28. März 2026
von JvHS Kommentare deaktiviert für Odo Marquard – „Teddybären für Erwachsene“ und „Zukunft braucht Herkunft“ beim Heimatverein Schafhausen
Zukunft braucht Herkunft – Philosophische Betrachtungen über Modernität und Menschlichkeit (Odo Marquard)
„Je schneller die Modernisierungen werden, desto unausweichlicher nötig und wichtig werden die langsamen Menschen. Denn die neue Welt kann nicht sein ohne die alten Fertigkeiten (des Humanismus und der Menschenrechte d.V.). Menschlichkeit ohne Modernität ist lahm (und ohne Einfluss d.V.); Modernität ohne Menschlichkeit ist kalt. Modernität baucht Menschlichkeit, denn Zukunft brauch Herkunft.“ – Odo Marquard
Angesichts der sich spaltenden Welt, die immer eindeutiger durch Egomanen und Despoten auf den menschenfeindlichen Weg der Gewaltausübung geführt wird, sind Angebote erfreulich und notwendig, die von engagierten Einrichtungen wie der VHS des Kreises Heinsberg und dem Heimatverein Schafhausen e.V. in Kooperation organisiert werden.
Menschen brauchen vertraute Abläufe der Mitmenschlichkeit, um Halt zu finden in Zeiten der Vertrauensverluste. Und die Erinnerung an eine unbelastete Kindheit mit vertrauter Sicherheit in den Familien ist nicht selten mit Gegenständen verbunden, die über die Generationen hinaus bis heute ein solches Symbol für Sicherheit bedeuten: den Teddybär! Daran erinnerte auch der Philosoph Odo Marquard mit seinem Buch: „Zukunft braucht Herkunft. Philosophische Essays!“
Zitat: „In der wandlungsbeschleunigten und eben dadurch stets aufs Neue unvertrauten und fremden Welt haben auch die Erwachsenen – vom Normalbürger bis zum Intellektuellen – ihre „Teddybären“, die sie mit sich führen. So kommen sie dann etwa: mit Goethe durchs Jahr; mit Habermas durchs Studium; mit Reich-Ranicki durch die Gegenwartsliteratur…“ Zitatende
Ergänzend darf angefügt werden: – „und mit der VHS des Kreises Heinsberg und dem Heimatverein Schafhausen durch unsichere Zeiten mittels der liebgewonnen Erinnerungen an die Mundart und ihre Klänge.“ Denn „Zukunft braucht Herkunft“. Und immer auch mit wachem Verstand und mit der Bereitschaft, in Deutschland unsere erhaltenswerte Demokratie zu verteidigen.
Im Folgenden die Angebote der VHS des Kreises Heinsberg und des Heimatverein Schafhausen:
Am Mittwoch, 22. April 2026 Mundarttreffen
Am Samstag, 25. April 2026 Kulturreise nach Immendorf : „Von der Schulbank zum Bürgertum“
Am Samstag, 09. Mai 2026 Tagesreise nach Essen (Zeche Zollverein + Schiffsfahrt auf dem Baldeneysee)
26. März 2026
von JvHS Kommentare deaktiviert für Vom Existenzkampf kleiner Farmer zu den Unbilden der Campus-Konkurrenz – „Stoner“, ein Protagonist des Nonkonformismus
»Armer Daddy, das Leben war für dich nicht einfach, oder?« Einen Moment dachte er (Stoner) nach und erwiderte dann: »Nein, aber ich glaube, das hätte ich auch nicht gewollt.«
John Williams entwickelt die Hauptfigur William Stoner in seinem Roman, in dem er autobiografische Elemente des Autors einfließen lässt. Stoner wächst zunächst auf einer existenzbedrohten US-Farm auf und schlägt später eine akademische Karriere als Anglist an der University of Missouri ein. Es ist die Erzählung über das Leben eines Menschen, das von wenig spektakulären Ereignissen, aber von umso tieferer Beschäftigung mit der eigenen Identitätssuche und der Akzeptanz seines Lebensablaufs geprägt ist. Ein Leben, das Stoner vom harten Existenzringen auf einer kleinen Farm bis auf die exaltierte Plattform eines Uni-Campus führte. Es endet ebenso unaufgeregt, wie es begonnen hat. „Er konnte spüren, dass er außerhalb der Zeit existierte.“
Sein Leben verläuft unspektakulär und wenig sichtbar, weil Stoner jedes übliche und selbstdarstellungsaffines Gerangel um Einfluss, Positionen und materiellem Wohlstand vermeidet. Das war schon während des Studiums so: „Seine Arbeit an der Universität erledigte er wie Arbeit auf der Farm – gründlich, gewissenhaft, weder gern noch widerwillig.“
Sein Interesse für englische Literatur wird zum Erweckungserlebnis, zur Flucht vor der Tristesse des Lebens als Sohn einer kleinen Farmerfamilie. Seine Eltern legten alle Hoffnung in das Agrarstudium, das Stoner bewältigen soll, um den „Fortschritt“ auch für die kleine Farm bringen zu können. Dafür werden die spärlichen Finanzmittel eingesetzt, die das Leben der restlichen Familie noch härter macht. So war Stoner gezwungen, für seinen Lebensunterhalt wie Kost und Logis außerhalb der Studiengänge an der Uni hart zu arbeiten: „Und Stoner schlug Butter im Holzfass für Mrs. Forte (Vermieterin), die mit nickenden Kopf und grimmiger Zustimmung dabei zusah, wie der Holzstampfer durch den Rahm platschte.“
William Stoner begann 1910, im Alter von neunzehn Jahren, an der Universität von Missouri zu studieren. Acht Jahre später, gegen Ende des Ersten Weltkriegs, machte er seinen Doktor der Philosophie und übernahm einen Lehrauftrag an jenem Institut, an dem er bis zu seinem Tode im Jahre 1956 unterrichten sollte. Er brachte es nicht weiter als bis zum Assistenzprofessor, und nur wenige Studenten, die an seinen Kursen teilnahmen, erinnern sich überhaupt mit einiger Deutlichkeit an ihn. Als er starb, spendeten seine Kollegen der Universitätsbibliothek ihm zu Ehren ein mittelalterliches Manuskript, das man dort vermutlich noch heute in der Abteilung für seltene Bücher findet. Es enthält die Widmung: ›Der Bibliothek der Universität Missouri überreicht zur Erinnerung an William Stoner, Fachbereich Englisch. Von seinen Kollegen.‹ – lauten die einführenden Sätze des Romans.
