedeuten, dann verliert die Demokratie ihren innersten Kern. Sie verkommt zu dem, was Arendt eine „Verhinderung des Politischen“ nannte. Die roten Lampen sollten dann aufleuchten, wenn die politischen Parteien, die temporär die Regierungsmehrheit haben, von Alternativlosigkeit faseln.

Angstfreies Leben muss erstritten werden, indem Ausbeutung von Menschen durch autoritäre Politik und Ökonomie verhindert werden. 

Antisemitismus, Rassismus und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit entwickeln sich in Gesellschaften dann, wenn mitmenschliches Verhalten und aufgeklärte Toleranz verdrängt werden.

Die reale Komplexität des Lebens lässt bei der Mehrheit der Menschen, die das eigene Denken verlernt haben, ihre Bereitschaft steigen, ihre Verantwortung für die Gesellschaft abzugeben und auf „Führerschaft“ verlagern. Die Abgabe der Verantwortung für das politische Denken und Handeln stärkt die extremistischen und fundamentalistischen Feinde der Demokratie. Das ist eine der Ursachen, warum die Zustimmung und Wählerzahlen für die rechtsextremistische AfD steigen.

Verantwortung für die eigene Existenzsicherung zu übernehmen, gestaltet sich angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Realität für jeden Einzelnen wesentlich schwieriger aufgrund der Hierarchien, dem Versagen der Unternehmensführungen und der hohen Entlassungszahlen!

Hannah Arendt formulierte gerade in diesem Zusammenhang: „Wir leben (in jeder Generation) in einer Welt, wie sie sich gerade darstellt. Wir müssen lernen, damit umzugehen!“

Die weltweite Abhängigkeit der meisten Menschen von ökonomischer und politischer Macht durch wenige Machtinhaber – [Putin, Trump, Erdogan, Orban u.a. stehen für die Politik, Zuckerberg (Meta, Facebook) , sowie Musk (Twitter, Tesla), Bezos (Amazon), Larry Fink (BlackRock Inc.), Sundar Pichai (Google), Tim Cook (Apple) u.a. stehen für die Wirtschaft] – ausgeübt, denen die Menschen nicht vertrauen können, ob sie der eigenen Verfassung und Demokratie folgen! Stattdessen  erleben die Menschen jedoch den Umbau von Demokratien zu Autokratien und Diktaturen durch fundamentalistische Fanatiker und Egomanen á la Donald Trump oder Elon Musk.

Die Verhaltensweisen dieser Machtinhaber sind geprägt von Willkür und gewaltbejahender Sicht auf die Welt, in dem Denken und Handeln auf das Handlungsmuster „Dealen“ reduziert ist, und dies im schrecklisten Format – der Unfreiheit und Unterdrückung – umgesetzt wird. Zudem von Gier angetrieben, und über „Leichen“ gehend, jegliche Mittel (von Krieg, Erpressung, Überwachung bis zur Einschüchterung) einsetzen.  Eine Gesinnung, in der jeder soziale Ansatz verloren gegangen ist! Es wird gehandelt im Ungeist einer menschenverachtenden Haltung!

Zurzeit befinden wir uns  – in vielen westlichen Ländern nach einer 80 Jahre kriegsfreien Zeit – in einer rasant veränderlichen Welt wieder, die geprägt ist von einer Realität, in der die demokratischen Regeln (Gewaltenteilung) ignoriert werden. Die Freiheit des anderen Menschen nicht mehr mitzudenken, wenn von „Freiheit“ und „Förderung der Wirtschaft“ die Rede ist, wird ebenso erkennbar, wie der Verlust der Solidarität und des Respekts sich ausbreitet. Die Fähigkeit zu Konfliktlösungen geht auf allen Ebenen verloren.

Hannah Arendt vermittelt in ihren Werken, dass Politik, Ökonomie  und Staatsform seit jeher von den drei „Ismen“ geprägt werden: Antisemitismus/Rassismus – Imperialismus – Totalitarismus!

Die USA waren einmal ein Staat, der aus Ureinwohner (die fast vollständig vernichtet wurden) und freien Bürgern bestand. Bürger heißen jene Menschen, die der Verfassung zustimmen und danach handeln. Das sei das Band, welche das Zusammenleben regelt und die Gesellschaft zusammenhält und nicht spaltet.

Denken funktioniert nach Arendt nur im Dialog und Austausch der Positionen, nicht jedoch in der Durchsetzung einer Gesinnung, in der keine Rücksichtnahme auf  den Mitmenschen besteht. Freiheit bedeutet, die Freiheit der anderen mitberücksichtigen, die Gleichheit der Menschen zu akzeptieren und die Solidarität als Kit der Gesellschaft zu berücksichtigen. Die Realität in den USA ist jedoch weit entfernt von dieser Realisierung. Der Staat USA entwickelt sich unter Trump hin zum Totalitarismus. Korrumpierbarkeit ist Bestandteil der Ablehnung der Verantwortung für die Mitmenschen. Verbrechen gegen die Menschlichkeit ist Bestandteil der heutigen Formen von Totalitarismus in den verschiedenen Regionen der Welt.

Hannah Arendt betonte, dass auch in einem solchen Staat jede Generation die Hoffnung haben kann. Der Gegenpol zum Totalitarismus sind weder Geheimbünde/Oligarchien oder Sektierertum, sondern Freundschaft, Menschenfreundlichkeit und Liebe.

Version vom 4. Dezember 2025  – wieder eingestellt nach Serverumzug

20. Oktober 2025
von JvHS
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A different Sound II – Martin Luther King: I have a dream

Was ist jetzt noch wahr? 

„Ich treffe meine eigenen Entscheidungen, überwiegend aufgrund von gesammelten Daten, und alle wissen das. Einige Fake- News-Medien lügen, um mich auszugrenzen“. – Donald Trump, am 06.02.2017 auf Twitter. 

