Blick auf die Welt

Sehen und Erkennen / Bildsprache – Wortsprache

22. Juni 2015
von JvHS
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Jürgen Habermas zur Politik Merkels III

Wer sind die Piraten und Ausbeuter im Griechenland Poker?

Es steht zu befürchten, dass Frau Merkel kaum den philosophischen Einwand Jürgen Habermas zur Kenntnis nehmen wird und erst recht nicht in ihre Entscheidungen einbeziehen wird. Jürgen Habermas, Philosoph und mehr als ein kritischer Theoretiker, äußert sich zum wiederholten Male zur politischen Einstellung einer Frau, die als Machtinhaberin (Kanzlerin) und Angehörige eines Kabinetts die gesellschaftliche Entwicklung auf Jahrzehnte determiniert.

Die Hauptforderung Habermas besteht in der per Analyse begründeten Feststellung, dass nicht die Banken, sondern die Bürger Europas bestimmen müssen. Siehe Artikel in der Ausgabe der SZ vom 22.06.2015.

10. Juni 2015
von JvHS
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Demokratie am Abgrund? Die Parlamentarier-Flüsterer: Lobbyisten

In der Serie Demokratie am Abgrund von Wolfgang J. Koschnick wird der Lobbyismus als einer der Faktoren für den Niedergang benannt. Dass der Forderung nach Transparenz in Sachen Lobbyismus, durch welchen Unternehmen, Institutionen und Einrichtungen direkten Zugang zum Parlament und den Fraktionen im Bundestag haben, erst ein Gerichtsentscheid zu Hilfe kommen musste, steigert nicht unbedingt das Vertrauen der Bevölkerung in das Parlament und die Regierungen.

Die FAZ veröffentlichte nun als pdf-Datei die Liste aller Lobbyisten  (Status: 20. Nov. 2015!)  und durch welche Fraktionen diese ihren direkten Zugang erhalten hatten. Ob die Interpretation der FAZ nach dem Studium der Liste zutreffend ist, sei jedem selbst überlassen. Eine andere Sichtweise ist durchaus möglich. Was zudem fehlt, ist der Hinweis, welcher der Lobbyisten mit welcher Wirkung und mit welchem Anteil der direkten Mitarbeit an Gesetzesentwürfen beteiligt war!
Das würde die Sicht auf die Eigenständigkeit der Parlamentarier und deren Vertrauensvorschuss durch die Wähler verdeutlichen und noch weitere Transparenz ermöglichen.

Dass die Bürger oft etwas Anderes wollen als die gewählten Politiker ist dann besonders ersichtlich, wenn direkte Mitbestimmung durch Bürgerentscheid (Status: 2015! / Anmerkung 2026 neu: AAblehnung der Bürger HH der Olympia-Bewerbung) und Volksbefragung praktiziert wird! Das haben die beiden Volksentscheide zu Olympischen Spielen in Bayern wie in Hamburg deutlich gemacht. 

Ist es da nicht naheliegend, dass die Parlamentarier genau deshalb auch keiner direkten Demokratie die Tür öffnen wollen? Denn sie müssten ihre Macht teilen, aber würden dem Volk wieder näher sein und eine wirkliche Vertretung des Souveräns wahrnehmen! Die Vereinnahmung der Republik durch die Lobbyisten der Wirtschaft nähme dann deutlich ab.

Ergänzungen:

Das Lobbyregister im aktuellen Bundestag mit Stand vom 10.06.2026

Die amtliche Liste des Bundestages vom 08. Juni 2021 zu den eingetragenen Lobbyisten.

Die Liste der Lobbyisten vom 27. November 2015 im Bundestag.

Ergänzung II

Das Lobbyregister ist installiert, jedoch hat diese kaum etwas an der Macht und dem Einfluss auf die Abgeordneten und der Ministerien geändert. Die Informationen im Register  und die Inhalte beruhen allein auf Angaben der Interessenvertreter/-innen – Infos

Wenn der Einfluss der Lobbyisten durch die Register-Transparenz kaum verändert wurde, dann fehlt die Transparenz und Kontrolle der Gegenseite: der Ministerien, Fraktionen und Abgeordneten.