Charakterisierung der Hauptfiguren und ihre Entwicklung
William Stoner: Während seines Studiums entwickelt er eine tiefe Leidenschaft für englische Literatur, die zu seinem Lebensinhalt und Identitätskern wird. Seine Ehe mit Edith – einer kaltherzigen Figur – wird ebenso zur Quelle seines Lebensleids, wie die Intrigen anderer Professoren (Alden Wallace) für seine akademische Laufbahn. Trotz aller Widrigkeiten bewahrt sich Stoner seine Integrität und seine tiefe Liebe zur Literatur. Seine Entwicklung ist keine spektakuläre Wandlung, sondern eine stille Reifung! Geprägt von Phasen der Resignation, aber auch von unerschütterlicher Würde, gestützt auf die Beschäftigung mit und Freude durch die Literatur.
Edith Stoner: Stoners Ehefrau, Edith, repräsentiert eine Welt des materiellen Wohlstands, aber der emotionalen Leere. Sie ist eine anspruchsvolle, narzisstische und letztlich unglückliche Frau, die Stoners Leidenschaft für die Literatur kaum versteht und nicht teilt. Ihre so bedingte Persönlichkeit bleibt gefangen in ihrer eigenen Bitterkeit und ihrer Vorstellung, ungerecht vom Leben benachteiligt zu werden.
Katherine „Katie“ Stoner: ist die Tochter der Eheleute Stoner. Ihre Beziehung zu ihrem Vater ist kompliziert und distanziert. Ein Ergebnis des Einflusses ihrer Mutter. Eine Sozialisation, die tausendfach das Ergebnis einer „giftigen Beziehung“ zwischen Eheleute darstellt, und den Versuchen der so geprägten jungen Menschen, sich aus diesen Zwängen der Eltern zu lösen.
Gordon Finch: Stoners Mitstudent und späterer Kollege, der zu seinem engsten Freund und Vertrauten wird.
Der „rote Faden“ zur Figur William Stoner ist seine unaufhaltsame Suche nach Wahrheit und Schönheit in und durch die Literatur und seine stille, unbeugsame Integrität. Vom jungen Mann, der die Erkenntnis der akademischen Welt als Befreiung erlebt, über den Professor, der sich gegen widrige Umstände behauptet, bis hin zum alten Mann, der seine letzten Jahre inmitten seiner geliebten Bücher verbringt – stets bleibt Stoner dem Streben nach Erkenntnis und der Hingabe an die Literatur treu! Seine wahre Leistung liegt nicht im Ruhm, sondern in seiner unbestechlichen Haltung und seiner Fähigkeit, auch im Kleinsten, im scheinbar Unbedeutenden, tiefe Bedeutung und Erfüllung zu finden. Sein Leben ist ein Beweis dafür, dass ein Mensch nicht nach äußerem Erfolg streben muss, um ein reich erfülltes Dasein zu führen, solange er seiner Leidenschaft folgt.
Dabei formt John Williams seinen Protagonisten Stoner in seinem Denken und Verhalten, in dem er den Fokus auf das alltägliche akademische Leben und das Ringen um Anerkennung und die stillen Dramen, die sich abseits der großen intellektuellen Debatten abspielen, intimer aber auch realistischer schildert. „Stoner“ ist jedoch weniger auf die soziale Kritik ausgerichtet und mehr auf die individuelle Psyche und die stille innere Reise. Der Protagonist Stoner kämpft nicht primär gegen äußere Ausbeutung, sondern gegen existenzielle Einsamkeit und die – in der Rückschau auf sein eigenes Leben – unerfüllten Erwartungen an ein geträumtes Leben.
John Williams‘ Schreibstil ist sparsam, präzise und von einer erstaunlichen emotionalen Tiefe gekennzeichnet. Er bedient sich einer klaren, direkten Sprache, frei von Ausschmückungen und rhetorischem Pathos. Seine Sätze sind oft kurz und bündig, was den nüchternen und doch eindringlichen Ton des Romans unterstreicht. Diese Form verstärkt die Wirkung der Ereignisse und Gefühle und macht diese umso glaubhafter und nachvollziehbarer.
John Williams bedient sich einer Erzählweise, die zugleich empathisch wirkt. Im literarischen Kontext darf „Stoner“ als gelungenes Beispiel des US-amerikanischen Realismus gerechnet werden. Vor allem in der Würdigung des gewöhnlichen und unspektakulären Lebens.
Mit seiner konzentrierten Darstellung auf ein einzelnes Leben, mit der Heraushebung der Integrität als zentraler Wert eines lebenswerten Lebens, aber auch seiner Schonungslosigkeit gegenüber den kleinen und großen Demütigungen des Lebens und wie sie auszuhalten sind, ist „Stoner“ ein Werk, das in seiner Unaufgeregtheit besticht und einen bleibenden Eindruck hinterlässt.
Autobiografische Elemente in „Stoner“ zu verorten, lässt sich durch eine kurze Biografie von John Williams nachvollziehen!
John Edward Williams (1922–1994) war ein US-amerikanischer Schriftsteller und Literaturprofessor. Er wurde in Sulphur Springs, Texas, geboren und wuchs unter einfachen Verhältnissen auf dem Land auf. Nach seinem Dienst im Zweiten Weltkrieg im Pazifik studierte er an der University of Denver, wo er seinen Abschluss in Englisch machte. Dort traf er auch seine erste Frau, die Dichterin Florence Retail. Später promovierte er an der University of Missouri, wo er auch lange Jahre als Dozent und Professor für englische Literatur lehrte.