Was der größte Dealer aller Zeiten (GröDaZ) – Donald, the Trump, unter Fake News versteht:

„Mit Putin säuselt Trump, Selenskyj schreit er an“ – Titelzeile des NTV-Beitrags vom 20.10.2025!

Umkämpfte Region Donbass – „Trump will Frontverlauf einfrieren!“– Titelzeile Handelsblatt vom 20.10.2025

Der immer gleiche Sound eines „vertrauensvollen Präsidenten“, das Hin-und-Her, das „entschlossene Handeln“ des „verlässlichen“ US-Machtinhabers mit den „aufrichtigen Redebeiträgen“ aufgrund von gesammelten Daten. Trump, der „hoffnungsgebende Friedensengel“ und mit seinen Botschaften á la „Und bist du nicht willig, dann brauch ich Gewalt!“ Flexibel und Drehfreudig als Fahne im Wind. Wer könnte sich mit seinem Charisma messen? Wessen Redefluss und geniale Inhalte könnten wertvoller sein?

Vielleicht die Rede von Martin Luther King? – I have a dream!gehalten am 28. August 1963!

 

7. Oktober 2025
von JvHS
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Hamas-Terror am 07. Oktober 2023 löst mit ihrem Gewaltexzess unsägliches Leid aus!

Der 07. Oktober 2023 vor zwei Jahren war blindwütiger Terror und hasserfüllter Furor!

Das Töten, das Verschleppen und das Quälen der Entführten ist der Auslöser für das Leiden der eigenen palästinensischen Bevölkerung und ihrer Geiseln. Die Weltsicht der Hamas – wer auch immer als ideologischer oder religiöser Fanatiker diesen Anschlag auf feiernde Menschen zu verantworten hat – nahm keine Rücksicht auf die eigene Bevölkerung im Gaza-Streifen. Das Mühlrad des Rollengefängnisses „Täter-Opfer-Helfer“ zu sein und sich im Kreis zu drehen, wurde am 07. Oktober 2023 von der Hamas in Gang gesetzt. 

Terror ist niemals ein Weg zur Freiheit

Terror als Handlungsanleitung zur archaischen Weltsicht des „Auge um Auge“ ist der Einstieg in die Blindheit für alle  menschenwürdigen Belange. Denn wenn „Auge um Auge“-Rache praktiziert wird, dann dreht sich die Spirale der wechselnden RollenEinnahme von „Täter-Helfer-Opfer“ solange, bis alle blind sind und sie dennoch gefangen bleiben in diesem Drama-Dreieck des „mal Opfer sein- mal Täter sein – mal Helfer sein für das ewige Töten des Anderen!“

Wer in seiner Weltsicht gefangen bleibt, verlernt zu sehen und zu verstehen, dass der Andere ebenso ein Mensch ist, wie er selber. Wer das Gegenüber nicht mehr als Mensch respektiert und als ein Wesen, das die gleichen Rechte und Pflichten, die gleichen damit verbundenen Existenznöte hat wie er selber, der den anderen Menschen gegenüber das Menschsein abspricht, verliert damit die eigene Würde!

Das ist das Drama bei allen Gewaltausübungen, die auf Rassismus, Anti-Semitismus, gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit, auf Missachtung der Menschenrechte und Ignoranz der Menschenwürde sowie auf egomanische Ziele und Machtkonzentration als Despot und Diktator beruhen. Sie sind Auslöser für Unterdrückung, Ausschluss von den existenziellen Grundbedürfnissen, für Terror und Kriege.

Freiheit und Frieden ist nur möglich, wenn die eigene Freiheit auch die Freiheit des anderen Menschen einschließt, sowie den Frieden als Grundlage des gelingenden Lebens auch für den anderen Menschen mitdenkt und einhält. 

Ergänzung
Hamas-Hass und Hamas-Weltsicht äußern sich im schlimmsten Anti-Semitismus. Dieser ist nicht nur wieder ausgegraben worden durch die Anhänger des „ewigen Faschismus und Anti-Semitismus“ aufgrund der Erstarkung der rechtsextremistischen AfD, sondern wurde durch den islamistisch-palästinensischen Fundamentalismus nach Deutschland exportiert. Wer die hasserfüllten Aktionen und Demonstrationen dieser islamistischen Meinungsblasen betrachtet, die vor Gewalt gegen anders Denkende nicht zurückschrecken, der kann nur besorgt auf das Schweigen der meisten Menschen in Deutschland schauen!

Es gibt keine Deutsche jüdischen Glaubens, die sich zusammenrotten und ihre Hass erfüllten Parolen und Bedrohungsszenarien gegen palästinensische Menschen islamischen Glaubens zeigen und aufbauen. 

Umgekehrt aber werden Bedrohungsszenarien und Angst durch die Unterstützer der Hamas verbreitet, die die alten Traumata der Juden in Deutschland wieder aufleben lassen. Lebensbedrohliche Angst und Ausgrenzung verspüren zu müssen, nur weil diese Mitbürger jüdischen Glaubens sind.

Wer sich an der Herstellung solcher Bedrohungskulissen und angstverbreitender Atmosphären für Mitmenschen in Deutschland beteiligt, geht einen Weg, der seinen Anspruch auf ein Leben in Deutschland in Frieden und Freiheit drauf und dran ist zu verspielen. 

So wenig wie die arabischen Clanstrukturen mit ihrer Ablehnung der Integration in ein demokratisches Deutschland auf dem Boden des Grundgesetzes durch den Staat Raum gegeben werden darf, oder den rechtsextremistisch-antidemokratischen Zielen der AfD noch weiteren Boden zur Verfügung gestellt werden darf, so wenig darf sich die hasserfüllte, gewaltbereite islamistische Weltsicht der Hamas hier ausbreiten.