 

Eine Zusammenfassung zum Zustand der Demokratie aus der Sicht des Jahres 2013!

 

 

28. Januar 2014
von JvHS
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Projekt Kultur im Krankenhaus zeigt Werkschau von Karl-Heinz Kißner

GEILENKIRCHEN. Vor 14 Jahren betrat die Kunstinitiative „KIK“ noch Neuland. KIK steht für „Kultur im Krankenhaus“, und die ehrenamtlich tätige Gruppe um Hausseelsorger Meinolf Schrage hat es sich auch nach über einem Jahrzehnt zur Aufgabe gemacht, den Klinik-Alltag „kunstvoll“ aufzuwerten.
So wurden bisher unzählige Werke zahlreicher Kunstschaffender im St.-Elisabeth Krankenhaus einer breiten Öffentlichkeit und darunter besonders auch den Patienten und Bediensteten des Hospitals zugänglich gemacht.

Die jetzt eröffnete 53. Ausstellung hat ihren besonderen Reiz, denn erstmals wurde die ohnehin große Bandbreite der bisherigen Kunstformen und Techniken um Computergrafiken bereichert. Unter dem Titel „Spiel der Formen und Farben“ präsentiert Professor Dr. Karl-Heinz Kißner bis zum 15. April [2014!] im Lichthof der Stationen C3/B3 einen Querschnitt seines künstlerischen Schaffens.

Der 1942 in Sachsen geborene und in Heinsberg lebende Universitätsprofessor hat sich früh mit digitalen Medien beschäftigt und malt alle seine Bilder am Computer. „Mein Räume sind sauber, ohne Farbkleckser, denn der PC ist mein Atelier“, lässt
Kißner wissen.

Karl-Heinz Kißner sei der Erste, der reine PC-Arbeiten präsentiere, hatte KIK-Sprecher Johannes Bindels in seiner Begrüßungsansprache vor vier Dutzend Gästen gesagt. Er verwies auf das Spiel mit Formen und Farben wodurch sich eine Synthese aus Kultur und Natur offenbare. „Das Bild hat das letzte Wort“, sagte Bindels und wünschte einen bereichernden Abend im Gespräch wie auch im Dialog mit den Bildern.

Die Kunst ist es, mehrere Grafikprogramme zu kombinieren“, erklärte Karl-Heinz Kißner das Zustandekommen der bunten Digitalwerke. Es dauere seine Zeit, bis man die Techniken beherrsche. „Jetzt, nach acht Jahren, kann ich gut damit umgehen“, so Kißner. Der PC-Künstler malt, gestaltet und verfremdet die Bilder ausschließlich am Computer und daraus entsteht eine Farbenpracht, die ihresgleichen sucht.

„Die 40 Bilder, die Sie heute Abend sehen, sind alle thematisiert aus bestimmten Situationen“, ließ Kißner wissen. Da habe seine Ehefrau Karin einmal gesagt „das ist Chaos pur“. Dies sei der Auslöser für sein Werk „Chaos“ gewesen, dass auch im Krankenhaus zu sehen ist. Anderes Beispiel: „Die haben keinen Durchblick“, habe er im Fernsehen gehört und das inspirierte den Künstler zu dem Bild „Durchblick“. Derartige Schlagwörter seien nicht selten die Basis für seine Werke.

Kißner malt am PC mit Pinsel, Spachtel und anderen Werkzeugen und nutzt primär die Grafikprogramme Corel-Painter, Corel-Draw und Photoshop. Das zuerst auf dem Monitor sichtbare Ergebnis druckt er aus, wobei ihm 60 verschiedene Papierarten zur Verfügung stehen.

Der Heinsberger Künstler spielt mit Formen und Farben, das zeigt sich beim Betrachten seiner Bilder deutlich. Der 71-Jährige ist sicher, dass sich die noch junge digitale Kunst ihre Welt erschließen wird. „Kunst und Computer sind meiner Meinung nach schon längst nicht mehr voneinander zu trennen“, so Karl-Heinz Kißner. 