Neben „Stoner“ (ursprünglich 1965 veröffentlicht und lange Zeit ein unbemerktes Werk, das erst durch eine Wiederentdeckung im 21. Jahrhundert große Anerkennung fand) veröffentlichte Williams die Romane „The Butcher’s Boy“ (1953), „Augustus“ (1972 – der den National Book Award gewann) und „The Sleep of Reason“ (nicht veröffentlicht). Seine Belletristik ist bekannt für ihre meisterhafte Prosa und die tiefe Auseinandersetzung mit dem menschlichen Zustand.
John Williams lebte lange Zeit zurückgezogen und widmete sich neben dem Schreiben hauptsächlich seiner Lehrtätigkeit und seiner Familie. Sein Nachlass war bis vor einigen Jahren weitgehend unentdeckt, doch die weltweite Anerkennung von „Stoner“ hat ihn nachträglich zu einem wichtigen Akteur der amerikanischen Literatur des 20. Jahrhunderts gemacht.
23. März 2026
von JvHS Kommentare deaktiviert für Deutschland hatte und hat die Wahl!
Eine Gesellschaft – die dem Antisemitismus und Rechtsextremismus Spielraum lässt, und mit der AfD eine Partei wählt, die für ein ausgrenzendes, autoritäres und anti-demokratisches Weltbild steht – geht Schritt für Schritt in die selbstgewählte Unterdrückung und Unfreiheit. Sie“ taumelt in den Abgrund“, wie die Autoren des Buches „Deutsche Lebenslügen“ zum Ende schreiben.
Hass, Gewalt und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit scheinen wieder salonfähig zu sein. Und wieder einmal wird von Teilen der Gesellschaft eine Richtung eingeschlagen, in dem Denken und Handel aus dem verheimlichten Meinungsreservoirs und dem versteckenden Schweigen hervorgeholt werden. Und die „temporären Eindämmungsmaßnahmen“ wie die: „Stolpersteine, die Erinnerungskultur an den Holocaust, die Parolen von „Nie wieder“ scheinen sich als porös und als „Damm“ wenig nachhaltig zu erweisen!
Die Bereitschaft bei den Wählern ihre Freiheit, vor allem aber ihre Verantwortung – Europa und Welt weit – an ein System mit „Führer-Modell“ abzugeben, sowie die Machtverteilung in Konzentration auf ein Individuum oder eine kleine Gruppe zu übertragen und der Willkür-Herrschaft (Trump, Erdogan, Orban, Putin, Höcke, Bollinger (*) und den fundamentalen Religionsführern) Tür und Tor zu öffnen, steigt nun in ganz Deutschland, wie an den letzten beiden Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland Pfalz nachvollziehbar ist!
Begleitet wird diese unsägliche Richtungsänderung auch von den anderen politischen Parteien, die ihre Fähnchen in den Wind hängen und je nach Stimmungsbild ihren Beitrag dazu leisten, dass die Demokratie geschwächt wird und die Gefahr weiter wächst, in die Autokratie und rechtsextremistische Anti-Demokratie abzurutschen.
Während der Wahlabend im Öffentlich-Rechtlichen-Rundfunk und -TV mal wieder mit Triumphschreie, Schönreden und Pseudo-Analysen die Zuschauer ins „wahrlügende Bild“ setzten, lief parallel die Verleihung des Kleinkunstpreises 2026 des Senders 3Sat. Aufklärung und kabarettistisch- satirische Analyse der politischen Gegenwart waren Gegenstand eines sprachlich-musikalisch-kritischen Menüs.
Sprachgewaltig erfolgte schonungslos der Blick auf den Zustand unserer Gesellschaft. Ein Genuss, in dem der geschärfte Blick auf Fakten gelenkt wurde und mit nicht weniger Deutlichkeit die Beziehungsgeflechte von Politikversagen und Weltsichtsmodelle pointenreich aufgetischt und gereicht wurden, und somit die Erkenntnisschmerzen mit Heiterkeit und herzhaftem Lachen gemildert wurden. (Minute 05:05 bis 16:57) Auftritt des Preisträgers in der Sparte „Kabarett“ Claus von Wagner!
Sowohl die Moderation von Tobias Mann und die Auftritte der weiteren Preisträger William Wahl in der Kategorie Musik, Dr. Pop in der Kategorie Kleinkunst und Abdelkarim in der Sparte Stand-up-Comedy sowie die weiteren Auszeichnungen waren Beispiele für Kunst mit großer Bandbreite im Bereich „Unterhaltung mit Pfiff“. (Förderpreis der Stadt Mainz an Ana Lucía, oder den Ehrenpreis des Landes Rheinland-Pfalz, den Gardi Hutter erhalten hat).
(*) Jan Bollinger (AfD): und die schleichende Zustimmung zum Rechtsextremismus!
Vorläufiges Ergebnis der Landtagswahlen Rheinland Pfalz (c) dpa und Frankfurter Rundschau
21. März 2026
von JvHS Kommentare deaktiviert für „Supernatural“ – oder Carlos Santanas Reise und seine Musik von der jugendlichen Explosion zur Weisheit im Alter
„Im Garten einen Baum mit unvorstellbarer Zahl an Monarch-Falter, als würde er diese ausbrüten. Die Erdenzeit sei eine Illusion und ehe ich mich versehe, werde ich bei ihnen sein.“ – Carlos Vater kurz vor seinem Tod.
Carlos Santana ist in Mexiko 1947 geboren, aufgewachsen in einer Kultur und in einer Familie, in der Musik Teil ihrer Identität war und ist. Jede Kultur hat ihre eigene Entwicklungsgeschichte. Die mexikanische Kultur entwickelte sich über Jahrhunderte von den indigenen Einflüssen der Maya und Azteken als präkolumbianische Geschichte hin zu den kolonialen Beeinträchtigungen durch die spanischen Eroberungen.