Es ist die Verpflichtung der aktuellen Regierung mit aller gesetzlichen Härte gegen diese Zersetzung unserer Demokratie vorzugehen. Unsere Demokratie und das freiheitliche Leben auf dem Boden des Grundgesetzes wird durch Feinde unserer offenen und liberalen  (im ursprünglichen Sinne) Gesellschaft bedroht.

Michel Friedman

Und hier schließt sich der einführende Absatz des Publizisten und Autor Michel Friedman aus seinem Buch Mensch – Liebeserklärung eines verzweifelten Demokraten an:

Zitat: Ich bin ein Verzweifelter. Verzweifelt, weil ich sehe, wie ein großer Teil der Menschen aus der Geschichte nicht lernt. Verzweifelt, wenn ich sehe, wie den Rechtspopulisten, den Islamisten, wie allen »- ismen« zu viele Menschen in die Arme laufen, während zu viele Demokratinnen und Demokraten in Gleichgültigkeit und Apathie versinken. Verzweifelt, weil ich mich auf die Garantie der Menschenwürde, die mir das Leben in diesem Land ermöglicht hat, möglicherweise nicht mehr verlassen kann.“  Zitatende

In diesem Buch wird der Blick auf den Gesellschaftsvertrag „Demokratie“ geworfen (d.h. wie Menschen zusammen leben wollen), und die Demokratie als bestmöglichen Gesellschafts-Vertrag im Vergleich zu anderen Formen des Staates wie Oligarchie, Despotie, Diktatur, Monarchie verortet.

Friedmans Werk ist die Analyse der Demokratie als sorgsamer Blick aus vielen Blickwinkeln, um die Existenz (Da-Sein) und die Essenz (So-Sein), also die Kernbestandteile des Begriffes „Demokratie“ zu benennen. Friedman wählt als Titel das Wort „Mensch“ und als Untertitel „Liebeserklärung eines verzweifelten Demokraten“. Im Mittelpunkt des Themas „Demokratie“ steht der Mensch als Mensch (dessen Würde unantastbar ist), und nicht als Wolf und Raubtier

In einer Demokratie steht niemand über dem Gesetz – und dieses Gesetz mit seinen Ausführungen (Artikeln) wird Verfassung – oder wie in Deutschland – Grundgesetz genannt. Zur Demokratie steht der Rechtsstaat als Gerüst und Essenz und das Grundgesetz/die Verfassung als ihre Existenz.

Friedman widmet sich den Formen der Respektlosigkeiten durch Anti-Demokraten in der Demokratie, die genau daran erkennbar werden. Praktizierte Formen der Respektlosigkeit sind zur Normalität im öffentlichen und privaten Umgang der Menschen mit anderen Menschen geworden und reichen von öffentlichen Lügen, faktenlosen Behauptungen, Willküraktionen (Trump), über Selbst-Inszenierung als „Fast Food-Esser“ (Söder) oder Kettensägen-Demonstration als Gewaltsymbolik (Musk) bis zur öffentlichen Diskreditierung anderer Staatspräsidenten (Trump gegenüber Selenskyj) oder die konzertierte Aktion radikaler rechtskonservativer Kräfte gegenüber der Verfassungsgerichtskandidatin Frauke Brosius-Gersdorf. 

Version vom 07.10.2025 / 19:50 Uhr 

 

26. September 2025
von JvHS
Kommentare deaktiviert für Aachener Kunstroute im Spannungsfeld von Kunst, Spätsommertag, Genuss und der Bürgermeister Stichwahl

Aachener Kunstroute im Spannungsfeld von Kunst, Spätsommertag, Genuss und der Bürgermeister Stichwahl

Zwischen der Aachener Kunstroute 2024 und 2025 (vom 26.09. – 28.09.2025) liegen Zeit und Raum, in denen Ereignisse und Veränderungen, Machtwechsel und Beschädigung der Demokratien in Deutschland und den USA erfolgten. 

Logik ist die Feindin der Kunst. Aber Kunst darf nicht die Feindin der Logik sein. – Oskar Wilde

Wer die Enge seiner Heimat ermessen will, reise. Wer die Enge seiner Zeit ermessen will, studiere Geschichte. – Kurt Tucholsky

Kunst, Niveau, Anständigkeit, Gesinnung – es ist nicht leicht! Daß es aber mit Geld allein nicht zu machen ist, darauf können Sie sich verlassen. – Kurt Tucholsky 

Der Weg zu den Ausstellungsorten lässt den Blick auf Architektur und Stimmung in den Straßen rund um den Dom fallen. Das Flair eines Spätsommertages wird durch die Häuserfronten der Altstadt, durch die starken Kontraste der vollen Sonneneinstrahlung und nicht zuletzt durch die einladenden Sitzgelegenheiten im Außenbereich der zahlreichen gastronomischen Einrichtungen weltweiter Esskultur und ihren Spezialitäten betont. 

Karlsbrunnen auf dem Marktplatz vor den Fassaden der Häuser gegenüber vom Rathaus 

Prinzenhof-am-Leonhard-Gymnasium – Spiegelung der St. Michael griech.-orthodoxe Kirche 

Dom und Dom-Umfeld 

Dom – Katschhof Platz 

Dom vom Münsterplatz aus sehen

Dom und Häuser-Ensemble aus der Sichtachse der Kleinmarschier-Straße

Ansicht des unvollendeten Doms Zustand 1853 (Bild Ausstellung im Centre Charlemagne)

Wie schon im letzten Jahr 2024 fand die Aachener Kunstroute 2025 mit einem Schwerpunkt an Ausstellern (Galerien, Museen und Werkstätten von Künstlergruppen) im Altstadtzentrum statt. Rund um Dom, Rathaus und Fußgängerstraßen war bei bestem Wetter das Genießen auf vielen Ebenen möglich: bei der Betrachtung der Kunstexponaten (Malerei, Druckgrafiken, Fotografien, Skulpturen und Rauminstallationen), im Gespräch mit den Künstlern vor Ort und im Dialog mit den Kunstinteressierten vor Ort.