Text und Fotos: Georg Schmitz vom  28. Januar 2014, 12:32 Uhr

 

 

 

4. Juli 2013
von JvHS
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Menschen, Wände, Illusionen – Fotografien von Manfred Menzel zum Bilder-Zyklus „kunst+raum“

(c) Manfred Menzel – Fotograf des Bilder-Zyklus’ ‚kunst + raum’  (Alle Fotos sind Copyright geschützte Fotos!)

Die Fotografien von Manfred Menzel zeigen Kunstvolles an ungewöhnlichen Orten. In seiner Ausstellung vom 04. Juli  bis 29. September 2013 im KiK – Kunst im Krankenhaus Geilenkirchen zeigt er eine Auswahl aus drei Themenbereichen seines Bilder-Zyklus’ ‚kunst + raum’:

  • Tanzperformances. Eindrucksvoll lebendige Bilder von Licht, Bewegung und Raum, u.a. aus dem Inneren einer Kölner Brücke. Dabei verfließen mitunter die Sinneseindrücke von Traum und Wirklichkeit ineinander.

Walkin` Flames

Pas de trois

 

  • Wandmalereien – die neuen Mieter: Faszinierende Ansichten von verlassenen Orten, an denen raumfüllende Wandgestaltungen die Räume mit neuem Leben füllen und förmlich zu bewohnen scheinen.

  • Lichtmalereien: Hierbei sind pittoreske Verwandlungen des Konkreten in Abstraktes zu bestaunen.

(c) Manfred Menzel – Fotograf des Bilder-Zyklus „kunst+raum“

Manfred Menzel gewährt den Betrachtern seiner Bilder visuelle Zugänge zu Räumen, die üblicherweise der Öffentlichkeit verschlossen sind. Er lädt ein, ihn bei seinen visualisierten Spaziergängen zwischen Wahrnehmung, Interpretation, Dokumentation und der experimentellen künstlerischen Erweiterung von üblichen fotografischen Beschränkungen zu begleiten.

Manfred Menzel lebt im Raum Frankfurt. Er fotografiert seit mehr als 40 Jahren ernsthaft. Seinen Broterwerb bestreitet er als Geschäftsführer und Psychotherapeut. Mit seinen Bildern will er Interpunktionen in das Verstreichen der Zeit setzen.

Er ist immer auf der Suche nach Punkten, an denen das Innehalten lohnt, an denen wir neue Sichtweisen auf Vertrautes entdecken, die uns einladen, intensiv in das hinein zu spüren, was wir sehen.

Egal ob man sie flüchtig ansieht, intensiv oder sogar in einer Art Betrachtungs-Trance – Manfred Menzels Bilder kann man durch seine fast impressionistische Bildsprache förmlich erleben, nicht nur sehen. Bei vielen seiner Bilder stellt er sich die Frage nicht mehr, ob es sich noch um Fotografie handelt oder schon um Gemälde – denn letztlich kommt es ihm nur darauf an, ob es ihm gelingt, den BetrachterInnen seiner Bilder einen geeigneten Rahmen anzubieten, in dem sie in so in seine Bilder einzutauchen können, dass dadurch eigene assoziative Bildwelten hervor gerufen werden. Dabei fasziniert Manfred Menzel das Einfache genauso wie das Spektakuläre.

Als Psychotherapeut hat er die Fähigkeit entwickelt, verdeckte Details im Alltäglichen und Unscheinbaren zu entdecken und das Beachtenswerte darin wieder sichtbar werden zu lassen. Diese Sichtweise hat er auf seine Fotografie übertragen.

Seine Bilder waren bisher auf Ausstellungen in Düsseldorf, Frankfurt, Offenbach, Hanau  u. a.  zu sehen.

Mit seinen Arbeiten hat er mehrere erste Preise gewonnen:

2006 den 1. Preis bei einem Portfolio-Wettbewerb der Leica-Akademie

2011 den 1. Preis beim Fotowettbewerb der „Route der Industriekultur Frankfurt/Rhein Main“

Version vom Juli 2013 – Ausstellung: Kunst im Krankenhaus Geilenkirchen(KiK) – wieder eingestellt nach Serverumzug