In jeder Kultur sind negative und positive Merkmale und Spuren zu finden. Welche Merkmale sich durchsetzen, bestimmen die Gegebenheiten für die Menschen, die nach dem Verständnis erfolgt: Das Sein bestimmt das Bewusstsein! Bei Carlos Santana hatte die Musik in der Familie eine innere Kraft entwickelt, die das positive Momentum der geschichtlichen Kulturen bündelte und – über die Rückschau von Carlos individueller Entwicklung – zu seiner Musik mit dem unverwechselbaren Stil geführt hat. Einer Musik – vor allem seiner Spätzeit – die in seinen Zuhörern Empathie anstoßen kann und Mitmenschlichkeit zum Tragen bringt.
Carlos Santana generiert einen Mehrwert für die Mitmenschen, während in dem Unmenschen Donald Trump das Gegenteil wirksam wird. Trump ist der Prototyp des Negativen und das exemplarische Beispiel des Neoliberalismus, der für eine A-Kultur der Manipulation, Unterdrückung, Erpressung, Egoismus und Gier steht, welche die Welt ins Chaos und Leid führt. Am deutlichsten sichtbar geworden in seiner Aufputsch-Rede vor einem Mob am 06. Januar 2021, die zur „Erstürmung des Kapitols“ führte, um die Ernennung des gewählten neuen Präsidenten Joe Biden durch den Kongress zu verhindern. Eine Straftat, für die Trump unter anderem durch die Grand Jury vor Gericht gestellt werden sollte. Für weitere Straftaten wurde Trump am 30. Mai 2024 von den Geschworenen in allen 34 Anklagepunkten in erster Instanz schuldig gesprochen.
Legendär war Santanas Auftritt beim Woodstock Festival 1969, noch wild und explosiv (sein Beitrag: „Soul Sacrifice“) und doch enthielten seine Stücke schon wesentliche Elemente einer Musik, die später als „Latin Rock“ – eine Verbindung lateinamerikanischer Rhythmen mit Jazz, Blues und Rock´n`Roll – kategorisiert wurde. Im Filmbeitrag „Carlos: Santanas Reise“ auf Arte fügen sich die persönlichen Aussagen und die seiner Familienmitglieder zu einem passenden Puzzle seiner musikalischen und charakterlichen Persönlichkeit.
Bei der Verleihung des Bill Board Century Awards 1996, sagte der Moderator: „Er ist ein Mensch, der Integrität, Würde und Mut gezeigt hat, wie man zu seinen Überzeugungen und sich selbst steht. Und das mit einer Familie, die bedingungslos hinter ihm steht.“
Die Aufnahme von Carlos Santana 1996 in die „Rock´n´Roll Hall of Fame“ war ein Höhepunkt für Santanas Musikkarriere: „Wir hörten Jimmy Hendrix, John Coltrane und Carlos Santana“… formulierte der Laudator.
1999 produzierte Santana sein Album „Supernatural“ mit anderen Musikern, für das er im Jahr 2000 acht Grammys erhielt. Für seine Musik, nun weiterentwickelt zu einem „runden, harmonischen und faszinierenden Gesamteindruck!“
Es war zudem noch „Rundfunk tauglich“ und verband in seiner Hörbarkeit die musikalischen Vorlieben der Generationen der letzten 50 Jahre! Die Verbindung des Musikstyle und der Spieltechnik Santanas erreicht die hedonistische Seite bei den Menschen, welche Freude, Genuss und Vergnügen auf der emotionalen Ebene auslöst. Alle Sinnenfreuden auszufüllen, das ist ein für die Menschen in der heutigen Zeit notwendiger Ausgleich zur Vernunft, um das Gleichgewicht herzustellen und um hinreichende Resilienz aufzubauen.
Carlos Santanas Musik – für den Autor dieser Zeilen besonders in seiner späten Musik gelungen – enthält diese Kraft zu überzeugen und den Menschen Mitmenschlichkeit zu vermitteln. Elemente seines Spiels, welche die Menschen berühren, benannte Carlos Santana mit:
„Wenn man ein Gitarren-Solo spielt, muss man Melodie, Rhythmus, Intonation, Tempo, Emotionen, Leidenschaft und Feuer in Einklang bringen!“ – Carlos Santana
Jahrgänge 14-18 und 19-29 Jahre und ihr Demokratie-Verhältnis
Der Bericht verdeutlicht die Untersuchungsergebnisse durch grafische Darstellungen, benennt die Untersuchungskriterien und vergleicht die Ergebnisse mit dem 2023 veröffentlichen Daten! Der Vergleich 2023 mit 2026 macht die Veränderungen im Denken und Verhalten sichtbar. Die Analyse der Daten lässt Schlussfolgerungen zu, die – so die RP (Rheinische Post) – schmerzhaft und schockierend sind! Vor allem die Altersjahrgänge von 14 bis 29 Jahre äußern ihre Ablehnung der Demokratie und sehen in antidemokratischen Strukturen eine Alternative.
Soziale Medien und Influencer-Plattformen
Der wachsende Einfluss durch die „sozialen Medien“, die als verkürzte Informationsfetzen zwar Stimmungen mit manipulationsaffinen Methoden verbreiten, die allerdings fast immer oberflächlich und vorurteilshaft geformt sind, vermitteln lediglich Meinungen, jedoch selten Tatsachen. Auf diesem Feld sind vor allem die „AfDInfluencer“ aktiv, die die Plattform „TikTok“ nutzten. Die Schnelligkeit der bei den jugendlichen beliebten Plattformen kann sich schon längst wieder geändert haben.