Statue Kaiser Karl des Großen im Centre Charlemagne

Wie immer an den Veranstaltungstagen der Kunstroute waren auch die Museen kostenfrei zu nutzen. Gleich am Katschhof das Centre Charlemagne, oder am Hühnermarkt nur wenige Schritte entfernt das Couven Museum. 

Ausstellungsexponate in der Aula Carolina

Ausstellungsexponate in der Aula Carolina 2

Im gemeinsamen Ausstellungsraum Aula Carolina in der Pontstraße befand sich die Zentralausstellung Spektrum*25. Und wiederum ein Haus weiter das Zeitungsmuseum.

In der Aula Carolina war einer der Gründer der Galerie „TriebWerk8“, Günter Mainz, gefragter Ansprechpartner. Günter Mainz eröffnete seine Galerie vor Jahren mit einem Partner, um begabte weniger bekanntere Künstler und Künstlerinnen einen Ausstellungort zur Verfügung zu stellen. Eine Galerie, die regelmäßig Raum für Gespräche und Dialoge Kunstinteressierter mit den Künstlern bietet.

Pressekodex im Zeitungsmuseum (Internationales Zeitungsmuseum Aachen) 

Version vom 26.09.2025 – wieder eingestellt nach Serverumzug

28. August 2025
von JvHS
Kommentare deaktiviert für Kindergartenverhalten statt Diskursfähigkeit in den politisch-gesellschaftlichen Diskussionen – Meinungsmache statt Tatsachen

Kindergartenverhalten statt Diskursfähigkeit in den politisch-gesellschaftlichen Diskussionen – Meinungsmache statt Tatsachen

Meinungen sind keine Tatsachen und Propaganda ersetzt keine Fakten

Meinungen sind keine Tatsachen. Meinungsfreiheit ist dagegen ein Grundrecht in Deutschland. Mit dem Grundrecht ist zugleich aber auch die Verantwortung verbunden, seine Meinung daraufhin zu prüfen, inwieweit diese in ihrer Wirkung die Mitmenschen respektiert oder schädigen wird.

Meinungen sind subjektiv! Sie sind durch die nachfolgende Bandbreite gekennzeichnet: von selberdenkender und seriöser Hinterfragung der – mit bewusster Absicht geäußerten und weiterverbreiteten – Meinungsäußerung bis zur ungeprüften und fremdgesteuerten Übernahme einer durch Dritte vorgegebenen Meinung, also einer „Trittbrett-Meinung“!

Meinungen beeinflussen das Denken und Handeln nicht nur subjektiv, sondern wirken auch gesamtgesellschaftlich! Meinungen definieren und verschieben politisch-gesellschaftliche Schwerpunkte (z.B. indem im schleichenden Veränderungs-Prozess ein immer größer werdender Teil der Gesellschaft und Wählerschaft die demokratiegefährdenden Inhalte und Ziele der AfD als zutreffend und „normal“ einschätzen, obwohl die historischen Fakten über die menschenverachtenden Grausamkeiten der Kriegsverbrecher in der Hitler-Diktatur und ihre vergleichbaren Methoden, Ziele und Absichten bekannt sind!).

Disruption der Verortung „gesellschaftliche Mitte“ 

Und es steht zu befürchten, dass durch das unsägliche zeitgeistige Aufkochen der anachronistisch rechtsextremistischen und ultrakonservativen Gesinnung á la AfD diese anti-demokratische Partei weiteren Wählerzuspruch erhält! Dass auch die lange Jahrzehnte überdauernde, verborgene „Zuneigung“ zur „Adolf H.-Zeit des Dritten Reichs“ in den Familien durch rechtskonservative Kreise der Unions-Parteien salonfähig gemacht wurde, ist eine Ursache für den Zuspruch zur AfD. Zudem ist es ihr gelungen, diese Gesinnung als „Normalität, die dem gesunden Menschenverstand entspringe“ zu verkaufen und über die sozialen Medien in die Öffentlichkeit zu tragen. Insgesamt ein Katalysator für das Erstarkung der rechtsextremistischen AfD.

Die steigende Zustimmung zur Programmatik der AfD und der rechtskonservativen Kreise bayrischer Provenienz (z.B. durch die Netzwerke der rechtskonservativen Burschenschaften) erfolgt nicht nur aus diesem Umfeld! Es ist der AfD gelungen, die unbedarfte Naivität und die nicht vorhandenen Geschichtskenntnisse -(oder deren Ignorierung)- zum Themenfeld des Nationalismus, Rassismus und Anti-Semitismus in der Generation der 16-30 Jährigen über alle gesellschaftliche Gruppen hinweg zu nutzen und die gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit des deutschen Faschismus als „Normalität“ zu verkaufen. Kritik an einer solchen Entwicklung wird gerne auch von der erzkonservativen und rechtsextremen Presse als „Cancel Culture“ bewertet. Obwohl statistisch nachvollziehbar ist (z.B. durch die erzielten Wahlergebnisse der AfD), dass die „Mitte“ der Gesellschaft nach rechts abgedriftet ist, wird diese Tatsache umgedreht mit der Behauptung der jungen Journalistin Julia Ruhs, die zur Rechts-Ikone stilisiert wurde (oder sich eventuell selber dazu gemacht hat?):

Zitat „Julia Ruhs erklärt, auch indem sie auf Bernhard Schlink verweist, dass ein sehr eng geführter gesellschaftlicher und politischer Mainstream zu einer Verschiebung der Mitte in den linksgrünen Bereich geführt hat. „… die Mitte hat sich kräftig verschoben. Linke haben sie für sich vereinnahmt. Und plötzlich stehe ich mit denselben Ansichten von früher rechts. Für manche sogar weit rechts. Oder, wie es manche nennen, im ‚Niemandsland‘. Total absurd. Doch genau darin liegt die Gefahr: Wenn alles rechts ist, was einmal Mitte war, dann gibt es keine echte Mitte mehr. Und ohne sie verliert die Gesellschaft in meinen Augen wirklich ihr Gleichgewicht.“ Zitatende (Quelle hier!