Die Selbsttäuschung macht sich vor allem in der Diskrepanz durch die Vorliebe für „Diktatur und einem starken Führer an der Spitze“ als reales antidemokratische Denken und Handeln und an tatsächlicher Demokratiezustimmung einerseits, und andererseits an der Selbstwahrnehmung, welche Fertigkeiten und Fähigkeiten sie denken im Bildungssystem (Schule, Ausbildung und Studium) erworben zu haben! (Hier bezogen auf die Altersgruppen 14 – 25 Jahre!)
Mit insgesamt 73 % stimmt die große Mehrheit der Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Nordrhein-Westfalen der Aussage zu: „Ich habe in der Schule viel über die Demokratie in Deutschland und wie sie funktioniert gelernt.“ Das ist ein Rückgang von 7 Prozentpunkten gegenüber der letzten Befragung im Jahr 2023! Und in Bezug zu: Ihre Unzufriedenheit wird sichtbar als „totaler Einbruch“ innerhalb der letzten 2 Jahre! Von 77 Prozent Zustimmung zur Demokratie zu nur noch 47 Prozent bei den 14-18 Jährigen, und von 65 Prozent zu 51 Prozent bei den 19-29 Jährigen! bleibt der krasse Widerspruch nicht auflösbar, es sei denn hier wurde Selbst- und Fremdtäuschung durch die Befragten betrieben!
Kompetenz in Gesamtbevölkerung
Zitat aus der Studie: „Um einen Eindruck von den Einschätzungen zur politischen Kompetenz in der Gesamtbevölkerung zu erhalten, haben wir zudem unabhängig von der politischen Bildung in der Schule zwei Fragen gestellt, die ähnlich wie die Urteilsfähigkeit und Handlungsfähigkeit Aufschluss darüber geben, wie die politische Selbstwirksamkeit wahrgenommen wird (Abbildung 61)“ Am Ende des Demokratieberichts 2025 findet der Leser eine Aufzählung an Anregungen, wie die Menschen in NRW sich aktiv einbringen können, um die Demokratie zu verteidigen und in die Gespräche und Diskurse mit den Menschen und Wählern der AfD zu kommen!
An dieser Stelle ist der Hinweis angebracht, dass in der Studie durch die Autoren darauf hinweisen, dass die Demokratieberichte NRW korrespondieren mit den Mitte-Studie der FES (Friedrich Ebert Studien) korrespondieren. Auf die drei letzten Mitte-Studien der FES sei an dieser Stelle verwiesen.
Mitte-Studie FES 2021 (Rechtsextreme und demokratiegefährdende Einstellungen in Deutschland 2020/21) Mitte-Studie FES 2022/2023 (Rechtsextreme und demokratiegefährdende Einstellungen in Deutschland 2022/23) Mittel-Studie FES 2024/2025 (Rechtsextreme und demokratiegefährdende Einstellungen in Deutschland 2024/25)
15. März 2026
von JvHS Kommentare deaktiviert für Jürgen Habermas ist tot! Er hinterlässt die Botschaft: Am Anfang der Kommunikation steht das Gespräch, nicht Gewalt oder Krieg!
Am Anfang war das Wort, so lautet der Einstieg in den biblischen Text…und es klingt wie: Am Anfang ist das Gesetz! Und die aktuellen Despoten á la Trump praktizieren diese Transformation, in dem sie bestehende Gesetze ignorieren, umgehen oder sich selber neue Gesetze nach ihrem Weltbild machen!
Jürgen Habermas – so scheint mir – verfolgte eine andere Botschaft: am Anfang stehe das Gespräch und nicht Gewalt und Unterdrückung! Und eingebunden darin ist der Diskurs, sofern die auszutauschenden Standpunkte diametral entgegengesetzt vertreten werden oder als Dialog, wenn Toleranz die Möglichkeit der Verständigung einbezieht, immer jedoch als Schwerpunkt der menschlichen Kommunikation und als Gegenpol zum Ausschluss und zur Unterdrückung und mit dem Ziel der Verständigung zu Freiheit, Gerechtigkeit und Menschlichkeit.
Diskurs und Dialog sind wissenschaftlich geprägt durch Vernunft als Methode und sind zugleich Ausdruck der freien und offenen Gesellschaft, in welcher die Erkenntnisse respektiert werden als Leitplanke auch zur Verteidigung und Stärkung der Demokratie. Angesichts der Zerstrittenheit der EU und des schleichenden Fortschritts der Zerfledderung dieses Verbundes entfernt sich eine politische Institution von der Vorstellung eines Europas der Habermas-Provenienz, in der sich die Diskurstheorie des kommunikativen Handelns mit dem politischen Denken der Sozialphilosophie verbindet und der EU zu einem Profil verhilft, die Feinde der offenen Gesellschaft zurück zu drängen.
Zum Schluss seines Lebens, so schien es dem Schriftsteller und Professor für Kulturgeschichte Philipp Felsch in seinem Buch „Der Philosoph. Habermas und wir“ aus 2024, dass er – Felsch – bestürzt gewesen sei, wie resigniert dieser eigentlich „letzte Idealist“ auf ihn gewirkt habe: „Europa, der Westen, die kommunikative Vernunft, die Überwindung des Krieges als Mittel der Politik – alles, wofür er gekämpft habe, gehe nun „Schritt für Schritt“ verloren, so Habermas. Treten Vernunft und Wirklichkeit, die er als weitgehend versöhnt betrachtet hatte, wieder auseinander?“ (Quelle: Philomag)
Warntöne, die im Habermas Buch „Ein neuer Strukturwandel der Öffentlichkeit und die deliberative Politik“ von 2022 schon anklangen, als er sich ein weiteres Mal mit der Rolle der Öffentlichkeit für die Bestandssicherung des demokratischen Gemeinwesens beschäftigt. „Kernstück des Buches ist ein Essay, in dem er sich ausführlich mit den neuen Medien und ihrem Plattformcharakter beschäftigt, die traditionelle Massenmedien – maßgebliche Antreiber des »alten« Strukturwandels – zunehmend in den Hintergrund drängen. Fluchtpunkt seiner Überlegungen ist die Vermutung, dass die neuen Formen der Kommunikation die Selbstwahrnehmung der politischen Öffentlichkeit als solcher beschädigen. Das wäre ein neuer Strukturwandel der Öffentlichkeit, mit gravierenden Konsequenzen für den deliberativen Prozess demokratischer Meinungs- und Willensbildung.“ (Quelle: Suhrkamp)
In 2019 erschien sein Alterswerk „Auch eine Geschichte der Philosophie“. Neben der Schilderung, wie Philosophie sich aus ihrer Gebundenheit der Religion gelöst hat und zur selbständigen Disziplin entwickelte, beschreibt Habermas die Dispute, Einschnitte und Veränderungen in der Philosophie entlang der Geschichtszeitachse und die so ausgelösten Umgestaltungen in Wissenschaft, Politik und Gesellschaft.
Habermas verstarb am 14. März 2026 in Starnberg. Eine gewichtige Stimme der Vernunft und der Notwendigkeit der Gespräche als Mittel der Kommunikation zur Stärkung der Demokratie wird seit gestern nicht mehr zu vernehmen sein. Doch über den gestrigen Tag hinaus bleiben seine Werke eine existenzielle Quelle für die Ausgestaltung der inhaltlichen Struktur des Gesellschaftsvertrages: rechtsstaatliche Demokratie.
Bargeld – in Münzen oder in Scheinen gehört zum Alltag der Menschen. Mit der Einführung des Euro als offizielles Zahlungsmittel war die Grenze zum Nachbarsland bei vielen Ländern im Euro-Raum keine Barriere mehr, weil die gemeinsame Währung keinen Umtausch mehr verlangte. Mal eben beim Bäcker (bakker in den Niederlande, bageren in Dänemark, boulanger in Belgien oder Frankreich, fornaio in Italien) ein Brot, Gebäck oder eine Torte zu kaufen und mit Bargeld zu bezahlen, wird zukünftig nicht mehr möglich sein, wenn die EU-Kommission sich mit ihren Plänen durchsetzen kann, Bargeld abzuschaffen und durch virtuelles E-Geld auszutauschen. Was bequem ist, lässt Befürchtungen schnell zur Realität werden, dass im Gegenzug im Krisenfall diese Technologie zur Falle werden kann.
Beim Nachdenken über diesen Plan, das Bargeld abzuschaffen, wird der Eindruck immer zutreffender, dass bestimmte Gruppierungen die Weichen so setzen wollen, dass einerseits die Kontrolle der Menschen und die Einflussnahme auf Geldflüsse im Falle einer Finanzkrise leichter möglich sein soll und – in Erinnerung an Griechenlands Staatsschuldenkrise mit drohendem Bankrott des Staates – lässt sich die Umverteilung und der Abgang großer Summen zum Vorteil der institutionellen Anleger noch besser realisieren und zugleich die Lasten auf die Mehrheit der Bevölkerung verteilen, die -wie 2010/2011 in Griechenland – temporär keinen Zugriff auf ihre Konten hatten. Wer Bargeld in Reserve hatte, war zumindest in der Lage, die alltäglichen Notwendigen einkaufen zu können!
Und wenn die Großeltern zu Besuch kommen, dann ist die Aufbesserung des Taschengeldes der Enkeln leicht zu realisieren mit einem 5-Euro-Schein oder ein paar Euro-Münzen fürs „Sparschwein“.
Bedenken gegen Bargeld als gesetzliches Zahlungsmittel bestehen, wenn durch Schwarzarbeit dem Staat Steuereinnahmen und Beiträge der Sozialabgaben vorenthalten werden. Dem ist nichts entgegen zu setzen und dieses Schlupfloch zu schließen, ist berechtigt. Es bleiben aber Fragen übrig, wieso der Staat dann einer bestimmten Gesellschaftsschicht nicht mit gleicher Entschiedenheit entgegentritt und Vermögenssteuern erhebt, oder eine gerechtere Erbschaftsbesteuerung durchführt? Mit der gesetzlichen Regelung, Schwarzgeldzahlungen zu unterbinden, bedeutet der Verzicht auf Vermögenssteuern eine deutliche Ungleichbehandlung!
Was für den Normalbürger zum Nachteil gerät, kommt den Einsparungen für die Bargeldverwaltung im Finanzsektor den Banken und Unternehmen zum Vorteil. Die Geschäftsmodell krimineller Täter im Umfeld von Bargeldgeschäften würde einschneidenden Veränderungen erfahren, sofern das Bargeld verschwindet. Zugleich geraten ab die Befürworter des Bargeld in Generalverdacht, weil sie mit den Machenschaften der organisierten Kriminalität in einen Korb gesteckt werden! Wer sich der Einschränkung erwehren will, hat die Möglichkeit, sicher an einer Petition gegen die Pläne EU-Kommission zu beteiligen und zu widersprechen:
Von der epidemischen Ausbreitung rechtsradikaler Ideologien und dem brutalen Aktivismus neoreaktionärer Superreichen (Peter Thiel, Elon Musk, Jeff Bezos, Mark Zuckerberg und Konsorten) bis zum verzerrten „Macht- und Freiheitsbegriff“ in Form der rechts- und verfassungsbrechenden Willkür eines Donald Trump zeigt sich ein neuer Faschismus, der über die Merkmallisten und Definitionen des „ewigen Faschismus“ Umberto Ecos hinausreicht.
Die promovierte Autorin, Eva von Redecker, setzt in ihrem neuen Buch „Dieser Drang nach Härte. Über den neuen Faschismus“ den Fokus auf die Erforschung der autoritativen Bewegungen (AfD und Identitären in Deutschland / MAGA-Ideologie in Trumps US- merika) mit dem Ziel, eine Theorie des neuen Faschismus zu definieren. Sie untersucht die netzwerkende Beziehung von Faschismusideologie mit dem Weltbild des neoliberalistischen reaktionären Kapitalismus.