Da passt es dem klammheimlichen Haltungs-Netzwerk der rechtskonservativen bis rechtsradikalen Kreisen ins Konzept, eine „Leuchtfigur á la Julia Ruhs“ zu fördern. Als Figur des Gegenentwurfs zum „grün linken Wokeness“ (gemeint ist damit die Verunglimpfung des soziales Bewusstsein und der Gerechtigkeits-Verteidigung) wird der freischaffenden jungen Journalistin und Populär-Schriftstellerin (Buch: „Links-grüne Meinungsmacht“ – J.Ruhs) – für ihr „normales Reden“ über jenes, was man mal wieder sagen dürfen muss – Raum für mediales Auftreten auch vom Bayrischen Rundfunk zur Verfügung gestellt. 

Wahlen – das „beredte Schweigen“

Die nächsten Wahlen stehen vor der Tür – die Kommunalwahlen! Hier werden Menschen in Positionen gehievt, die direkt sich auswirkende Entscheidungen mitbestimmen können. Menschen, die in der gleichen Kommune als Nachbarn, Mitarbeiter, Vorgesetzte, Vereinsmitglieder und Dienstleister bekannt sind. Heißt „bekannt zu sein“ aber auch, die Kandidaten wirklich zu kennen? Zu wissen, wie sie ticken? Zu wissen, welche Motivation sie angetrieben haben, sich zur Wahl zu stellen? Welche Konfliktstabilität und Konfliktlösungsfähigkeiten sie besitzen? Werden Beschlüsse und Abstimmungen zukünftig von ihnen nur abgenickt, weil die Fraktionsführung sie vorgegeben hat? Warum stehen sie als Kandidaten zur Wahl? Weil die eigentliche Motivation, sich zur Wahl zu stellen, nur ein erhoffter Prestigegewinn beinhaltet? Oder weil die neue Ratsposition im Kreistag, im Stadtrat oder Gemeinderat als „Auge, Ohr und Stimme“ für die Bewohner stellvertretend zur Geltung gebracht werden soll? 

Stammen die realpolitischen Miss-Stände (Investitionsstau in den maroden Schulen, für die die Kommunen zuständig sind?) nicht aus den politisch-geistigen „Todsünden“ und ihren daraus folgenden Konsequenzen? Auch weil oft – nicht immer, denn es gibt Ausnahmen – nicht einmal mehr eine „minimale Moral“ bei den gewählten Ratsmitgliedern als politische Kraft und den Verwaltungen vor Ort erkennbar wird? „Minimale Moral“ bewirkt somit oft den politische Stillstand, denen Politik und Verwaltungen teilweise aufgeliefert sind und als „Sachzwang“ verteidigt wird, unter dem gerade noch so viel Aktivität wahrzunehmen ist, um die „Macht“ zu erhalten. Der Einbezug der Bevölkerung in mitwirkende und mitbestimmende Kooperationen (wie Bürgerräte und direkte demokratische Abstimmungen durch die Bewohner!) erfolgt in der Regel nicht! Das Potenzial der Menschen zur gemeinsamen Bewältigung der Probleme, bleibt durch Abhängigkeit der kommunalen Institutionen (Politik und Verwaltung) von den übergeordneten Ebenen (Land und Bund) deshalb ungenutzt. 

Das oft erlebte „Schweigen“ einerseits der kommunalen, politischen Verantwortlichen gegenüber den Mitbürgern, aber auch andererseits gegenüber den übergeordneten Ebenen in Form von ausbleibender Kritik an Bezirk, Land oder Bund ist mehr als beredt! Das „beredte Schweigen“ hat schon eine lange Tradition! Und ist seit den Griechen und auch bei den Römern bekannt. Die Römer – so Paul Sailer-Wlasits in seiner Streitschrift „Minimale Moral“ – seien garnicht zimperlich mit jenen umgegangen, die nicht Stellung bezogen hätten, und damit nur als Mitläufer versucht hätten, sich aus der Verantwortung  zu stehlen. So habe Cicero in seiner Gerichtsrede für den Politiker Publius Sestius formuliert: „… durch Schweigen schienen sie zu sprechen, durch ihr Nicht-Leugnen zu gestehen“. 

Zurzeit besteht der Eindruck, dass die konservative Gesinnung nicht nur wieder installiert werden soll, sondern dass die gespaltene Gesellschaft (jung gegen alt, arm gegen reich, tolerant gegen intolerant) wieder in Zeiten von vorurteiliger und intoleranter Gesinnung aufgrund anachronistischer Werte-Kehrwendung zurück gezwungen werden soll.

Version vom 29.08.2025

 

 

 

6. August 2025
von JvHS
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Populismus – Methode der gesellschaftlichen Brandstifter und der Weg in den autoritären Staat?

„Populismus ist eine hybride Form und Methode politischer Praxis.“ – Paul Sailer-Wlasits  

Wenn über populistische Akteure nachgedacht wird, dann  stehen Politiker ebenso wie Wirtschaftsfunktionäre durch ihre Agitationen im Fokus der Analyse. In Deutschland ist Markus Söder (CSU) stellvertretend das Gesicht für diejenigen, die  Populismus als Methode einsetzen. In den USA ist es Donald Trump (Republikaner).

Aus politikwissenschaftlicher Sicht und auch als soziologische Kategorie, nutzen Söder wie Trump Populismus als Form oder Hülle, in der sie ihre jeweils opportunistischen Inhalte verpacken und in die Welt posaunen. So besetzen sie willkürlich – je nach Bedarf und ihren reaktionären Zielen -politische Forderungen (Söder zum Thema  Bürgergeld) oder Versprechungen (Donald Trump mit dem Motto „MAGA – Make Amerika great again) mit wechselnden Inhalten.

Meistens bleiben Populisten der Söder´schen oder Trump´schen Provenienz vage in ihrer Verortung und Nutzung der Sachlichkeits-Komponente, sowie sparsam in Eindeutigkeit und Logik  ihrer Agitationen. Eine Facette aber ist immer feststellbar: simpel im Gehalt und klebrig wie Kaugummi, ist das jeweilige Motto dafür aber umso vorurteilshafter, spaltender und diskriminierender in der Wirkung.

Dahinter steht ein Selbstverständnis, dass Parteien sich nicht mehr als „beauftragter und dienender Teil“ der Gesellschaft betrachten, sondern sich als der tragende und einzig wahrhaftige Teil der Gesellschaft verstehen. So ist Bayern – im Selbstverständnis von Söder – das Vorbild für ganz Deutschland. Trump ist schon so weit abgedriftet von der Realität, dass er sich und seine Gesinnung für den wahren Staat verkauft. (Seine Fans nehmen ihn ab, dass er das Sprachrohr der wahren US-Patrioten sei und der politische Gegner (die Partei der Demokraten) sich den Staat unter den Nagel gerissen hätte, weil sie und die Intellektuellen der liberalen Wissenschaft die sich bereichernde „Elite“ sei. Dabei verleugnend, dass Trump selber zu den Superreichen gehört!)

Die demokratischen Kernkomponenten Freiheit, Gleichheit und Solidarität sowie die Rechtsstaatlichkeit und die Gewaltenteilung sind für Trump nur noch Hemmnisse, die er beseitigen muss. „Der Staat bin ich!“ – ganz im Verständnis des französischen Sonnenkönigs, Ludwig des XIV.! Was Schloss Versailles für Louis den XIV.  war, soll der goldene Ballsaal-Neubau  für Trump werden!

Populismus als Methode ist von den ehemaligen „Volksparteien“ SPD und CDU/CSU adaptiert worden, weil Figuren wie Ex-Kanzler Gerhard Schröder (SPD) und Markus Söder (CSU) anstatt der faktenbezogenen Sachlichkeit und der lösungsorientierten Verbesserungen im Sinne der Daseinsverpflichtung und des Gemeinwohls zu praktizieren, die Marketing gesteuerte Klientelpolitik zum Vorteil der Privilegierten bevorzugen.

Während dieser Transformation – von der Sachpolitik hin zur populistischen Agitation zwecks Machterhalts – verursachten wirtschaftliche Krisen des Neoliberalismus (globale Konzerne, die an den nationalen Regelungen vorbei die Märkte vereinnahmten; Bank- und Finanzkrisen etc.) in den letzten drei Jahrzehnten große gesellschaftliche Verwerfungen in Form der Spaltung in  wenige Superreiche und große Anteile der Gesellschaft in existenzieller Armut und Armutsgefährdung!

Die explosive Wirkung der Spaltungen der Gesellschaften durch den globalen Neoliberalismus ebneten auch die populistischen Strömungen ein. Linksorientiertes Denken war bis dahin inhaltlich so verortet, dass die Beseitigung  der sozial Benachteiligten durch Integration und Inklusion (Teilnahme an der  kulturellen und sportlich-gesellschaftlichen Normalität) erfolgen sollte, während sich das rechts- bis rechtsextreme Denken und Handeln in Sachen Ethnien und Integration der „Gastarbeiter“ am Ausschluss und Fernhalten orientierte.

Dazu formulierte Paul Sailer-Wlasits in seiner Streitschrift „Minimale Moral“:

„Während der frühere Linkspopulismus sich hinsichtlich sozial unterprivilegierter Bevölkerungsgruppen tendenziell integrativ und inklusiv verhielt … und der frühere Rechtspopulismus auf der Grundlage eines naiv-nationalistischen Identitätsbegriffes in den Bereichen Ethnien, Migration bzw. Integration tendenziell Ausschließung praktizierte, können diese Differenzierung heute nicht mehr in der gleichen Form aufrechterhalten werden.“ 

Im Bewusstsein der Erkenntnisse Umberto Ecos zum Thema „Ur-Faschismus“ ist leider – auch aufgrund des schleichenden Populismus-Denkens bei den sozialdemokratischen und sozialliberalen Parteien – eine „Querfront“ des anti-demokratischen Populismus entstanden. Eines perfiden Populismus, der auf den autoritären und faschistischen Ideologien aufbaut und die Ausgrenzung als Lösungsmethode wieder erstarken lässt. Der Antisemitismus der Nazis hat sich mit dem Antisemitismus der fundamentalislamistischen Judenhasser verbündet, auch über die Grenzen der Ablehnung des Rechtsstaates hinweg, welche von beiden ideologischen Gruppierungen praktiziert wird.

Politische Negativ-Vorbilder á la Söder und Trump agieren entlang der populistischen Methoden, um ihr eigenes „Machtsüppchen“ zu kochen. Sie praktizieren genau jenes Handeln, das Sailer-Wlasits benennt als:

„… verbalen Übergang zwischen latenter Fremdenfeindlichkeit und manifestem Rassismus, indem die sprachliche Differenz zwischen > „Immigration“< und > „Überfremdung“< durch wiederholte Umwertungen verringert wird; von dort ist es nur noch ein kleiner Schritt, bis die Gewalt durch Sprache ihre Wirkung entfaltet.“

Der Übergang von Populismus als Vorstufe und später – salonfähig gemacht als „Normalität im Denken und Handeln“ – hin zum Extremismus sei kein struktureller Sprung … sondern nur noch ein gradueller Übergang, so Sailer-Wlasits.