Auf dem Boden der „Kritischen Theorie“ seziert sie neue Faschismus-Formen und bringt mit ihrem Begriff „Phantombesitz“ eine neue Kategorie faschistischer Handlungen in den Diskurs „Was ist Faschismus?“ An welchen Kategorien Faschismus definierbar wird, hat Umberto Eco in seinem Werk „Der ewige Faschismus“ aufgeführt. Dem fügt Eva von Redecker eine weitere Kategorie hinzu, die vor allem den Besitzanspruch und die Verfügungsmacht über Menschen und ihre ausbeuterische Verwertung anspricht. Unter dem Begriffs-Schirm des Menschenrechts und der Menschenwürde lässt sich subsummieren, dass niemand Besitz an einem Mitmenschen haben kann. Zu Recht kann dies als ein wesentliches Merkmal zivilisierter Regelwerke der Demokratie und des Rechtsstaates verstanden werden.
„Phantombesitz“ (*) nennt von Redecker das aus faschistischer Ideologie entstandene Anspruchsdenken der aktuellen Faschisten, die über die Arbeitskraft von Menschen in Produktionsabläufe ebenso verfügen wollen (als Kriegsgefangene, die von den Nazis als Zwangsarbeiter in den Produktionen von Kriegswaren, in der Landwirtschaft etc. eingesetzt waren), wie über die Kampfkraft als Soldaten, die in Militäreinheiten gedungen werden (aktuell in Russlands Truppen durch Zwangseinberufung, oder durch Abordnung fremder Soldaten für Kriegseinsätze im Ukrainekrieg wie durch Korea) und denen keine Wahl gelassen wird, sich gegen diese Verwendung wehren zu können.
Die Ungleichbehandlung farbiger Menschen und die Nicht-Anerkennung des Menschenrechts gesellschaftlicher Gruppen durch Faschisten ist ein weiterer Baustein, der zudem durch das vermeintliche Recht auf „Verfügungsmacht“ nach faschistische Weltsicht noch abartiger realisiert werden kann, in dem ein Pseudorecht konstruiert wird, nicht nur die Arbeitskraft nach Gutdünken zu verwenden, sondern noch pervertierter, in dem Gegner und Kritiker als „Feinde“ der Faschisten (Migranten, Linke, Klimaschützer)
benannt werden, in dem sie ausgegrenzt, verhaftet, vertrieben und getötet werden.
Dehnbare Gesetze, die einen Ausnahmezustand konstruieren, um die verfassungsmäßigen Rechte der Menschen außer Kraft zu setzen. (Beispiel: USRegierungspraxis unter Trump; ICE-Einsatz). Die „Willkürfreiheit“ dieser TrumpRegierung lässt sich nicht einmal mehr vom Urteil des Supreme Court (höchstes Gericht der USA) als Kontrollmacht der Verfassungstreue bremsen. Das ist Verfassungsbruch und ein Verbrechen und Selbstermächtigung!
Diese aber ermöglicht dann die Umsetzung von Menschenrechtsverletzungen aufgrund des neuen faschistisch-ideologischen Selbstverständnisses der Gesetzesverbrecher und mittels einer konzertierten Aktion des Netzwerkes zwischen Politik und Wirtschaft die Zerstörung des demokratischen Regelwerkes (Verfassung, Gewaltenteilung und Rechtsstaat). Die faktisch faschistische Regierungs-Clique unter Trump praktiziert einen „rechtsbrechenden Liberalismus“ (*), weil die vernunftgeleitete Selbstkontrolle zur Rücksichtnahme auf andere Menschen beiseitegeschoben wird!
Wenn zum Erkennen des Faschismus der Kriterienkatalog von Umberto Eco wie von Eva von Redecker genutzt werden kann, muss das Etikett „Faschismus“ nicht genutzt werden, um Verhalten, Denken und Zielformulierungen desselben eindeutig als menschenverachtend, bösartig und gesellschaftsvergiftend bezeichnen zu können. Wer aber will in solchen Verhältnissen leben wollen, außer diejenigen, die Faschisten sind! Die aber praktizieren gruppenbezogen Menschenfeindlichkeit in ihrem Wahn!
(*) Begriffe aus: Eva von Redecker „Dieser Drang nach Härte. Über den neuen Faschismus“!
6. Februar 2026
von JvHS Kommentare deaktiviert für Der Abbau des Sozialstaates durch die Mehrheitsfraktion CDU/CSU in der Merzregierung
Die weltweiten Macht-Netzwerke in den Nationen reichen von den politischen Regierungsspitzen (Donald Trump –USA / Thorbjoern Jagland – Norwegen) und nationalen Repräsentanten (Kronprinzessin Mette-Marit- Norwegen/ Ex-Prinz, nach Titelverlust nur noch Andrew Mountbatten-Windsor – England), über die wirtschaftlichen Führungspersonen in den Konzernen (Elon Musk, Bill Gates u.a.) und Lobby-Institutionen (Weltwirtschaftsforum/World Economic Forum – WEF) bis zu den reichen Erben (Marius Borg Høiby – Norwegen). Sie offenbaren Verhaltensweisen, die erschreckenden Missbrauch der Macht, Respektlosigkeit gegenüber Mitmenschen und das Abgleiten in kriminelle Machenschaften dokumentieren, wie der Skandal um den Sexualtäter Jeffrey Epstein darlegt, der als Strippenzieher bis in die oben genannten Macht-Netzwerke agierte.
Während diese Netzwerke im Sumpf ihrer Begierden und Respektlosigkeiten sich verstrickten und die beteiligten Personen sowohl erpressbar wurden oder Erpressung als Mittel ihres Umgangs miteinander nutzten, verbreitet sich der klientelorientierte Machtmissbrauch in der Welt der Politik und Wirtschaft.
Auch die Politiker und Wirtschaftsführer, die nicht zum Jeffrey-Kosmos gehören, agierten und agieren in ihren Funktionen zum Nachteil der Nationen und Menschen, die außerhalb der Macht-Netzwerke den Erschwernissen der Existenzsicherung sich durch Lohnarbeit stellen. Im Zuge der größer werdenden Arbeitslosenzahlen – bedingt durch die Handlungen und Taten á la Trump oder den Fehlentscheidungen vieler Wirtschaftsführer sowie den Kriegen (Ukraine Krieg, GAZA-Krieg) – sind die nicht privilegierten Menschen genau diesen genannten Subjekten der politischen und wirtschaftlichen Macht ausgeliefert.
Das geschieht seit Anfang 2025 auch vermehrt und verstärkt in Deutschland. Dass die konservativ-neoliberalistische Haltung und das unsolidarisch-egomanische Weltbild nicht nur im Netzwerk des Jeffrey Epsteins-Kosmos überwiegt, sondern auch beim politischen und wirtschaftlichen Führungspersonal außerhalb der Jeffrey EpsteinsKosmos dominant verbreitet ist, das zeigen vor allem die wirtschaftshörigen und lobbyistischen Institutionen in der CDU/CSU-Spitze um die Regierungsmannschaft von Friedrich Merz und seinen CDU/CSU-Ministern!
Rentenreform und Umbau des bisherigen solidarischen Rentensystems zur Privatrente;
die gesetzliche Rahmengebung zur Stützung der Klientel-Interessensvertretung;
Verhinderung von Transparenz und der aktiven Mitwirkung an der Gestaltung der Gesellschaft (Bürgerräte)
Umverteilung zugunsten der privilegierten und leistungslosen Vermögensvermehrung;
mit der Folge der Vertiefung der gesellschaftlichen Spaltung von Reich und Arm durch Verhinderung der Vermögenssteuern und der Erbschaftssteuer-Reform
Jobcenter und Rückentwicklung des Bürgergeld-Gedankens
Zahnarztleistungen nicht mehr durch Krankenkassen-Bezahlung, sondern als Privatleistung aus eigener Börse zu bezahlen!
Teilzeitarbeit als „Lifestyle“
Als exemplarisches Beispiel für diese unsolidarische Haltung der Klientel-Politiker steht der Junge Union-Vorsitzende Johannes Winkel mit seiner „lobbyistischen Agententätigkeit“ in Sachen Sozialstaatsabbau.
31. Januar 2026
von JvHS Kommentare deaktiviert für Meinungs-Blasen in den gesellschaftlichen Gruppen erschweren den Menschen die Einordnung der Ereignisse
Als Einstieg in dieses Thema wird auf die ICE-Aktionen (Sonder-Eingriffstruppen der Trump US-Autokratie im Rahmen des dortigen Staatsumbaus) der letzten Tage verwiesen. Die brutale, unmenschliche Vorgehensweise dieser dubiosen Institution wird von dem prominenten US-Musiker Bruce Springsteen in seinem Song lyrisch aufbereitet und kritisch vorgetragen. Ein exemplarisches Beispiel für die Verteidigung der Demokratie, die von der eigenen Trump-Regierung beschädigt wird. Der Song ist veröffentlicht durch Springsteen auf YouTube. ( Achtung: Nach dem Song werden weitere Bruce-Springsteen YouTube-Videos abgespielt. Stoppen durch manuelle Beendigung!)
Deutsche Gegenwart im Griff der geopolitischen Veränderungen
Es wird nicht einfacher, die Komplexität der gesellschaftlichen Veränderungen zu durchdringen. Einflussnehmer auf die öffentliche Meinung sind wie Sand am Meer wahrnehmbar. (Letztlich gehört auch dieser Beitrag dazu, in dem ich allerdings als Autor versuche, seriös und faktenorientiert die Beiträge der Einflussnehmer zu verorten und auf sichtbare Widersprüche hinzuweisen respektive auf Beiträge anderer kritischen Stimmen zu verlinken!)
An einem Beispiel des ambivalenten TV-Formats (Markus Lanz vom 18.12.2025 zum Thema Sozialstaat und Rentenreform) kann nachvollzogen werden, wie notwendig es für den beobachtenden Mitbürger ist, die jeweilige Verortung von Meinungsmachern vorzunehmen, in dem die Funktion dieser Personen im gesellschaftlichen System verstanden wird, um die so entstehende Meinungsmacht und Meinungsmache und ihre Wirkungen einschätzen zu können.
Bei jedem gesellschaftlichen Diskurs-Thema geht es auch um Machtverhältnisse, ihre Durchsetzung und dass die Machtinhaber daran festhalten, in dem sie Toleranz, Solidarität und Verpflichtung gegenüber der Gesellschaft ignorieren. Um diese Entwicklung und Auswirkungen der Machpositionen durch Personen und Institutionen stoppen und zurückdrehen zu können, müssen die Egoismen und die skrupellose Rücksichtlosigkeit auf allen Ebenen der zwischenmenschlichen Beziehungen hinterfragt und aufgearbeitet werden.
Die herumwabernden Meinungsblasen, die zur weiteren Spaltung der Gesellschaft (ver)-führen, wirken auf allen Ebenen. Ihre Analyse durch Beiträge von Menschen, die sich sachkundig mit dem Sozialstaat (z.B. beim Thema Rentenreform und der von den neoliberalen Meinungsmachern gewollten Verteidigung der Privilegierten und ihren Interessen) auseinandersetzen, das lässt sich an folgendem YouTube-Beitrag nachvollziehen: „Soziologe enthüllt die wahre Ursache des Rentenproblems!“)
Machen Sie sich selber ein Bild, welcher Argumentation sie mehr vertrauen. Am Aphorismus Karl Poppers kommt auch in diesen Zeiten der Parteien-Autokratie niemand vorbei:
“Denn es gibt keine Freiheit, wenn sie nicht vom Staat geschützt wird; und umgekehrt: nur ein Staat, der von freien Bürgern überwacht wird, kann diesen überhaupt ein vernünftiges Ausmaß an Sicherheit gewähren.” – Karl Raimund Popper