Söders verbale Vorstöße sind sozialpolitische Tabubrüche und seine Alleingänge gehören inzwischen zu seinem Standardrepertoire, die gesinnungsmäßige Klientel der CSU durch diese brandstiftende Sprachgewalt zu schützen, um deren Privilegien nicht durch Forderungen nach Wiedereinführung der Vermögenssteuern, der Erhebung von Transaktionssteuer an den Börsen und der Reform der Erbschaftsbesteuerung gefährden zu lassen.

Söder ist der Prototyp des Politikers, der egomanisch seine Macht und die seiner Partei sichern will, anstatt in Zeiten wirtschaftlicher Krisen an der Entschärfung der Ursachen dieser Wirtschafts- und Finanzkrisen sich zu beteiligen!

Im Artikel „Söders Skandal-Katalog: 5 Attacken auf Rentner, Arme & Ausländer“ der Online-Ausgabe „Der Freitag“ zeichnet der Autor das Vorgehen des populistischen Egomanen Söders in den letzten 20 Jahren auf!

Zum schleichenden Umbau der Demokratie in Deutschland gehört ebenso, dass die durch Wahl als „temporär Beauftragte“ im Selbstverständnis sich nur ungern rechtfertigen wollen und möglichst jede Transparenz über das eigene Handeln vermeiden wollen. Dabei die von Sir Karl Popper schon formulierte Erkenntnis von den Populisten völlig außeracht gelassen wird:

„Denn es gibt keine Freiheit, wenn sie nicht vom Staat geschützt wird; und umgekehrt: nur ein Staat, der von freien Bürgern überwacht wird, kann diesen überhaupt ein vernünftiges Ausmaß an Sicherheit gewähren.“ – Karl Popper 

Stattdessen wird immer mehr von den aktuellen CSU-Ministern (Innenminister Dobrindt – CSU) daran gearbeitet, die eigene Bevölkerung immer mehr zu kontrollieren und anlasslos überwachen zu wollen!

Stichworte dazu sind Staatstrojaner und Überwachungs- und Spionageprogramme á la Palantir, die eine totale Kontrolle der Gesellschaft ermöglicht, egal ob dabei gegen geltende Gesetze und Grundrechte verstoßen wird!

Nachfolgend Links zur Thematik:

Legal Tribune online (LTO)

Netzpolitik

Heise – Dobrindts Gesetzentwurf

Referenten-Entwurf zur Überwachung – Netzpolitik

Version vom  06.08.2025

6. August 2025
von JvHS
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Populismus II: Palantir und Varianten – Instrument der Gefahrenabwehr oder unkontrollierte Überwachungssoftware?

Im Gegensatz zu den USA unter Donald Trump und seiner Republikaner-Partei, die ohne Courage zur Verteidigung der Verfassung gegen die Missachtung durch Trumps Dekret-Despotie ist,  leben wir in Deutschland noch in einem Staat mit funktionierender Gewaltenteilung. (Auch wenn diese von rechtskonservativen bis rechtsextremistischen Gruppen und Parteien wie auch anderer fundamentalistischer Gruppen ideologischer oder religiöser Provenienz  angegriffen wird!)

Umso wichtiger ist es, dass der öffentliche Diskurs über den Einsatz einer Software á la Palantir, die weit über die Möglichkeiten hinaus genutzt werden kann, nur zur Gefahrenabwehr krimineller und terroristischer Bedrohungen notwendigerweise gebraucht zu werden. Es ist wie immer bei der Entwicklung von Technologien, sie können demokratische Gesellschaften/Staaten in ihrem Erhalt schützen. Zugleich aber auch zerstören und vernichten! Nicht die Technologie und das darin befindliche Potenzial verursachen den Missbrauch, sondern die dahinterstehenden Menschen mit ihrer Gesinnung und ihren Absichten.

In der Hand der exekutiven Kräfte einer Demokratie, in der die Gewaltenteilung in jeder Hinsicht Akzeptanz und strukturell- konstruktive Sicherheit zum Wohle der Bevölkerung zusichert, ist der Missbrauch gering. Doch das funktioniert nur, wenn eine Selbst- und Fremdkontrolle – dem Wesen der Streitschrift-Inhalte „Minimale Moral“ nach – auch  Bestandteil der Politik und der betroffenen Akteure in der gleichrangigen Gewaltenteilung (also bei der Legislative=Abgeordnete, der Exekutive=Regierung, Verwaltung, Polizei, Militär, Verfassungsschutz, Spionageabwehr etc. und der Judikative) Praxis ist!

Deshalb ist existenziell notwendig, dass eine unabhängige Kontrolle der jeweiligen Akteure und Verantwortlichen stattfindet. So sind ein regelmäßiges Monitoring der exekutiven Kräfte und die Freigabe durch Richter und Gerichte für den Einsatz von Software á la Palantir und Varianten unabdingbar notwendig. Ebenso ist aber auch die Kontrolle der Regierungsarbeit durch paritätisch besetzte Kontrollorgane aus Legislative und zufällig gewählten Bürgerräten nach Monitoring mäßiger Erfassung  notwendig! Das gilt zudem auch für Untersuchungsausschüsse, die unabhängig von Abgeordneten Fehlverhalten und Machtmissbrauch von Regierungsmitgliedern und ihren Verwaltungen untersuchen und werten sollten.  Denn ein Kreuzchen alle vier oder fünf Jahre bei einer Wahl zu machen, ist schon längst keine Kontrolle gegen den Missbrauch von Macht.

Es bleibt die Forderung zum Schutz und des Erhalts der Demokratie bestehen:

„Denn es gibt keine Freiheit, wenn sie nicht vom Staat geschützt wird; und umgekehrt: nur ein Staat, der von freien Bürgern überwacht wird, kann diesen überhaupt ein vernünftiges Ausmaß an Sicherheit gewähren.“ – Karl Popper

 

21. Mai 2025
von JvHS
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Luftkurort Werdum – Harlinger-Land in Ostfriesland

Werdumer Mühle mit Backhuus (li.) und Schmiede (re.)Der Luftkurort Werdum – Moin!

Werdum, ein Dorf mit rund 700 Einwohnern, liegt im Harlinger-Land in Ostfriesland . Der nächste Hafen an der Küste ist Neuharlingersiel! Weitere Zugänge zur Nordsee liegen im Abstand von wenigen Kilometer an der ganzen Küste von Norden bis Wilhelmshafen wie aufgereiht verteilt. Diese Küstenorte sind zugleich der Zugang zu den Ostfriesischen Inseln von Wangeroog über Spiekeroog, Langeoog, Baltrum, Norderney, Juist und Memmert bis Borkum. (Im Übrigen ebenso oft genug auch Handlungsorte des Autor Klaus-Peter Wolf und seiner Ostfriesenkriminal-Romane wie die Städte Emden, Norden, Aurich, Wittmund, Jever und Wilhelmshafen!)

Werdum in Ostfriesland ist Luftkurort und liegt nur wenige Kilometer von der Nordsee und dem Wattenmeer entfernt. Auf der kommunalen Internetseite wirbt der Luftkurort mit folgenden Statements:

Werdum ist von über 700 Jahren als Warfsiedlung entstanden.
Die Edenserlooger Burg ist die letzte Häuptlingsburg im Harlinger-Land.
Zum gesundheitlich orientierten Angebot gehört die „in Deutschland einzigartige Kneiphalle“
Und die Museumswiese an der Edenserlooger Straße beherbergt neben der Mühle mit Museum auch ein Backhuus sowie die historische Schmiede.
Ein Haustierpark und die sehr gut ausgestattete Infrastruktur für den Vereinssport rundet ein interessantes Angebot ab für den Tourismus – der erheblich zur Einkommenssicherung der Menschen beisteuert. 

Die Einheimischen wissen um ihre Geschichte und um die Mühen der Vorfahren, dem Meer seit Jahrhunderten das Land abzuringen und ihren Lebensraum sicher zu machen gegen die Unbilden der Natur. 

Für den Rest Deutschlands ist der übliche Gruß „Moin“ – und das bei jeder Begegnung – den ganzen Tag über (von morgens bis abends) eine kleine Umstellung, die sich lohnt zu beachten, auch als Respekt den hier lebenden Menschen gegenüber. 

Wer sich einlässt auf die Besonderheiten dieser Region erfährt eine Erweiterung des eigenen Horizonts. Gelassenheit ist eine „Zierde“, die hier den Menschen schnell erdet und den Stress des Alltags vergessen lässt und zur Gesundung beitragen wird, nicht nur im Urlaub.

Ergänzung

Esens, Einkaufsstadt westlich von Werdum!

Version vom 21. Mai 2025  – wieder eingestellt nach Serverumzug

 

20. Mai 2025
von JvHS
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Geschichte der Stadt Esens in Bildern II – Die Bärenstadt

Im Wappen der Stadt Esens ist der Bär als Wappentier eingebunden.  So wird lt. Wikipedia folgendes zum Wappen und zum Bär erläutert:

„Das Stadtsiegel ist bereits seit 1540 belegt. Auf Wappen und Siegel gelangte der Bär als Wappentier der Häuptlingsfamilie Attena, die im 15. Jahrhundert über Esens, Stedesdorf und Wittmund herrschte“.

 „Das Wappen der Stadt Esens stellt auf silbernem Hintergrund einen aufrecht stehenden schwarzen Bären mit roter Zunge und goldenem Halsband dar, der in drohender Haltung, auf einem neben einem roten Palisadenzaun aufragenden roten Festungsturm stehend, zwischen seinen beiden Tatzen einen roten Backstein hält. Es wird von einer dreiteiligen roten Mauerturmkrone bekrönt und beiderseits von goldenen Eichenzweigen umkränzt.“

Mit drei Formen – aufrechtstehend – kopfstehend und auf allen vier Tatzen begegnet der Bär an vielen Stellen in der Stadt als Werbeträger für Gewerbe, Handwerk und Unternehmen den Einheimischen und Touristen im Alltag.                                                    Beispiel für die Form: aufrechtstehend!

Beispiel für die Form: Auf allen vier Tatzen!

Beispiel für die Form: Kopfstand

Den Bären im Stadtwappen versucht eine Sage so zu erklären:

Als die Stadt Esens im Mittelalter wieder einmal von feindlichen Truppen belagert wurde, befand sich gerade ein fahrender Musikant mit seinem Tanzbären innerhalb der Mauern. Die kriegerische Auseinandersetzung hielt längere Zeit an, aber die mit Mauern, Gräben und Stadttoren befestigte Stadt trotzte allen Angriffen. So verlagerten sich die Gegner auf ein Abschneiden der Nachschubwege und versuchten, die Stadt auszuhungern. Als die Not am größten und die Kapitulation nur noch eine Frage von wenigen Stunden war, befreite sich zufällig der bis dahin eingesperrte Bär, kletterte vor Hunger brüllend auf den Turm eines Stadttores und warf mit Steinen um sich. Die Feinde zogen daraus den falschen Schluss, dass die Esenser noch genügend Proviant hätten, um sogar noch einen Bären füttern zu können. Sie brachen die Belagerung ab; die Stadt war gerettet. Als Dank dafür wurde der Bär nunmehr Esenser Wappentier.